Basilikum

Basilikum-Vielfalt: Vermehrung im Garten ganz einfach

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Basilikum lässt sich auf vielfältige Weise vermehren, um den eigenen Kräutergarten zu erweitern. Dieser Artikel beleuchtet drei gängige Methoden: die Vermehrung durch Stecklinge, durch Teilung und durch Aussaat, jeweils mit detaillierter Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Basilikum vermehren

Basilikum Vermehrung durch Stecklinge

Eine der effektivsten Methoden, um Basilikum zu vermehren, ist die Nutzung von Stecklingen. Diese Technik erlaubt eine einfache und schnelle Vermehrung Ihrer Pflanze mit wenigen Handgriffen.

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Auswahl geeigneter Triebe

Wählen Sie junge, nicht verholzte Triebe aus, die mindestens 10 Zentimeter lang sind. Die Triebe sollten kräftig sein und noch keine Blütenansätze gebildet haben, da Blüten die Wurzelbildung beeinträchtigen können.

Stecklinge schneiden

Schneiden Sie die Triebe mit einem desinfizierten, scharfen Messer oder einer Gartenschere knapp unterhalb eines Blattknotens ab. Verwenden Sie Alkohol zur Desinfektion des Werkzeugs, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.

Untere Blätter entfernen

Entfernen Sie die Blätter im unteren Drittel des Stecklings. Dies reduziert die Verdunstungsfläche und lenkt die Energie des Stecklings auf die Wurzelbildung.

Bewurzelung im Wasser

Stellen Sie die vorbereiteten Stecklinge in ein Glas Wasser. Wechseln Sie das Wasser täglich, um Fäulnis vorzubeugen. Platzieren Sie das Glas an einem warmen, jedoch nicht direkt sonnigen Ort.

Einpflanzen der bewurzelten Stecklinge

Nach etwa 7 bis 10 Tagen sollten sich erste Wurzeln gebildet haben. Pflanzen Sie die bewurzelten Stecklinge vorsichtig in Töpfe mit magerer Anzuchterde oder Kräutererde. Achten Sie darauf, dass die Erde feucht, aber keinesfalls nass ist.

Pflege der jungen Pflanzen

Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Platz, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, aber achten Sie darauf, Staunässe zu vermeiden. Sobald die Pflanzen kräftig genug sind, können Sie sie entweder in größere Töpfe oder ins Freiland umpflanzen.

Basilikum Vermehrung durch Teilung

Die Vermehrung von Basilikum durch Teilung ermöglicht die Aufteilung einer großen Pflanze in mehrere kleinere Einheiten, die sich optimal entwickeln können.

Vorbereitung

Bereiten Sie die neuen Töpfe vor. Wählen Sie Töpfe mit Abzugslöchern, um Staunässe zu vermeiden, und bedecken Sie die Abzugslöcher mit Tonscherben. Füllen Sie eine Schicht Blähton zur verbesserten Drainage ein und legen Sie ein Gärtnervlies darauf, um zu verhindern, dass Erde in die Drainageschicht gelangt. Füllen Sie die Töpfe zu etwa einem Drittel mit Anzucht- oder Kräutererde.

Pflanze aus dem Topf nehmen

Lösen Sie die Basilikumpflanze vorsichtig aus dem Topf, indem Sie den Topf leicht zusammendrücken, bis sich das Substrat von den Wänden löst. Ziehen Sie die Pflanze nicht am Stängel, um Schäden zu vermeiden.

Wurzelballen teilen

Teilen Sie den Wurzelballen vorsichtig in zwei bis vier gleich große Teile. Achten Sie darauf, dass jeder Teil ausreichend Wurzeln und mindestens einen Trieb besitzt. Verwenden Sie ein Messer, falls nötig, um den Ballen präzise zu teilen.

Einpflanzen der geteilten Pflanzen

Setzen Sie die geteilten Stücke in die vorbereiteten Töpfe ein. Stellen Sie sicher, dass der Wurzelballen mittig sitzt, und füllen Sie die Zwischenräume mit Erde auf. Drücken Sie die Erde leicht an, um Stabilität zu gewährleisten.

Pflege der geteilten Pflanzen

Platzieren Sie die Töpfe an einem hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Gießen Sie die Pflanzen gut an, aber vermeiden Sie Staunässe. Eine regelmäßige, aber sparsame Bewässerung fördert das Wachstum und verhindert Wurzelfäule. Sobald die Pflanzen kräftiger gewachsen sind, können sie in größere Töpfe oder ins Freiland umgesetzt werden.

Basilikum Vermehrung durch Aussaat

Die Vermehrung von Basilikum durch Aussaat erfordert zwar etwas mehr Geduld, ermöglicht es Ihnen jedoch, eine Vielzahl junger Pflanzen zu ziehen.

Aussaatzeitpunkt

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat von Basilikum ist das Frühjahr. Zwischen März und Mai können Sie die Samen auf der Fensterbank vorziehen oder ab Mitte Mai direkt ins Freiland säen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.

Aussaat in Töpfe

Füllen Sie einen Behälter mit Anzuchterde und drücken Sie die Samen leicht auf die Erdoberfläche, da Basilikum ein Lichtkeimer ist. Ein Abstand von etwa 0,5 cm zwischen den Samen ist ideal.

Bewässerung und Abdeckung

Besprühen Sie die Erde nach der Aussaat mit Wasser, um sie gleichmäßig feucht zu halten. Eine Abdeckung des Topfes mit Klarsichtfolie oder eine Platzierung in einem Mini-Gewächshaus sorgt für ein optimales Keimklima. Lüften Sie das Aussaatgefäß täglich, um Schimmelbildung zu verhindern.

Keimung

Stellen Sie das Gefäß an einen warmen, hellen Ort mit einer Temperatur von 20 bis 25°C. Die Keimung dauert in der Regel 10 bis 20 Tage. Achten Sie darauf, dass die Erde während dieser Zeit gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe entsteht.

Pikieren

Sobald die Keimlinge das erste echte Blattpaar entwickelt haben, können sie pikiert werden. Heben Sie die Sämlinge vorsichtig mit einem Pikierstab oder einem Löffel aus der Erde und pflanzen Sie diese in separate Töpfe mit Anzucht- oder Kräutererde um. Halten Sie dabei einen Abstand von etwa 5 bis 10 cm zwischen den Pflanzen ein, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben.

Durch die Beachtung dieser Schritte werden Sie gesunde und kräftige Basilikum-Pflanzen heranziehen, die Ihrem Garten oder Ihrer Küche lange Freude bereiten.

Bilder: mtreasure / iStockphoto