Canna: Was sollte man über die Knollen wissen?

Unscheinbar sehen sie aus mit ihrer weißen, gelblichen oder sandartigen Farbe - die Rhizome vom Blumenrohr. Doch sie sind das Kraftwerk dieser Tropenpflanze und bildet die Basis ihrer Gesundheit. Gute Gründe, um sich genauer mit ihnen zu befassen...

Canna Knollen

Wann und wie werden sie gepflanzt?

Es sind keine Zwiebeln so wie bei vielen anderen Stauden, sondern Knollen. Sie werden im Gegensatz zu den im Handel erhältlichen, vorgezogenen Cannapflanzen Mitte Mai in den Garten gepflanzt.

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Die Rhizome werden mit dem Auge nach oben eingepflanzt . Das Auge ist eine rosafarbene, länglich-zugespitzte Stelle, die deutlich zu erkennen ist. Die Knollen werden mindestens 5 cm tief in die Erde eingegraben.

Im Herbst ausgraben und auf’s Überwintern vorbereiten

Wenn die Blütezeit vorüber ist, rückt der Herbst heran und mit ihm die Zeit für das Überwintern. Wenn Canna im Freiland beispielsweise im Gartenbeet steht, sollten ihre Knollen ausgegraben werden. Doch Achtung: Die Knollen sollten nicht ausgegraben werden, bevor sich die Blätter der Pflanze braun verfärbt haben. Sie ziehen wichtige Nährstoffe aus den Blättern, die sie im kommenden Jahr brauchen.

So geht’s:

  • Canna bis zum Erdboden zurückschneiden
  • mit Spaten in einem großzügigen Abstand rund um die Pflanze einstechen
  • die Knollen herausnehmen
  • ggf. von restlicher Erde befreien (beispielsweise mit einer Bürste)

Die Knollen überwintern

Nachdem die Knollen gesäubert sind, können sie in ihr Winterquartier zum Überwintern verfrachtet werden. Folgendes ist zu beachten:

  • kühler Raum mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C (Keller, Garage,…)
  • Knollen in Sand oder Erde stecken
  • Erde nicht gießen
  • Knollen sollten nicht austrocknen; ggf. ab und zu leicht mit Wasser besprühen

Ab wann und wie kann man die Knollen vortreiben?

Die Knollen können bereits ab Januar/Februar vorgetrieben werden. Dazu werden sie in Erde gesteckt und an einen warmen Platz beispielsweise in Heizungsnähe gestellt. Gelegentlich sollte die Erde leicht befeuchtet werden. Nach ein bis zwei Wochen sind die ersten Triebe sichtbar.

Tipps & Tricks

Wenn Sie zu viele Knollen übrig haben, können Sie einmal ihre kulinarische Seite kennenlernen. Sie sind essbar und sollten für den Verzehr aufgrund ihrer vielen Faserstoffe lange gekocht werden.

Text: Anika Gütt

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