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Die Früchte sind nicht giftig, die Samen schon

Die Eibe trägt keine Zapfen, sondern Früchte

Anders als die meisten Nadelbäume trägt die Eibe keine Zapfen, sondern leuchtend rote Früchte, die ein wenig wie Beeren aussehen. Nicht jede Eibe entwickelt Früchte, und bis der Baum das erste Mal trägt, gehen viele Jahre ins Land.

Das Fruchtfleisch ist nicht giftig!

Eiben gehören zu den Giftpflanzen. In allen Pflanzenteilen außer dem Fruchtfleisch ist das hochgiftige Taxin enthalten. Das Fruchtfleisch selbst ist nicht giftig. Es soll einen süßlichen Geschmack haben.

Beim Ausprobieren sollten Sie aber sehr vorsichtig sein und sicherheitshalber lieber darauf verzichten. In den Kernen befinden sich nämlich besonders viele Giftstoffe.

Da die Früchte Beeren sehr ähnlich sehen, sind sie eine echte Verlockung für kleinere Kinder. Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder keine Eibenfrüchte verzehren, da die Vergiftungsgefahr mit schwerwiegenden Folgen nicht zu unterschätzen ist.

Männliche und weibliche Blüten

Eiben sind getrenntgeschlechtlich. Das bedeutet, dass der Baum entweder männliche oder weibliche Blüten trägt. Nur eine Eibe mit weiblichen Blüten bekommt später die charakteristischen roten Früchte.

Die Blütezeit der Eibe dauert von März bis April. Die männlichen Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt. Soll Ihre Eibe blühen, seien Sie deshalb beim Schneiden vorsichtig, damit Sie die Blütenstände nicht entfernen.

Während die männlichen Eiben gelb-grüne kleine Zapfen als Blüte bilden, sind die weiblichen Blüten sehr unscheinbar.

Die ersten Früchte nach 20 Jahren

Bis eine Eibe die ersten Blüten und später Früchte bildet, vergeht eine lange Zeit. Es dauert um die 20 Jahre, bis der Baum zum ersten Mal Blüten und später Früchte ansetzt.

Eibe aus Samen vermehren

Aus den Früchten der Eibe lassen sich Ableger ziehen:

  • Früchte ernten
  • Kerne aus dem Fruchtfleisch lösen
  • längere Zeit kühl lagern (stratifizieren)
  • aussäen (Kakteenerde oder Kokohum)
  • gelegentlich befeuchten

Bis aus den Samen neue Eiben treiben, dauert es bis zu zwei Jahre. Sobald sich die ersten frischen Triebe zeigen, kann die Jungpflanze vorsichtig aus dem Boden gehoben und an den gewünschten Standort versetzt werden.

Tipps

Eiben sind sehr widerstandsfähige Nadelbäume, die zudem sehr schnittverträglich sind. Sie werden deshalb gern in Hecken gepflanzt oder als Formgehölz im Garten gehalten.

Text: Sigrid Hestermann Artikelbild: Sabine Se/Shutterstock

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