buchsbaum-im-topf
Buchsbaum kommt auch mit praller Sonne zurecht

Optimale Pflege für einen Buchsbaum im Topf

Buchsbaum in seinen verschiedenen Arten und Sorten gehört zu den beliebtesten Gehölzen im Garten. Im Kübel kultiviert, macht er jedoch auch auf dem Balkon oder der Terrasse eine gute Figur - vor allem, wenn er in interessante Formen geschnitten wird und so einen spannenden, immergrünen Kontrast zu Blumen und anderen Blütenpflanzen bildet.

Standort

Zwar kommt der Buchsbaum auch in der vollen Sonne gut zurecht, sofern der Standort nicht allzu warm und geschützt ist, bevorzugt jedoch den lichten Halbschatten. An einem vollsonnigen Platz sind gerade an heißen Tagen Trockenschäden oder gar Verbrennungen keine Seltenheit. Soll der Buchs dennoch in die Sonne, gewöhnen Sie ihn langsam daran und stellen Sie ihn nicht sofort nach dem Erwerb dorthin.

Substrat und Topf

Für gewöhnlich genügt ein herkömmliches Substrat für Grünpflanzen, welches Sie in einen ausreichend großen und tiefen Topf füllen sollten. Buchsbaum hat sehr empfindliche Wurzeln, die rasch auf Störungen reagieren, zudem breiten sie sich sowohl in der Breite als auch in der Tiefe aus und verzweigen dabei sehr stark. Grundsätzlich gehört der Buchsbaum zu den Flachwurzlern, d. h. der Kübel sollte etwa um ein Drittel breiter als der Wurzelballen sein.

Umtopfen

In der Regel haben die Wurzeln den Topf innerhalb von zwei bis drei Jahren vollständig durchdrungen und die vorhandene Erde aufgebraucht. Nun ist es Zeit fürs Umtopfen, damit die Wurzeln weiterhin genug Nährstoffe und Feuchtigkeit aufnehmen können. Der beste Zeitpunkt für diese Maßnahme ist das Frühjahr, vielleicht direkt nach dem ersten Rückschnitt. Nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde in dieser Saison nicht mehr düngen!

Gießen und Düngen

Buchsbaum im Topf sollte etwa ein bis zwei Mal in der Woche kräftig gewässert werden, bei großer Hitze und in trockenen Phasen auch häufiger. Dabei ist eine gute Drainage Pflicht, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann und sich keine Staunässe bildet. Gießen Sie dabei niemals auf die Blätter, denn dies verursacht Pilzkrankheiten wie beispielsweise Mehltau. Zudem gehört Buchs zu den eher hungrigen Pflanzen und braucht daher eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Düngen Sie ihn regelmäßig, möglichst mit einem Flüssigdünger, zwischen April und Juni. Ab Juli wird die Nährstoffversorgung gestoppt, damit die frischen Triebe für den Winter aushärten können.

Überwintern

Grundsätzlich ist der Buchsbaum winterhart, braucht jedoch als Topfpflanze besondere Schutzvorkehrungen. Anderenfalls kommt es zu unschönen Frostschäden. Stellen Sie den Topf auf eine isolierende Unterlage (z. B. aus Holz oder Styropor) und rücken Sie ihn dicht an eine wärmende Hauswand. Hier sollte er im Schatten stehen, da intensive Sonnenstrahlung im Winter Schäden anrichten kann. Umhüllen Sie die Pflanze samt Topf gegebenenfalls locker mit einem Gartenvlies.

Krankheiten

Leider ist der Buchsbaum recht anfällig für diverse Krankheiten und Schädlinge wie etwa dem Triebsterben, der Welke, einem Befall durch Buchsbaumzünsler, Pflanzenläuse, Buchsbaumfloh oder Spinnmilben. Färben sich die Blätter braun oder gelb, steckt immer ein Problem dahinter.

Tipps

Buchsbaum liebt Kalk, weshalb Sie ihn problemlos mit normalem Leitungswasser gießen können.

Artikelbild: Luke Barnard/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. erster Schnitt Feigenbaum

    Hallo Gartenfreunde Ich habe seit letztem Sommer einen Feigenbaum in einem Topf (wobei man noch nicht wirklich von "Baum" sprechen kann:) ). Überwintert hat er im kühlen Treppenhaus und er gedeiht weiterhin prächtig. Nun stellen sich mir die Fragen, 'ob', 'wann' und 'wie' ich den das erste mal schneiden muss? Ich hab mal ein Bild mitgeschickt. Sollte ich den so belassen und er mach später selber Seitentriebe und ein Schnitt ist erst in ein paar Jahren notwendig? Oder muss ich den jetzt "köpfen"? Ich habe im Netz viel über das Schneiden von Feigenbäumen gefunden. Jedoch nicht, wann und wie diese []

  2. Moos kontra magere Blumenwiese als Bienenweide

    Hallo Leute, ihr schreibt, dass Moos auf schattigen und mageren Böden gut gedeiht. Diese Magerkeit brauche ich aber gerade für die Wildblumen, die auch magere Böden bevorzugen. Habe extra Rasenziegel abgetragen und Sand eingestreut. Und nun ist alles bedeckt mit Moos. Was soll ich tun? Ich muss dazu sagen, dass in den ersten 2 Jahren die Bienenweide wunderbar bunt vielfältig geblüht hat. Und jetzt nur noch Moos!

  3. Pilze im Haus (Keller) züchten ... Myzelvermehrung

    Hallo an alle Pilzfreunde! (Stachelbär, ich weiß inzwischen, Du bist nicht so der Pilzfan... hahaha) Folgender Sachverhalt: Habe im Januar Pilzmyzel gekauft um im Haus bzw. Keller meine eigenen Shitakes, Austernpilze und Kräuterseitlinge zu züchten bzw. vielmehr einfach wachsen zu lassen. Funktioniert super! (Pilzgerichte hängen uns schon zum Halse raus- haha) Hab alle Regeln des Myzel-Produzentens befolgt und die geimpften Ballen bei 11-13 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 75-90 Prozent gehalten, alle paar Tage mit Duschkopf abgebraust. Anbei ein Foto vom Kräuterseitling in der 3ten Wachtumsphase der Fruchtkörper. (heute aufgenommen) Laut Myzel-Züchter ist der Ballen, der die Nährstoffe liefert, []

  4. Heckenpflanzen

    Hallo, ich habe jetzt ein Haus mit Garten und möchte diesen neu gestalten. Derzeit stehen hier ganz viele Nadelgehölze. Ich möchte einige der Heckenpflanzen entfernen und das Ganze durch insekten- und vogelfreundliche Sträucher ersetzen. Gerade am Rand des Gartens möchte ich eine bunte Strauchreihe haben. Allerdings habe ich nicht sehr viel Platz. Ich mag Schlehe und Holunder sehr gern, aber diese wuchern leider sehr stark. Hat jemand eine Idee, welche Sträucher ich nehmen könnte? Ich habe schon an Sommerflieder gedacht. Danke im Voraus für eure Ratschläge.

  5. Basilikum MEHRJÄHRIGE Kultur (Hochstämmchen ziehen?)

    Hallo Ihr lieben Garten-Freunde! So, heute möchte ich mein mehrjähriges Basilikum-Saatgut aussähen. Nun habe ich mich ja über die Wintermonate schon etwas "schlau" gemacht. Der "Rote Genoveser" ist mein Saatgut und mehrjährig kultivierbar. (angeblich sind das alle rotgefärbten Sorten und z.T Kreuzungen davon) MEINE FRAGE an Euch: Kann man WIRKLICH ein Hochstämmchen aus Basilikum ziehen? (das habe ich nun schon öfters gehört, aber niemanden mit persönlichen Erfahrungen getroffen) gewönliches Küchen-Basilikum soll ja immer am obersten Trieb gekappt werden, damit es sich bestenfalls schön verzweigt und nicht gleich verreckt. Gegenteilig davon, zur Hochstämmchenkultur soll man alle Seitentriebe abzwicken. Meine persönliche Erfahrung []