Kurz vorgestellt: Das tropische Einblatt und seine Eignung als Zimmerpflanze

Das Einblatt, korrekt Spathiphyllum, gelangte gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. Zunächst war das genügsame Gewächs aus Übersee lediglich in den Tropenhäusern der Botanischen Gärten zu bewundern, setzte sich aber gerade ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Zimmerpflanze durch. Heute gehört das Aronstabgewächs mit zu den beliebtesten Ziergewächsen fürs heimische Wohnzimmer.

Einblatt Topfpflanze
Das Einblatt ist eine beliebte, genügsame Zimmerpflanze

Gutes Aussehen kombiniert mit praktischem Nutzen

Spathiphyllum hat intensiv grüne, meist sehr große und glänzende Blätter. Die eigentlichen Blüten bestehen lediglich aus einem – für Aronstabgewächse typischen – Kolben, der von einem weißen, cremefarbenen oder grünlichen Hochblatt umgeben ist. Die Größe und der Umfang des Einblatts kann, je nach Sorte, stark variieren. Einblätter haben fast alle weiße Hochblätter, andere Farben (mit Ausnahme von Creme und Grün) sind dagegen in der Regel eingefärbt. Allerdings wird Spathiphyllum nicht nur wegen seines schmückenden Äußeren gern als Zimmerpflanze kultiviert, die Pflanze gehört außerdem zu den Gewächsen, die durch das Absorbieren von Kohlendioxid und weiteren Giftstoffen die Raumluft erheblich verbessern.

Das Einblatt ist in tropischen Regenwäldern zu Hause

Zu Hause ist das Einblatt in den tropischen und immerfeuchten Regenwäldern Südamerikas, vor allem Venezuelas und Kolumbiens. Hier gedeiht Spathiphyllum im feuchten und warmen Schatten der imposanten Urwaldriesen, weshalb das Gewächs auch in Ihrem Wohnzimmer kein direktes Sonnenlicht verträgt. Stattdessen bevorzugt das Einblatt einen lichten Schatten – d. h. der Standort sollte hell, aber nicht direkt sonnig sein. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit ist von Vorteil, weshalb sich Spathiphyllum vor allem im Badezimmer wohlfühlt – sofern es sich um ein Tageslichtbad handelt.

Die Sorten des Einblatts und seine Verwandten

Es gibt drei verschiedene Arten des Einblatts, die hinsichtlich ihres Äußeren und ihrer Bedürfnisse jedoch sehr ähnlich sind. Vor allem von Spathiphyllum wallisii stammen die meisten der rund 50 verschiedenen Sorten ab, die sich allerdings vor allem in ihrer Größe und Breite sowie in der Größe ihrer Blätter und Blüten unterscheiden. Das Hochblatt von Spathiphyllum wallisii beispielsweise vergrünt sehr schnell, während die reinweißen Hüllblätter von Spathiphyllum floribundum besonders groß werden können. Das Einblatt ist eng mit der Anthurie (Flamingoblume), der Zimmercalla (Zantedeschia), der Dieffenbachie sowie der Zamioculcas (Glücksfeder) verwandt.

Tipps

Wie alle Aronstabgewächse ist auch das Einblatt leicht giftig.

Text: Ines Jachomowski

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