Einen Bambus als Windschutz nutzen – was ist zu beachten?

Irgendwann möchten Gärtner einfach mal zur Ruhe kommen und abschalten. Eine schöne Sitzecke, die mit Bambus umgrenzt ist, sieht nicht nur fantastisch aus, sondern erfüllt auch ihren Zweck als Wind- und Sichtschutz. Worauf sollte man dabei jedoch achten?

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Bambus schützt vor Wind und Blicken

Welche Bambusarten eignen sich als Wind- und Sichtschutz?

Grundsätzlich gibt es zwei Bambusarten, die sich besonders als Windschutz, aber auch als Sichtschutz im Garten eignen. Das ist zum einen Fargesia, auch bekannt unter dem Namen Schirmbambus. Zum anderen ist es der sogenannte Flachrohrbambus (Phyllostachys). Diese beiden Arten wachsen schnell und blickdicht. Sie können sie gezielt als Hecke pflanzen und erhalten innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten einen natürlichen, lockeren und asiatisch angehauchten Windschutz, der zugleich als Sichtschutz und Begrenzung zu anderen Grundstücken oder Bereichen dienen kann.

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Was ist beim Pflanzen von Phyllostachys zu beachten?

Phyllostachys sollte nicht einfach gedankenlos in den Garten gepflanzt werden. Diese Bambusart hat die Tücke, dass sie sich in Kürze sehr stark ausbreiten kann. Der Grund sind die unterirdischen Ausläufer. Daher sollten Sie, wenn Sie diese Art einpflanzen, unbedingt eine Rhizomsperre ausbringen. Das kann beispielsweise in Form von Rasenkantensteinen oder Beton geschehen.

Was macht Bambus als Wind- und Sichtschutz so besonders?

Im Gegensatz zu vielen bekannten heimischen Heckenpflanzen ist der Bambus ganzjährig grün. Selbst bei frostigen Temperaturen bewahrt er sich sein dekoratives Blattwerk. Weiterhin erreicht er an idealen Standorten schnell eine beachtliche Endhöhe von 3 bis 10 m. Seine durchschnittlich 10 bis 30 mm dicken Rohre sind äußerst stabil und langlebig. Selbst als Umzäunung kann er genutzt werden. Dabei braucht er als Baumaterial nicht zwangsweise einen Anstrich, sondern schützt sich von selbst durch die glanzvolle Oberfläche, die als Schutzfilm wirkt.

Wie lässt sich der Bambus unter Kontrolle halten?

Neben einer Rhizomsperre gibt es andere Möglichkeiten, um den Bambus in seinem Wachstum unter Kontrolle zu halten. Sie können ihn beispielsweise in einen Kübel pflanzen oder eine Sorte wählen, die keine Ausläufer bildet. Wer es geradlinig mag, braucht keinen Bambus zu pflanzen, sondern einfach nur Bambusrohre im Baumarkt besorgen, diese zusammenbinden und richtig befestigt als Windschutz an die entsprechende Stelle anbringen.

Welcher ist der richtige Bambus?

Wenn Sie die Qual der Wahl an Bambussorten haben, ist es wichtig, das Wesentliche im Fokus zu behalten. Soll der Bambus viele Jahre lang als sicherer Windschutz wirken, ist es bedeutsam, eine gut winterharte Sorte zu wählen. Sie sollte außerdem wüchsig sein und eine dichte Blattmasse hervorbringen.

Tipp

Unbedingt auf Abstand achten

Da sich die lange Halme gern im Wind biegen, besteht bei einem zu geringen Abstand zu Gebäuden, Mauern und Co die Gefahr, dass Oberflächen beschädigt werden. Daher sollten Sie in Abhängigkeit von der Sorte auf einen Abstand von 1,50 bis 2 m achten oder alternativ die Halme zusammenbinden.

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Beate Panosch/Shutterstock

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