Canna vorziehen – Antworten auf wichtige Fragen

Canna braucht einige Zeit, bis sie blüht. Um nicht bis in den Sommer hinein auf ihre Blüten warten zu müssen, ist das Ziehen der Samen Zuhause der Direktaussaat im Freiland vorzuziehen. Doch wie geht das und welche weiteren Gründe sprechen für das Vorziehen?

Canna auspflanzen
Vorgezogene Cannas können ab Mai ausgepflanzt werden

Warum sollte man das Blumenrohr vorziehen?

Der Hauptgrund ist die schneller einsetzende Blüte . Weiterhin sind es folgende Aspekte:

  • Samen keimen aufgrund ihrer harten Schale schwer
  • Samen brauchen günstige Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit, um keimen zu können
  • Keimzeit kann ohne Vorziehen mehrere Monate dauern

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Welcher ist der beste Zeitpunkt?

Die Samen vom Blumenrohr sollten am besten gleich nach dem Ausreifen zum Keimen angesetzt werden. Das ist im Spätherbst der Fall. Spätestens zu Jahresbeginn bzw. Anfang Februar sollten sie Zuhause gesät werden. Ansonsten kann im selben Jahr keine Blüte erzielt werden.

Wie wird das Vorziehen von Anfang bis Ende durchgeführt?

Bevor Sie zur Tat der Aussaat schreiten, sollten Sie folgenden Tipp beherzigen. Schleifen oder feilen Sie die Samen an. Dazu kann beispielsweise eine Nagelfeile benutzt werden.

An der Stelle, an der an den Samen eine Einsenkung erkennbar ist, sollte sie schwarze Schale abgerieben werden. Doch entfernen Sie nicht zu viel. Sobald die weiße Schicht sichtbar ist, sollten Sie mit dem Feilen/Schleifen aufhören.

Quellen lassen und säen

Der nächste Schritt ist das Quellenlassen der Samen. Dazu werden die angeschliffenen Samen in warmes Wasser gelegt. Es genügt, die Samen ein bis zwei Tage lang im Wasser zu belassen.

Danach können die Samen gesät werden. Sie werden 2 cm tief in eine nährstoffarme Erde gesät. Zum Anwachsen ist es ratsam, die Anzuchttöpfe (20,89€ bei Amazon*) an einen warmen und hellen Platz zu stellen.

Ausquartieren ab Mai

Ab Mai kann Canna ins Freiland gepflanzt werden. Der Standort sollte sonnig und geschützt sein. Als Erde sollte ein vorgedüngtes, humoses und gern lehmiges Substrat mit einem pH-Wert zwischen 5 und 6 gewählt werden.

Tipps

Achtung: Wenn die Anzuchttöpfe in Heizungsnähe stehen, sollte die Erde alltäglich der Fingerprobe unterzogen werden. Durch die Heizungsluft trocknet die Erde rasch aus. Das kann das Ende der angekeimten Samen bedeuten.

Text: Anika Gütt

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