Apfelbaum Schädlinge

Schädlinge am Apfelbaum erkennen und bekämpfen

Die meisten Schädlinge am Apfelbaum sind aufgrund ihrer geringen Körpergröße mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen. Sie lassen sich allerdings anhand spezifischer Schadbilder bei einer regelmäßigen Sichtkontrolle rechtzeitig erkennen und bekämpfen.

Blattläuse an den jungen Austrieben des Apfelbaums

Blattläuse saugen auch beim Apfelbaum im Frühjahr und Frühsommer den Saft aus den jungen Austrieben an den Zweigspitzen. Sie lassen sich mechanisch bekämpfen, indem Sie mit einem scharfen Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch gezielt abgewaschen werden. Allerdings sollten Sie bei dieser Methode darauf achten, dass die zarten Blätter und Blüten keinen Schaden nehmen. Der Fachhandel bietet heutzutage auch auf biologischem Gebiet Bekämpfungsmaßnahmen gegen Blattläuse an. So können diese gezielt angegriffen werden, indem Fressfeinde wie Marienkäfer am Baum ausgebracht werden. Die Ansiedlung dieser und anderer Nützlinge im Garten können Sie auch fördern, indem Sie ein sogenanntes Insektenhotel als Brutstätte an einen Ast des Apfelbaums hängen.

Der Apfelwickler

Beim Apfelwickler handelt es sich eigentlich um einen Schmetterling aus der Familie der Wickler. Die Gefahr für die Apfelernte geht von dessen Raupen aus, die sich über einen spiralförmigen Gang bis zum Kerngehäuse der Äpfel voran fressen. Da die erwachsenen Schmetterlinge aus der Luft angeflogen kommen, um ihre Eier abzulegen, zeigt ein Leimring um den Baumstamm des Apfelbaums gegen diesen Schädling keine Wirkung. Eine Bekämpfung kann aber stattfinden, indem Nützlinge und Feinde des Apfelwicklers gefördert werden. Hängen Sie beispielsweise einen umgedrehten Tontopf an einen Ast des Apfelbaums und stopfen Sie etwas Holzwolle hinein. Damit schaffen Sie die ideale Brutstätte für den Ohrwurm als natürlichen Feind des Apfelwicklers. Auch folgende Insekten sind für eine Bekämpfung nützlich:

  • Wanzen
  • die Schlupfwespe Elodia tragica
  • die Schlupfwespe Trichomma enecator

Auch Sitz- und Nistmöglichkeiten für Vögel tragen zur Bekämpfung bei, da sie die Larven des Apfelwicklers gerne fressen.

Die Apfelrostmilbe

Die Apfelrostmilbe sorgt ihrem Namen gemäß für rostfarbene, kreisrunde Flecken an den Blättern des Apfelbaums. Diese Milben überwintern an den Blattknospen und saugen sich ab dem Frühjahr an den Unterseiten der frisch ausgetriebenen Blätter fest. Eine chemische Bekämpfung mit Schwefel-Präparaten sollte nur bei einem sehr massivem Befall angewandt werden, da damit auch Nützlinge in Mitleidenschaft gezogen werden können. Ansonsten sollten befallene Blätter aus dem unteren Drittel von Langtrieben im Juni entfernt und entsprechend entsorgt werden. Auch das beim Winterschnitt anfallende Material sollte fernab der Apfelbäume verbrannt oder kompostiert werden, um den Milben Einhalt zu gebieten.

Der Kleine Frostspanner und seine Bekämpfung

Die überwinternden Eier des Kleinen Frostspanners werden in Rindenritzen am Stamm des Apfelbaums abgelegt. Da die Raupen nach dem Schlupf zum Fressen an die Blattknospen kriechen, können sie mit einem Leimring um den Baumstamm gefangen werden. Da die weiblichen Exemplare des Frostspanners flugunfähig sind und oft am Baum ihres Schlupfs wieder nach oben streben, können auch sie gut mit einem Leimring vor der Paarung mit den Männchen in der Baumkrone abgefangen werden.

Tipps & Tricks

Ein leichter Befall mit Schädlingen erfordert manchmal kein Eingreifen des Gärtners, da er von den Nützlingen im Garten im Rahmen des biologischen Gleichgewichts ausgeglichen werden kann. Steigert sich der Befall allerdings stark, sollten schnell passende Gegenmaßnahmen ergriffen werden, damit Krankheiten Baum und Ernte nicht grundlegend schädigen.

Beiträge aus dem Forum

  1. Das ineinandergreifende Räderwerk der Natur

    Liebe Foristen, dies wird kein fröhlicher Beitrag über Blümchen, Bienchen und Vögelchen, obwohl es genau diese betrifft! Dieser Beitrag ist ein Blick in unsere Zukunft, vor der wir unsere Augen nicht verschließen dürfen, wichtig für uns alle, ob Gärtner oder Hobbygärtner. Man muß kein Wissenschaftler sein, nur mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen um zu sehen und zu hören, was sich um uns herum so tut. Gestern, am späten Abend las ich auf t-online-Seite einen Beitrag, erstellt von wissenschaftlichen Mitgliedern der Virginia Commonwealth University/USA, der mich total wegen seines Inhalts schockierte und den ich hier sinngemäß wiedergeben möchte: []

  2. Der Frühling naht

    Liebe Mitforisten, balzende Wildvögel an der Futterstelle heute morgen, läßt die Ahnung auf einen baldigen Frühling zu. Bitte, füttern Sie die gefiederten Freunde trotzdem weiter! Es ist bitter notwendig. LG Bateman

  3. Schlechten Geruch und Schimmel bekämpfen

    Hallo zusammen, wie jeden Winter habe ich auch dieses Jahr wieder das Problem, dass es in der Laube etwas muffig riecht. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht oft in der Laube bin und somit nicht richtig lüften kann, zum anderen ist auf Grund der niedrigen Temperaturen die Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch. Da ich ganz gern Schimmel vermeiden, den Geruch loswerden und gleichzeitig aber nicht dauernd die Heizung laufen lassen will, habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut und auf Ebay einen sogenannten Solar-Luftkollektor von Oscar gefunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, montiert man das Teil an die Hauswand []

  4. Longan Frucht

    Habe heute eine Doku gesehen über die Longan Frucht,gegessen oder aber auch im Kaufladen gesehen habe ich diese Frucht aber noch nie :oops: Kennt jemand von euch sich mit dieser Frucht aus ?zuhause ist Longan wohl eher im Mittelmeer raum

  5. Bohnenkraut auf Balkon?

    Hallo meine Lieben, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Ich hatte bislang mein Bohnenkraut immer im Garten, doch habe ich leider keinen Platz mehr dafür. Nun meine Frage, kann man das Bohnenkraut (wer nicht genau weiß, was das ist, hier habe ich einen interessante Artikel entdeckt) auch problemlos auf dem Balkon anpflanzen / ziehen?

  6. Geranien aus dem Winterschlaf holen

    Pelargonium ist der botanische Name unserer so heißgeliebten Geranie. Sie ist Ende des 17. Jahrhundert aus Südafrika nach Mitteleuropa gekommen und geblieben, also quasi als "Einwanderer mit Bleibestatus". Sie gehört zur Gattung der Storchenschnabelgewächsen. Einige Zeitlang wurde sie als spießig angesehen, ist nun aber wieder voll im Trend und wurde mehrmals als Pflanze des Jahres ausgezeichnet. Sie verschönert unsere Balkone, Schalen und Töpfe mit einer riesiger Anzahl von Blüten in prachtvollen Farben, es gibt sie stehend, hängend, auch mit gefüllten, mehrfarbigen Blüten. Ich lebte mit meiner Familie lange Jahre im Alpenvorland, unsere Ausflüge erfolgten in fast sämtliche Alpenregionen. Eine der []