Wie giftig ist die Eibe?

Die Eibe ist ein einheimischer Nadelbaum, der sehr widerstandsfähig ist und wegen des harten Holzes sehr geschätzt wird. Leider ist die Eibe stark giftig, und zwar in allen Pflanzenteilen. Bei der Anpflanzung von Eiben oder Eibenhecken ist deshalb Vorsicht geboten.

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Die Eibe ist in allen Pflanzenteilen giftig

Eiben sind in allen Pflanzenteilen giftig

Der botanische Name der Eibe lautet Taxus baccata. Diesen Namen erhielt sie, weil sich das hochtoxische Gift Taxin in nahezu allen Pflanzenteilen befindet. Bei oraler Aufnahme besteht akute Vergiftungsgefahr, die unter Umständen tödlich verlaufen kann.

Besonders gefährdet sind Kinder, die sich von den roten Früchten leicht verlocken lassen. Das Fruchtfleisch selbst soll zwar nicht giftig sein, dafür enthalten die Kerne eine sehr hohe Konzentration an Taxin. Nicht nur Menschen, auch Tiere wie Pferde, Rinder, Esel, Hunde und Katzen können sich an der Eibe vergiften.

Eine Eibe sollten Sie deshalb nicht pflanzen, wenn kleine Kinder den Garten nutzen oder Tiere Zugang zu den Bäumen haben.

Welche Vergiftungsanzeichen können auftreten?

Besteht der Verdacht, dass Menschen oder Tiere Teile der Eibe gegessen haben, sollten Sie sofort den Giftnotruf anrufen oder einen Arzt kontaktieren. Anzeichen für eine Vergiftung können sein:

  • knallrote Lippen
  • Mundtrockenheit
  • Pupillenerweiterung
  • Blässe
  • Übelkeit
  • starkes Schwitzen
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Herzrhythmusstörungen

Wird die Vergiftung nicht behandelt, kann die Vergiftung tödlich verlaufen.

Vergiftungsgefahr durch den Pflanzensaft

Beim Pflegen der Eibe, zum Beispiel beim Schneiden, sollten Sie immer Schutzkleidung tragen. Der Hautkontakt an sich ist zwar nicht gefährlich, doch reagieren manche Menschen allergisch auf den Saft der Eibe.

Tipps

Im Gegensatz zu anderen Tieren scheint Vögeln das Gift der Eibe nicht zu schaden. Sie verzehren die roten Früchte gern.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: Przemyslaw Muszynski/Shutterstock
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