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Buchsbaum vertrocknet: Ursachen & Gegenmaßnahmen

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Der Buchsbaum, bekannt für seine Robustheit und Vielseitigkeit, kann dennoch anfällig für Krankheiten und Schädlinge sein. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Einblick in die häufigsten Ursachen für ein Vertrocknen des Buchsbaums, von Pflegefehlern bis hin zu Pilzerkrankungen und Schädlingsbefall.

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Nicht immer ist ein vertrockneter Buchsbaum noch zu retten

Pflegefehler: Ursachen erkennen und beheben

Verschiedene Pflegefehler können dazu führen, dass Ihr Buchsbaum vertrocknet. Achten Sie daher auf folgende Aspekte:

  • Wasserhaushalt: Sowohl Wassermangel als auch Staunässe schaden dem Buchsbaum. Während Trockenheit, insbesondere in Kombination mit Frost oder intensiver Sonneneinstrahlung, zu Trockenschäden führt, kann Staunässe die Wurzeln schädigen und Wurzelfäule verursachen. Sorgen Sie für einen gut drainierten Boden und eine gleichmäßige Wasserversorgung, die den aktuellen Witterungsbedingungen angepasst ist.
  • Nährstoffversorgung: Versorgen Sie Ihren Buchsbaum von April bis September regelmäßig mit einem speziellen Buchsbaumdünger. Achten Sie dabei auf die richtige Dosierung, um sowohl Mangelerscheinungen als auch Schäden durch Überdüngung zu vermeiden. Bronzefarbene Blätter können beispielsweise auf einen Stickstoffmangel hinweisen.
  • Standort und Substrat: Der richtige Standort und ein geeignetes Substrat sind entscheidend für die Gesundheit Ihres Buchsbaums. Achten Sie auf ausreichend Abstand zu anderen Pflanzen, vermeiden Sie hartes Gießwasser und wählen Sie einen Dünger, der auf die Standortbedingungen abgestimmt ist. Berücksichtigen Sie die Ansprüche des Buchsbaums bereits bei der Pflanzung.
  • Schutz vor Frost und Sonne: An sonnigen Standorten ist der Wasserbedarf des Buchsbaums im Winter erhöht. Sorgen Sie bei Frost für ausreichenden Schutz, um Trockenschäden vorzubeugen. Auch Sonnenbrand, der bei plötzlicher starker Sonneneinstrahlung auftreten kann, sollten Sie vermeiden.

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Schädlinge: Befall erkennen und bekämpfen

  • Buchsbaumspinnmilbe: Feine, gelbliche Streifen und Flecken auf den Blättern können auf einen Befall mit der Buchsbaumspinnmilbe hindeuten. Unbehandelt verfärben sich die Blätter bronzefarben, vertrocknen und fallen schließlich ab. Setzen Sie im Frühjahr spezielle Mittel gegen Spinnmilben ein oder fördern Sie die Ansiedlung von Raubmilben als natürliche Gegenspieler.
  • Buchsbaumgallmücke: Ähnlich wie bei der Spinnmilbe äußert sich ein Befall mit der Buchsbaumgallmücke zunächst durch gelbliche Flecken auf den Blättern. Untersuchen Sie die Blattunterseiten auf blasenartige Aufwölbungen. Einzelne befallene Blätter können Sie im Frühjahr entfernen. Bei stärkerem Befall empfiehlt sich ein Rückschnitt des Buchsbaums.

Pilzerkrankungen: Symptome und Gegenmaßnahmen

  • Triebsterben (Buchsbaumpilz): Dunkelbraune Flecken und weiße Sporenlager auf den Blättern sind typische Anzeichen für das Triebsterben, ausgelöst durch den Pilz Cylindrocladium buxicola. Schneiden Sie betroffene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurück und entsorgen Sie Schnittgut und Laub im Restmüll. Auch das Abtragen der obersten Bodenschicht kann sinnvoll sein.
  • Buchsbaumwelke: Die Buchsbaumwelke, verursacht durch Fusarium buxicola, betrifft vor allem ältere Exemplare. Symptome sind welke, ledrig weiche Blätter mit dunkelbraunen Sporenlagern. Gehen Sie wie beim Triebsterben vor.
  • Buchsbaumkrebs: Verursacht durch Volutella buxi, zeigt sich der Buchsbaumkrebs durch verdrehte, anliegende und sich verfärbende Blätter sowie rosafarbene Pusteln. Auch hier hilft ein umfassender Rückschnitt bis ins gesunde Gewebe sowie die Entsorgung erkrankter Pflanzenteile und des Falllaubs im Restmüll.
  • Buchsbaumrost: Der Pilz Puccinia buxi befällt vorrangig ältere und geschwächte Pflanzen und verursacht rostbraune Sporenlager auf den Blättern. Schneiden Sie befallene Triebe ab und entsorgen Sie diese. Bei starkem Befall kann der Einsatz eines Fungizids erforderlich sein.
Bilder: Miroslav Lukic / Shutterstock