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Eibe kompostieren: Ist das unbedenklich? Tipps & Tricks

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Die Eibe, ein immergrüner Nadelbaum, ist zwar aufgrund ihrer giftigen Inhaltsstoffe in Blättern, Samen und Rinde mit Vorsicht zu genießen, eignet sich jedoch hervorragend für die Kompostierung. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die sichere Handhabung und Kompostierung von Eibenabschnitten, um einen wertvollen Humus für Ihren Garten zu gewinnen.

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Eiben sollten mit Handschuhen geschnitten werden

Giftigkeit von Eiben und Kompostierung

Die Eibe ist ein faszinierender Nadelbaum, der mit seinen dunkelgrünen Nadeln und roten Früchten das ganze Jahr über Akzente im Garten setzt. Allerdings ist Vorsicht geboten, da sich in Nadeln, Samen und Rinde giftige Stoffe wie das Alkaloid Taxin und Cyanogene Glykoside befinden. Diese können bei oraler Aufnahme zu Vergiftungserscheinungen führen. Besonders im Herbst, wenn die Samen reifen, ist die Konzentration der Giftstoffe am höchsten.

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Trotz dieser Giftigkeit können Sie Eibenabschnitte bedenkenlos kompostieren. Die im Kompost aktiven Mikroorganismen bauen die Giftstoffe während des mehrmonatigen Rotteprozesses vollständig ab. Der entstandene Kompost ist somit sicher für die Verwendung im Garten.

Um jegliches Risiko zu minimieren, sollten Sie beim Umgang mit Eibenresten Handschuhe tragen und sicherstellen, dass Haustiere keinen Zugang zum Kompost haben, bis das Material vollständig verrottet ist.

Vorbereitung der Eibenabschnitte

Für eine erfolgreiche Kompostierung ist die richtige Vorbereitung der Eibenabschnitte entscheidend. Beachten Sie folgende Schritte:

  • Zerkleinern: Häckseln Sie größere Äste und Zweige mit einem Gartenschredder, um die Oberfläche für Mikroorganismen zu vergrößern und die Verrottung zu beschleunigen. Auch die Nadeln sollten zerkleinert werden, beispielsweise mit einer Gartenschere.
  • Mischen: Vermischen Sie die zerkleinerten Eibenreste mit anderen organischen Materialien wie Laub, Obst- und Gemüseresten oder Grünschnitt. Dies sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff, das für die Mikroorganismen wichtig ist.
  • Schnellkomposter: Ein Schnellkomposter eignet sich besonders gut für die Kompostierung von Eibenabfällen, da er die Zersetzung von zähem Material beschleunigt.

Kompostierung von Eibenabschnitten

Die Kompostierung von Eibenabschnitten erfordert die richtige Behandlung und Verarbeitung der Schnittreste. Durch Zerkleinern, Mischen und gegebenenfalls den Einsatz von Schnellkompostern kann der Prozess beschleunigt werden. So integrieren Sie Eibenabschnitte sinnvoll in den Kreislauf Ihres Gartens:

  • Zerkleinern: Wie bereits erwähnt, sollten sowohl Äste als auch Nadeln vor dem Kompostieren zerkleinert werden. Ein Gartenschredder ist hierbei ein effektives Werkzeug.
  • Mischen: Vermischen Sie die zerkleinerten Eibenabschnitte mit anderem Gartenabfall wie Laub, Gemüseresten oder Grasschnitt, um eine ausgewogene Komposition für die Kompostierung zu erreichen.
  • Schnellkomposter: Für eine effiziente Kompostierung können zerkleinerte Eibenreste auch in einem Schnellkomposter verarbeitet werden, der durch seine Konstruktion eine verbesserte Belüftung und somit eine beschleunigte Zersetzung gewährleistet.

Verrottungsdauer von Eibenabschnitten

Die Dauer, bis Eibenabschnitte vollständig verrottet sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

  • Größe der Abschnitte: Zerkleinerte Abschnitte verrotten schneller.
  • Kompostierungsbedingungen: Eine optimale Mischung aus Eibenabschnitten und anderen organischen Materialien sowie eine gute Durchlüftung des Komposthaufens fördern die Zersetzung.
  • Temperatur und Feuchtigkeit: Hohe Temperaturen und ausreichende Feuchtigkeit beschleunigen die Aktivität der Mikroorganismen.
  • Reifezeit: Nach dem Abbau der leicht umsetzbaren Substanzen benötigt der Kompost bis zu zwölf Wochen Reifezeit. Die vollständige Zersetzung von Eibenabschnitten, insbesondere dickerer Äste, kann jedoch bis zu zwei Jahre dauern.

Beschleunigung der Kompostierung

Folgende Maßnahmen können die Kompostierung von Eibenabschnitten beschleunigen:

  • Zerkleinern: Wie bereits erwähnt, fördert das Zerkleinern der Eibenabschnitte eine schnellere Zersetzung.
  • Mischen: Mischen Sie feuchtes, leicht verrottbares Material wie Fallobst oder Gemüsereste unter die zerkleinerten Eibenabschnitte.
  • Kompostbeschleuniger: Kompostbeschleuniger aus dem Handel können den Zersetzungsprozess durch Anreicherung mit Mikroorganismen und Nährstoffen unterstützen.
  • Thermo- oder Trommelkomposter: Diese Komposter bieten optimale Bedingungen für die Zersetzung und beschleunigen den Prozess durch erhöhte Temperaturen und verbesserte Luftzirkulation.
  • Regenwürmer: Regenwürmer können aktiv zur Beschleunigung der Kompostierung beitragen, indem sie das Material verdauen und zersetzen.

Verwendung von Eibenkompost

Eibenkompost ist eine wertvolle Ressource für den Garten. Da die Mikroorganismen die giftigen Substanzen der Eibe während der Kompostierung neutralisieren, kann der entstandene Humus sicher verwendet werden:

  • Bodenverbesserung: Eibenkompost verbessert die Bodenstruktur und sorgt für eine bessere Luftzirkulation und Wasserspeicherung.
  • Pflanzenernährung: Er liefert eine Vielzahl an Nährstoffen für ein gesundes Pflanzenwachstum und die Förderung der Blütenbildung.
  • Mulchmaterial: Eibenkompost hilft als Mulch, den Boden feucht zu halten, Temperaturschwankungen zu minimieren und Unkrautwuchs zu unterdrücken.

Achten Sie darauf, dass der Kompost gut ausgereift ist, bevor Sie ihn im Garten verwenden. Ein ausgereifter Kompost ist dunkel, krümelig und hat einen frischen, erdigen Geruch.

Bilder: Bronwyn Photo / Shutterstock