Chili Krankheiten Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge zeitig erkennen und behandeln

Chilis verlangen im Anbau dem Gärtner nicht viel ab. Leider sorgen Krankheiten und Schädlinge immer wieder einmal für Missmut. Sind die Symptome geläufig, steht ein ganzes Arsenal an Bekämpfungsmitteln für die sofortige Gegenwehr bereit.

Die wichtigsten Krankheiten – Diagnose und Bekämpfung

Echter Mehltau

Der Schlauchpilz nutzt vorzugsweise Blattverletzungen durch Läuse als Zugang zur Pflanze. Im Beet, im Gewächshaus und im Zimmer erscheint ein mehliger Belag auf den Blattoberseiten.

  • Räume ausreichend lüften
  • infizierte Pflanzenteile entfernen
  • einsprühen mit einer Milch-Wasser-Spiritus-Lösung

Falscher Mehltau

Die Pilzsporen dringen tief in die Pflanzen ein. Auf den Blattunterseiten verursachen sie einen gräulichen Überzug. Gelb-braune Flecken breiten sich aus und gefährden die Chilipflanze.

  • auf einen ausreichenden Pflanzabstand achten
  • niemals Überkopf gießen
  • düngen mit Kupferkalk

Verticillium-Welke

Diese Pilze treiben bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius ihr Unwesen. Der Saftfluss wird gestoppt, die Pflanzenteile welken und sterben ab.

  • auf einen warmen, luftumspülten Standort achten
  • Trockenstress vermeiden durch regelmäßiges Gießen
  • nicht Stickstoff-betont düngen

Blattläuse – die Hauptdarsteller unter den Schädlingen

Läuse gelten als größte Heimsuchung im Hobbygarten. Allen voran die allgegenwärtigen Blattläuse. Sie stechen das Gewebe an und saugen Chilis das Leben aus. Zu allem Übel sind sie fähig zur Jungfernzeugung. Das Resultat ist eine explosionsartige Vermehrung.

Versäumnisse in der Pflege ebnen Läusen den Weg. Ist der Standort schlecht durchlüftet, zu kalt und dunkel, fördert dies die Ausbreitung. Zudem fühlen Läuse sich auf dauerfeuchten Blättern pudelwohl. Kommt eine unangemessene Wasser- und Nährstoffversorgung hinzu, ist die Katastrophe vorprogrammiert.
Da chemische Präparate an Nutzpflanzen nichts zu suchen haben, sind bewährte Hausmittel gefragt:

  • Schmierseifenlösung
  • Milch-Wasser-Mixtur
  • Brennnessel-Brühe

Empfehlenswert ist die Verwendung von Urgesteinsmehl. Auf den taunassen Blättern mit einer Puderspritze ausgebracht, ist nach wenigen Wochen der Spuk meist vorbei.

Die häufigsten Schädlinge – Diagnose und Abwehr

Spinnmilben

Milben saugen ebenfalls den Pflanzensaft aus. Die Chili wird stark geschwächt und stirbt ab.

  • wiederholte Spritzungen mit Brennnesseljauche sorgen für Abhilfe
  • Nützlinge ausbringen, wie Florfliegenlarven, Marienkäfer oder Schwebfliegen
  • hinter Glas Neem-Präparate oder Rapsöl-Mittel anwenden

Trauermücken

Es sind die 1-2 mm kleinen Larven, die den Pflanzen Schaden zufügen. Sie fressen am liebsten zarte Wurzeln und Keimlinge.

  • Chili möglichst durch den Untersetzer wässern
  • die Erde mit Knoblauchwasser besprühen
  • starken Befall mit Nematoden bekämpfen

Schnecken

Im Freiland und auf dem Balkon lauern sie in Scharen. Gefräßige Nacktschnecken vertilgen die Blätter und rauben den Pflanzen die Lebenskraft.

  • frühmorgens die kältestarren Tiere absammeln
  • im Beet Wanderschranken anlegen
  • um Kübel einen Ring aus Kaffeemehl anlegen

Tipps & Tricks

Im biologischen Pflanzenschutz ist häufig die Rede von einer effektiven Schmierseifen-Lösung, die zahlreichen Krankheiten und Schädlingen den Garaus bereitet. So stellen Sie den Mix her: 1 Liter Wasser, 15 ml reine Kernseife und 15 ml Spiritus gut vermischen und wiederholt anwenden, bis die Plage beendet ist. Stets auch die Blattunterseiten behandeln.

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