Wie werden Äpfel richtig gelagert?

Äpfel sind das mit Abstand beliebteste Obst in Deutschland. Als wahre Vitaminbombe stellen sie eine ideale Zwischenmahlzeit dar, die das ganze Jahr verfügbar ist und wunderbar in Schul- oder Handtasche passt. Doch wie lassen sich die im Spätsommer und Herbst geernteten Äpfel möglichst lange lagern und bleiben gleichzeitig schön knackig?

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Einige Apfelsorten lassen sich gut im Keller einlagern

Welche Sorten lassen sich gut einkellern?

Früher hießen Äpfel, die richtig gelagert während des gesamten Winters frisch blieben, passenderweise Lageräpfel. Dieser Begriff wird heute kaum noch verwendet und fragen Sie beim Kauf eines Apfelbäumchens nach passenden Sorten, wissen viele Baumschulen gar nichts mehr damit anzufangen. Gute Lageräpfel erkennen Sie an der Erntezeit: Je früher eine Apfelsorte reif ist, desto schneller sollten Sie die Früchte verbrauchen.

Sehr gut einlagern können Sie diese Sorten:

  • Roter Boskoop
  • Pilot T
  • Jonagold
  • Idared
  • Golden Delicius
  • Gloster
  • Boskoop
  • Rubinette
  • Topaz

Äpfel und Birnen sollen nicht gemischt werden

So lautet ein altes Sprichwort. Dies rührt daher, dass Äpfel wie auch Tomaten getrennt vom restlichen Obst und Gemüse aufbewahrt werden sollten. Sie setzen Ethylen, ein Pflanzenhormon frei, das einen natürlichen Reifungsprozess in Gang setzt und das Gemüse und Früchte schneller verderben lässt.

Äpfel sind vitaminreiche Frostbeulen

Äpfel gelten als ein wenig heikel, was die richtige Lagertemperatur betrifft. Sie lieben es sehr kühl, aber frostfrei. Die optimalen Temperaturen für die Apfellagerung liegen zwischen einem und drei Grad.

Möchten Sie die Äpfel richtig lagern, wäre deshalb ein alter Gewölbekeller, möglichst noch mit Lehmboden, ideal. Leider ist dieser heute eher selten geworden. Aber auch ein ungeheizter Kellerraum mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit eignet sich. Als Alternative bietet sich das Gartenhaus an, sofern hier die Temperatur in der kalten Jahreszeit nicht unter den Gefrierpunkt fällt.

Nur kühle Äpfel einlagern

Warme, sonnige Herbsttage laden zur Obsternte ein. Allerdings sollten Sie das von Sonne erwärmte Obst nicht direkt ins Winterlager bringen. Um lange haltbar zu sein müssen die Früchte unbedingt auskühlen.

Äpfel richtig lagern: So müssen Sie vorgehen

Hier gibt es verschiedene Dinge zu beachten, damit die Früchte nicht faulen und vorzeitig verderben:

  • Kontrollieren Sie das Obst vor dem Einlagern genau auf eventuelle Schäden, nur einwandfreie Früchte kommen ins Winterlager.
  • Achten Sie darauf, dass sich die Äpfel seitlich nicht berühren.
  • Legen Sie die Äpfel mit etwas Abstand in Obstkisten oder auf Regalbretter, sodass die Luft zirkulieren kann.
  • Bretter und Obstkisten müssen absolut sauber und trocken sein.
  • Lagern Sie sortenrein, legen Sie also Boskop nicht neben Jonagold oder Idared.
  • Achten Sie auf ausreichende Luftfeuchtigkeit und dunkeln Sie den Raum ab.
  • Kontrollieren Sie die Früchte regelmäßig auf Beschädigungen.

Dürfen Äpfel in den Kühlschrank

Schon aufgrund der Temperaturen ist der Kühlschrank kein optimaler Ort für die Apfellagerung. Haben Sie jedoch keine andere Möglichkeit, können Sie die Früchte für kurze Zeit im Gemüsefach verwahren. Achten Sie aber auch hier darauf, dass die Äpfel getrennt von Obst und Gemüse liegen. Umwickeln Sie die Früchte mit einem feuchten Geschirrtuch, so bleiben sie knackig.

Äpfel einfrieren, geht das?

Äpfel enthalten viel Wasser, das beim Einfrieren kleine Eiskristalle bildet. Da diese mehr Raum einnehmen als die Flüssigkeit, platzt die Zellstruktur. Dadurch ändert sich die Konsistenz und die Früchte verlieren stark an Geschmack. Bleibt nur die Möglichkeit des Einfrierens, sollten Sie die Äpfel deshalb zuvor zu Apfelmus verarbeiten.

Äpfel, das ideale Dörrobst

Getrocknete Apfelringe können Sie ganz einfach selbst herstellen und das Obst auf diese Weise lange haltbar machen. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  • Apfelgehäuse und auf Wunsch Schale entfernen und Äpfel in feine Ringe schneiden.
  • Fünf Minuten in einer Mischung aus Zucker, Zitronensaft und Wasser ziehen lassen.
  • Scheiben nebeneinander auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben.
  • Alternativ können Sie ein Dörrgerät verwenden.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 75 Grad etwa zwei Stunden durchtrocknen lassen.
  • Ein wenig über die getrockneten Ringe gestreuter Zimt unterstreicht das Aroma.
  • Luftdicht verpackt halten sich die Apfelringe mindestens einen Monat.

Tipps

Wissen Sie gar nicht wohin mit den vielen Äpfeln einer großen Ernte, können Sie überschüssiges Obst zu leckerem Apfelsaft verarbeiten. Kleinere Mengen Saft können Sie problemlos in der eigenen Küche herstellen, größere Mengen können Sie in einer Mosterei entsaften lassen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Princess_Anmitsu/Shutterstock
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