Pflanzenporträt im Oktober: Die Gerbera

Die Gerbera zählt zu den beliebtesten Vasen- und Zimmerpflanzen. Doch auch im Freiland lässt sich die Dauerblüherin während der Sommermonate kultivieren. Allerdings verträgt sie die rauen Winter in unseren Breiten nicht gut und muss im Haus überwintert werden. Im nachfolgenden Artikel möchten wir Ihnen die beliebte Gerbera näher vorstellen und geben Ihnen wertvolle Pflegetipps.

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Die Gerbera blüht in vielen verschiedenen Farben

Pflanzensteckbrief:

  • Botanischer Name: Gerbera
  • Ordnung: Asternartige (Asterales)
  • Familie: Korbblütengewächse
  • Gattung: Gerbera
  • Wuchs: Aufrecht, rosettenbildend. Die Blüten sitzen auf langen, blattlosen Stielen
  • Wuchshöhe: 40 bis 80 Zentimeter
  • Hauptblütezeit: April bis September
  • Blatt: Einfach gezähnt
  • Blüte: Gefüllt, halbgefüllt oder ungefüllt
  • Blütenform: Körbchenförmige Blütenstände
  • Blütenfarbe: Es gibt einfarbige und mehrfarbige Blüten. Die beliebtesten Farben sind weiß, rosa, orange, gelb, rot und lachs.

Besondere Eigenschaften:

Insbesondere die mehrfarbigen Züchtungen stellen einen wunderschönen Blickfang auf dem Balkon oder im Blumenbeet dar. Als Vasenblume erweist sich die Gerbera als ausgesprochen langlebig.

Herkunft

In der Natur wachsen etwa dreißig verschiedene Gerbera-Arten. Die farbenfrohe Blume stammt ursprünglich aus Südafrika, Asien, Südamerika und Tasmanien. Bei fast allen in unseren Breiten erhältlichen Sorten handelt es sich um Hybriden.

Standort und Pflege

Entsprechend Ihrer tropischen Heimat liebt die Gerbera einen vollsonnigen, warmen Platz. Recht empfindlich reagiert die keine Sonnenanbeterin auf Zugluft, diese sollte unbedingt vermieden werden.

Boden

Die Gerbera bevorzugt ein lockeres, sandiges Substrat, das sehr gut wasserdurchlässig sein sollte. Vermischen Sie deshalb handelsübliche Blumenerde mit Sand und geben Sie eine Drainageschicht aus Blähton in das Pflanzloch oder als unterste Schicht in den Blumentopf.

Gießen und Düngen

Die Gerbera mag es feucht, allerdings sollte Staunässe vermieden werden. Geben Sie das Wasser stets auf die Erde und nicht auf die Blattrosette, da die Gerbera sonst zu faulen beginnen könnte. Alternativ können Sie die Pflanze auch über den Untersetzer wässern. Schütten Sie Flüssigkeit, die nicht innerhalb von einer halben Stunde aufgesogen wurde, unbedingt weg.

Gedüngt wird während der Blütezeit einmal wöchentlich mit einem handelsüblichen Flüssigdünger, den Sie dem Gießwasser beigeben.

Sehr dankbar ist die Gerbera, wenn Sie das Laub gelegentlich mit kalkarmem Wasser einsprühen und dadurch die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Dies dient zudem der Vorbeugung gegen Spinnmilben und andere saugende Schädlinge.

Überwintern

Die Gerbera ist frostempfindlich und sollte, noch bevor die ersten Nachtfröste drohen, ins Haus geholt werden. Im Freiland kultivierte Pflanzen graben Sie aus und setzen diese in einen Topf, den Sie an einen hellen Platz stellen. Die Temperatur im Winterquartier sollte zwischen 12 und 15 Grad liegen. Gegossen wird nur dann, wenn sich der Wurzelballen trocken anfühlt.

Krankheiten und Schädlinge

Werden obige Pflegetipps beachtet, erweist sich die Gerbera als sehr dankbares und robustes Blühwunder. Auftreten können:

  • Gerberafäule
  • Grauschimmel
  • Spinnmilben
  • Weiße Fliege
  • Blattläuse.

Gerberafäule und Schimmelbildung können Sie durch richtige Pflege vorbeugen. Schädlinge lassen sich mit Hausmitteln oder einem Präparat aus dem Fachhandel behandeln.

Tipps

Die Gerbera gilt als hervorragendes Mittel gegen Schadstoffe in der Zimmerluft. An den Wurzeln der kleinen Blühwunder finden sich Bakterien, die für diesen Effekt verantwortlich sind. Ein Grund mehr, den attraktiven Pflanzen ganzjährig einen Platz auf der Fensterbank zu geben.

Text: Michaela Kaiser
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