Wie wird die Eibe am besten entsorgt?

Die Eibe, meist in Form der Europäischen Eibe (Taxus baccata) oder der Hybrid-Eibe (Taxus media) ist als Formgehölz oder Eibenhecke in vielen Gärten zu finden. Eibenholz ist sehr schnittverträglich, doch was geschieht mit dem Schnittgut? Lesen Sie unsere Tipps zum Entsorgen von Eibe.

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Eibenschnitt kann auf verschiedene Arten entsorgt werden

Wo kann man Schnittgut von einer Eibe entsorgen?

Grundsätzlich lässt sich sämtliches im Garten anfallendes Schnittgut, neben dem Rückschnitt der Eibenhecke beispielsweise auch Grasschnitt, in Deutschland auf verschiedene Arten entsorgen:

  • Recyclinghof oder andere Sammelstellen
  • Containerdienst
  • Deponie

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Die meisten Kommunen und Gemeinden halten eigene Sammelstellen (die beispielsweise Recyclinghof genannt werden) bereit, an denen Sie bestimmte Abfälle gegen ein geringes Entgelt entsorgen können. Die fälligen Gebühren unterscheiden sich dabei stark voneinander, in der Regel erhalten Sie jedoch zum Saisonende im Herbst eine Sammelrechnung. Fällt sehr viel Schnittgut an (beispielsweise, wenn Sie die Hecke entfernen wollen), kann sich das Bestellen eines Containers lohnen.

Kann man Eiben auf den Kompost bringen?

Sie können den Eibenschnitt jedoch auch kompostieren. Die enthaltenen Giftstoffe werden durch den Zersetzungsprozess unschädlich gemacht, so dass Sie sich diesbezüglich keine Sorgen machen müssen. Problematisch ist stattdessen, dass Eibenholz aufgrund enthaltener fäulnishemmender Inhaltsstoffe nur sehr langsam verrottet. Dieses Problem umgehen Sie, indem Sie die Eibe

  • möglichst klein häckseln
  • auf dem Kompost mit Obst- und Staudenresten mischen
  • die Mischung nur in dünnen Schichten auf dem Kompost bringen
  • einen Kompostbeschleuniger verwenden

Doch Vorsicht: Das Schnittgut kranker Eiben, beispielsweise mit Pilzbefall, darf nicht auf den Kompost. Diese sollten Sie über den Hausmüll entsorgen.

Was passiert, wenn man eine Eibe anfasst?

Dass sämtliche Teile der Eibe einschließlich der Nadeln und der Beeren hochgiftig sind und eine schwere Vergiftung verursachen können, dürfte so ziemlich jedem Gärtner bekannt sein. Bei dem Giftstoff handelt es sich um Taxin, welches schwere Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod nach sich zieht. Dazu allerdings müssten Sie Teile der Eibe essen, wozu wenige Nadeln oder samenhaltige Beeren genügen.

Reines Anfassen hat noch keine drastischen Folgen, dennoch sollten Sie bei Schnittmaßnahmen vorsichtshalber feste Schutzhandschuhe und lange Kleidung tragen. An den Fingern haftender Pflanzensaft kann mindestens Hautausschlag verursachen.

Wie verhindere ich, dass Haustiere an den Kompost kommen?

Wird der Nadelbaum kompostiert, tritt noch ein weiteres Problem auf: Wie verhindert man, dass Haustiere oder Kinder an das giftige Schnittgut gelangen und beispielsweise von den leuchtend roten Beeren probieren? In diesem Fall hilft nur, den Kompost nicht offen aufzubewahren. Stattdessen verschließen Sie ihn gut, beispielsweise in einem rundherum verschlossenen Schnellkomposter. Dies hat zudem den Vorteil, dass die Eibenreste schneller verrotten.

Tipp

Eibenholz verwenden

Das rötliche Eibenholz ist hart und zugleich sehr elastisch. In früheren Zeiten wurde es gern zum Bauen von Bögen und Musikinstrumenten genutzt, heute setzt man es vor allem für hochwertige Möbel ein. Haben Sie etwa eine größere Eibe gefällt? Dann können Sie ihr Holz trocknen und verwenden, beispielsweise für Bastel- oder Tischlerarbeiten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Bronwyn Photo/Shutterstock