Eibe

Eibe vermehren leicht gemacht: Anleitung für gesunde Bäume

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Eiben lassen sich einfach durch Stecklinge, Risslinge oder Samen vermehren. Dieser Artikel beschreibt detailliert die drei Methoden, von der Auswahl des Pflanzenmaterials über die optimale Pflanztechnik bis hin zur weiteren Pflege.

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Eiben lassen sich zum Beispiel über Stecklinge vermehren

Stecklingsvermehrung bei Eiben – Schritt für Schritt Anleitung

Eiben lassen sich relativ leicht durch Stecklinge vermehren. Dadurch können Sie neue Eibenpflanzen gewinnen, ohne zusätzliche Kosten für neue Pflanzen.

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Auswahl der Mutterpflanze

Wählen Sie eine kräftige, gesunde und nicht zu alte Eibe ohne Schädlinge. Die Mutterpflanze sollte ein arttypisches Wachstum aufweisen.

Stecklinge schneiden und vorbereiten

Schneiden Sie im Frühsommer etwa 10 bis 15 cm lange Triebe von der Mutterpflanze ab. Entfernen Sie die unteren Nadeln, um Fäulnis zu vermeiden, und stutzen Sie die Spitzen und Seitenzweige, um die Verdunstung zu reduzieren. So vorbereitet sollten die Stecklinge etwa 15 bis 20 cm lang sein.

Bewurzelung der Stecklinge

Die Stecklinge können in Töpfen mit gut durchlässiger Anzuchterde oder direkt im Freiland bewurzelt werden. Stecken Sie die Stecklinge etwa 5 cm tief in die Erde. Halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass, und stellen Sie die Töpfe an einen warmen, schattigen Platz oder stecken Sie sie in ein schattiges, gelockertes Beet.

Pflege und Bewurzelungszeit

Die frisch gesteckten Stecklinge müssen gründlich angegossen werden und die Erde sollte konstant feucht gehalten werden. Mehrere Monate kann es dauern, bis die Stecklinge Wurzeln schlagen und dann in größere Töpfe oder direkt in den Garten umgepflanzt werden können.

Vermehrung durch Risslinge

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte anstelle der klassischen Eibenstecklinge lieber Risslinge verwenden, da diese leichter bewurzeln.

Risslinge gewinnen und vorbereiten

Risslinge werden durch das Abreißen dünner Seitentriebe vom Hauptast gewonnen. Dabei bleibt ein Astring mit reichlich Teilungsgewebe zurück, das zuverlässig Wurzeln bildet. Stutzen Sie die Spitzen und Seitenzweige und entfernen Sie die unteren Nadeln, um Fäulnis zu vermeiden. Die fertigen Risslinge sollten etwa 20 cm lang sein.

Risslinge einpflanzen

Stecken Sie die fertigen Risslinge direkt ins Freiland, idealerweise in ein schattiges, mit Pflanzerde gelockertes Beet. Der Abstand innerhalb und zwischen den Reihen sollte etwa zehn Zentimeter betragen. Die Risslinge gründlich angießen und in der Folgezeit darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet. Es kann etwa ein Jahr dauern, bis sie Wurzeln bilden und umgepflanzt werden können.

Vermehrung durch Samen

Eiben können auch durch Aussaat vermehrt werden. Dies erfordert Geduld, da die Samen zunächst einer Kälteperiode ausgesetzt werden müssen, um zu keimen.

Samen ernten und stratifizieren

Die Samen der Eibe befinden sich in den roten Beeren, die im Herbst reifen. Ernten Sie die Samen, wenn die Beeren voll ausgereift sind. Da alle Pflanzenteile außer dem roten Fruchtfleisch giftig sind, sollten beim Ernten der Samen Handschuhe getragen werden. Die Samen sollten für einige Monate in ein feuchtes Sand-Erde-Gemisch eingebettet und bei Temperaturen zwischen 2°C und 8°C, beispielsweise im Kühlschrank, gelagert werden. Dieser Stratifikationsprozess kann bis zu 18 Monate dauern, um die Keimruhe zu überwinden.

Keimdauer und Aussaat

Nach erfolgreicher Stratifizierung können die Samen im Frühjahr in Töpfe mit Anzuchterde ausgesät werden. Halten Sie die Erde feucht. Es kann mehrere Monate dauern, bis die Samen keimen. Sobald die Sämlinge groß genug sind, können sie in größere Töpfe oder an ihren endgültigen Standort im Garten umgepflanzt werden.

Bilder: struvictory / Shutterstock