Apfel

Äpfel ernten: Der perfekte Zeitpunkt und hilfreiche Tipps

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Der optimale Zeitpunkt für die Apfelernte ist sortenabhängig und kündigt sich durch verschiedene Reifeanzeichen an. Dieser Artikel liefert eine umfassende Anleitung zur Bestimmung des Erntezeitpunkts, gibt Tipps zum Pflücken und zur Lagerung und zeigt häufige Lagerkrankheiten auf.

Äpfel ernten

Wann sind Äpfel reif?

Der ideale Zeitpunkt für die Apfelernte variiert je nach Sorte. Sommeräpfel wie der ‚Klarapfel‘ sind bereits im August erntereif, während späte Sorten bis Ende Oktober am Baum bleiben können.

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Beachten Sie folgende Reifeanzeichen:

  • Farbe: Die Grundfarbe der Schale verstärkt sich je nach Sorte in Rot, Gelb oder Grün.
  • Stiel: Reife Äpfel lassen sich durch eine einfache Drehung um 90 Grad leicht vom Zweig lösen.
  • Kerne: Reife Äpfel haben dunkelbraune Kerne.

Den richtigen Erntezeitpunkt bestimmen

Zusätzlich zu den farblichen und strukturellen Merkmalen der Äpfel spielen auch äußere Faktoren eine Rolle:

  • Sonneneinstrahlung: Äpfel, die in der Sonne gewachsen sind, reifen schneller als solche im Schatten.
  • Witterung: Warme Sommer beschleunigen die Reifung; kühle und feuchte Bedingungen verzögern sie.
  • Sorte: Frühe Apfelsorten wie ‚Klarapfel‘ reifen schon im August, späte Sorten bleiben bis Ende Oktober am Baum.

Äpfel richtig pflücken

Pflücken Sie die Äpfel, um Druckstellen und Beschädigungen zu vermeiden, vorsichtig und einzeln.

Tipps zum Pflücken:

  • Trockenes Wetter: Ernten Sie die Äpfel bei trockenem Wetter, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Stiel am Apfel belassen: Lassen Sie den Stiel am Apfel, das erhöht die Haltbarkeit.
  • Keine Gewalt anwenden: Schütteln Sie den Baum nicht. Pflücken Sie jede Frucht einzeln von Hand.
  • Hilfsmittel: Nutzen Sie Leitern oder Apfelpflücker, um höher hängende Äpfel zu erreichen.

Lagerung von Äpfeln

Um die Haltbarkeit und Qualität von Äpfeln zu maximieren, sind bestimmte Lagerbedingungen erforderlich.

Optimale Lagerbedingungen:

  • Kühl und frostfrei: Lagern Sie Äpfel bei einer Temperatur zwischen zwei und sechs Grad Celsius.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 85 Prozent verhindert das Austrocknen.
  • Berührungsfrei lagern: Vermeiden Sie Kontakt zwischen den Äpfeln. Lagerung auf Holzbrettern mit Zeitungspapier oder in Obststiegen ist ideal.
  • Getrennt von anderen Früchten: Äpfel geben Ethylen ab und sollten daher separat gelagert werden.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie das Lager wöchentlich und entfernen Sie beschädigte Früchte.
  • Lüftung: Lüften Sie den Lagerraum regelmäßig, besonders bei frostfreiem Wetter, um gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.

Hilfsmittel für die Apfelernte

Verwenden Sie spezielle Hilfsmittel, um die Apfelernte zu erleichtern:

  • Apfelpflücker: Apfelpflücker mit Teleskopstiel ermöglichen das Pflücken hoch hängender Früchte. Ein Stoffbeutel unter der Kunststoffkrone fängt die Äpfel sanft auf.
  • Leiter: Eine stabile Leiter wie die Thüringer Obstleiter bietet sicheren Stand und erleichtert das Erreichen höherer Äste.
  • Obststiegen: Stapelbare Holzkisten sind ideal zur Lagerung und schonen die Äpfel beim Transport.
  • Erntetasche: Mit einer Erntetasche haben Sie die Hände frei. Gepolsterte Riemen machen das Tragen angenehm und die Tasche lässt sich leicht entleeren.
  • Rollsammler: Diese Geräte sammeln Fallobst effizient auf, indem sie über den Boden gerollt werden.

Lagerkrankheiten bei Äpfeln

Auch bei optimaler Lagerung können Äpfel von verschiedenen Krankheiten befallen werden:

  • Stippe: Kleine braune Flecken entstehen durch Kalziummangel, oft bei Früchten von sauren Böden.
  • Glasigkeit: Das Fruchtfleisch wird wässrig und durchscheinend, was zur Fleischbräune führen kann.
  • Gloeosporium-Fruchtfäule: Helle, faulige Stellen entwickeln sich im Lager. Unter feuchten Bedingungen entstehen weiße bis rosafarbene Sporenbehälter.
  • Lagerschorf: Kleine schwarze Flecke vergrößern sich im Lager. Der Pilz lebt auf den Blättern des Vorjahrs.
  • Monilia-Fruchtfäule: Diese Krankheit zeigt typische braune Faulstellen, oft mit weißlichen oder rosafarbenen Sporen.