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Canna Knollen überwintern: So gelingt es Ihnen problemlos

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Canna-Knollen sind nicht winterhart und müssen daher geschützt werden. Dieser Artikel stellt verschiedene Methoden zur Überwinterung von Canna-Knollen vor, von der Lagerung im Topf bis zur Überwinterung im Freiland.

Canna überwintern

Überwinterungsmethoden für Canna-Knollen

Um Canna-Knollen sicher durch den Winter zu bringen, gibt es verschiedene Methoden, die je nach regionalen Klimabedingungen und persönlichen Möglichkeiten gewählt werden können. Wichtig ist stets ein frostfreies Überwinterungsquartier.

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Überwinterung im Topf

Wenn Ihre Canna im Topf kultiviert wird, können Sie die Pflanze direkt im Topf überwintern lassen. Stellen Sie den Topf in einen kühlen, frostfreien Raum wie einen Keller, eine Garage oder einen unbeheizten Wintergarten. Achten Sie darauf, dass die Temperatur idealerweise bei 8 bis 10 Grad Celsius liegt. Während dieser Zeit benötigt die Pflanze nur minimale Wassergaben, um ein komplettes Austrocknen der Knollen zu verhindern.

Überwinterung im Freiland

In milden Klimaregionen kann es ausreichend sein, die Knollen im Freiland zu belassen. Schneiden Sie das abgestorbene Laub zurück und bedecken Sie die Pflanzstelle mit einer dicken Mulchschicht aus Materialien wie Laub, Stroh oder Reisig. Diese Schicht sollte etwa 10 bis 20 Zentimeter dick sein und schützt die Knollen vor Frost.

Überwinterung durch Ausgraben und Lagern

In kälteren Regionen mit stärkeren und längeren Frostperioden sollten die Canna-Knollen ausgegraben werden. Nach dem ersten leichten Frost schneiden Sie das Laub etwa 10 Zentimeter über den Knollen ab und graben diese vorsichtig mit einer Grabegabel aus. Säubern Sie die Knollen von grober Erde und lassen Sie sie einige Tage an einem luftigen, aber nicht frostigen Ort trocknen. Lagern Sie die Knollen dann in Kisten, die mit trockenem Material wie Sand, Sägespänen oder Torf gefüllt sind. Der Lagerraum sollte kühl, dunkel und frostfrei sein, bevorzugt bei Temperaturen um etwa 5 bis 10 Grad Celsius. Kontrollieren Sie die Knollen regelmäßig und befeuchten Sie das Lagerungsmaterial leicht, um ein Austrocknen zu verhindern.

Durch diese Maßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihre Canna-Knollen den Winter unbeschadet überstehen und im Frühjahr kräftig austreiben.

Vorbereiten der Canna-Knollen für die Überwinterung

Um Canna-Knollen erfolgreich zu überwintern, ist eine sorgfältige Vorbereitung erforderlich:

  1. Zeitpunkt des Rückschnitts: Sobald die Nachttemperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, sollten Sie die Canna-Pflanzen vorbereiten. Schneiden Sie alle Blätter und Stängel etwa 10 bis 20 Zentimeter über dem Boden zurück. Das entfernt abgestorbene Teile, die Krankheiten begünstigen könnten, und hilft der Pflanze, sich auf die Überwinterung zu konzentrieren.
  2. Ausgraben der Knollen: Graben Sie die Knollen vorsichtig mit einer Grabegabel oder einem Spaten aus. Achten Sie darauf, die Rhizome nicht zu beschädigen. Schütteln Sie die Erde leicht ab, um groben Schmutz zu entfernen.
  3. Reinigung: Nach dem Ausgraben ist es ratsam, die Rhizome zu reinigen. Klopfen Sie überschüssige Erde vorsichtig ab und entfernen Sie beschädigte Wurzeln mit einem scharfen Messer. Benutzen Sie gegebenenfalls Wasser, um die restliche Erde abzuwaschen.
  4. Trocknen: Lassen Sie die Knollen an einem luftigen, schattigen Ort für einige Tage trocknen. Dies verhindert eine Schimmelbildung während der Lagerung und bereitet die Knollen für die Ruhephase vor.
  5. Lagerung: Lagern Sie die getrockneten Knollen in Kisten, die mit trockenem Material wie Sand, Sägespänen oder Torf gefüllt sind. Stellen Sie die Kisten an einem kühlen, dunklen und frostfreien Ort bei Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Überprüfen Sie die Knollen regelmäßig und befeuchten Sie das Lagerungsmaterial leicht, um Austrocknung zu verhindern.

Vorziehen von Canna-Knollen

Um Ihren Cannas einen frühzeitigen Start zu ermöglichen, können Sie die Knollen ab März vortreiben. Damit sich die Pflanzen optimal entwickeln, folgen Sie diesen Schritten:

  1. Vorbereitung der Töpfe: Füllen Sie ausreichend große Töpfe mit nährstoffreicher Pflanzerde. Stellen Sie sicher, dass das Substrat gut durchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden.
  2. Pflanzen der Knollen: Setzen Sie jede Canna-Knolle etwa 5 bis 7 Zentimeter tief in den Topf. Achten Sie darauf, dass der Vegetationspunkt (das Auge der Knolle) nach oben zeigt.
  3. Standortwahl: Platzieren Sie die Töpfe an einem warmen, hellen Ort. Ideal ist ein Platz mit Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad Celsius sowie viel Licht, etwa ein Fensterbrett oder ein beheiztes Gewächshaus.
  4. Gießen: Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Gießen Sie, sobald die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist. Vermeiden Sie Staunässe, um Fäulnis der Knollen zu verhindern.
  5. Kontrolle des Wachstums: Decken Sie die Töpfe gegebenenfalls mit Klarsichtfolie ab, um ein feuchtes Mikroklima zu schaffen, das den Austrieb fördert. Entfernen Sie die Folie regelmäßig zum Lüften und sobald die ersten Triebe sichtbar werden.

Die vorgezogenen Cannas können nach den letzten Frösten im Mai in den Garten oder Kübel ausgepflanzt werden. So haben Sie kräftige Pflanzen, die früher blühen und Ihnen den Sommer über viel Freude bereiten werden.

Bilder: Perytskyy / iStockphoto