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Gerbera im Topf verblüht: So fördern Sie neue Blüten

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Verblühte Gerbera im Topf sind kein Grund zur Sorge. Oft ist dies ein natürlicher Prozess, der der Pflanze eine Ruhephase ermöglicht. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für das Verblühen und erklärt die richtige Pflege während und nach der Blütezeit.

Gerbera im Topf verblüht

Ursachen für Verblühen

Gerbera blühen nicht das ganze Jahr über. Nach einer Blütephase benötigt die Pflanze eine Ruhephase, um sich zu regenerieren. Mögliche Ursachen für das Verblühen sind:

  • Natürlicher Blütenzyklus: Es ist normal, dass Gerbera nach einer Blütephase verblühen und eine Ruhepause benötigen.
  • Pflegefehler: Zu viel oder zu wenig Wasser, falscher Standort oder Nährstoffmangel können das Verblühen verursachen.
  • Schädlings- und Krankheitsbefall: Schädlinge wie Thripse, Spinnmilben und Weiße Fliegen oder Krankheiten wie Echter Mehltau und Gerberafäule beeinträchtigen die Blüte.

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Diese Ruhephase ist entscheidend, damit die Gerbera neue Kraft für die nächste Blüte sammeln kann.

Maßnahmen nach dem Verblühen

Nach dem Verblühen sollten die verblühten Blütenstände entfernt werden, um die Pflanze zu entlasten und die Bildung neuer Blüten zu fördern. Schneiden Sie die Blütenstände vorsichtig mit einem scharfen Messer oder einer sauberen Schere ab, um den Stängel nicht zu beschädigen. Lassen Sie die Pflanze anschließend ruhen und gießen Sie sie mäßig, damit sie sich erholen kann.

Pflege während der Ruhephase

Während der Ruhephase benötigt die Gerbera weniger Wasser und keinen Dünger. Reduzieren Sie das Gießintervall auf etwa alle 14 Tage. Gießen Sie sparsam, um eine gute Regeneration zu ermöglichen. Die ideale Temperatur für die Ruhephase liegt zwischen 8 und 12 °C. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen, aber kühlen Ort.

Überwinterung

Gerbera sind nicht winterhart und müssen daher im Winter vor Frost geschützt werden. Ein kühler, frostfreier Ort ist ideal. Geeignete Orte sind:

  • Helle Kellerräume
  • Unbeheizte Schlafzimmer

Auch hier sollte die Temperatur zwischen 8 und 12 °C liegen. Gießen Sie die Gerbera während der Überwinterung nur etwa alle 14 Tage sparsam.

Anzeichen für Pflegefehler

Zeigt Ihre Gerbera zusätzlich zu Verblühen auch andere Symptome wie gelbe Blätter oder welke Blüten, könnte dies auf Pflegefehler hindeuten. Häufige Pflegefehler sind:

  • Zu viel oder zu wenig Wasser: Gerbera mögen feuchte, aber durchlässige Böden. Staunässe führt zu Wurzelfäule, während Trockenheit die Pflanze welken lässt.
  • Falscher Standort: Gerbera bevorzugen einen hellen, aber nicht zu heißen Platz. Vermeiden Sie direkte Mittagssonne.
  • Nährstoffmangel: Während der Wachstums- und Blütezeit benötigen Gerbera regelmäßige Düngergaben. Ein Mangel äußert sich durch blasse oder gelbe Blätter.

Schädlinge und Krankheiten

Gerbera können von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Häufige Schädlinge sind Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen und Thripse. Zu den häufigsten Krankheiten gehören Echter Mehltau und die Gerberafäule.

Blattläuse

Blattläuse sind kleine, grüne oder schwarze Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren. Sie verursachen gekräuselte Blätter und beeinträchtigen das Wachstum der Pflanze. Nützlinge oder biologische Präparate helfen bei der Bekämpfung.

Spinnmilben

Spinnmilben sind winzige Spinnentiere, die auf der Blattunterseite leben. Sie verursachen gelbe Flecken und ein feines Gespinst auf den Blättern. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und besprühen Sie die Pflanze mit Wasser zur Vorbeugung.

Weiße Fliegen

Weiße Fliegen sind kleine, weiße Insekten, die Larven auf der Blattunterseite ablegen. Sie schwächen die Pflanze durch das Saugen von Pflanzensaft. Gelbtafeln oder biologische Insektizide können die Population kontrollieren.

Thripse

Thripse sind längliche, gestreifte Insekten, die oft auf Blättern und in Blüten zu finden sind. Sie verursachen Flecken und Deformationen an den Pflanzen. Eine Mischung aus milder Kernseife und Wasser kann sie wirkungsvoll bekämpfen.

Echter Mehltau

Echter Mehltau zeigt sich als weißer, mehlartiger Belag auf den Blättern. Er kann die Assimilation der Pflanze stark beeinträchtigen. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile und behandeln Sie die Pflanze mit einem geeigneten Fungizid.

Gerberafäule

Die Gerberafäule ist eine Pilzkrankheit, die durch Staunässe und Überdüngung begünstigt wird. Betroffene Pflanzen zeigen fahlgrüne bis graubraune Blattverfärbungen und beginnen von den Wurzeln her zu faulen. Betroffene Pflanzen müssen meist entsorgt werden.

Vorbeugung von Schädlingen und Krankheiten

Regelmäßige Kontrolle und richtige Pflege der Gerbera sind entscheidend für die Vorbeugung von Schädlingen und Krankheiten. Platzieren Sie die Pflanze an einem hellen Standort, sorgen Sie für gleichmäßige Feuchtigkeit der Erde und vermeiden Sie Staunässe. Düngen Sie während der Blütezeit ausreichend.

Zusätzliche Maßnahmen zur Vorbeugung umfassen die regelmäßige Entfernung abgestorbener Pflanzenteile, die Verwendung von desinfizierten Erdmischungen, die Belüftung von Gewächshäusern und den Einsatz von biologischen Schädlingsbekämpfungsmitteln bei Bedarf. Zeigen sich erste Anzeichen von Befall oder Krankheit, ergreifen Sie gezielte Maßnahmen wie den Einsatz spezifischer Insektizide oder Fungizide.