Wie Sie Ihre Amaryllis auch draußen pflegen können

Die Amaryllis ist mit ihrer prächtigen Blüte besonders in der Weihnachtszeit auf fast jeder Fensterbank zu finden. Erfahren Sie hier, ob sie auch für die Haltung im Außenbereich geeignet ist und wie Sie sie optimalerweise pflegen sollten.

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Sowohl der Ritterstern als auch die Echte Amaryllis dürfen nur im Sommer nach draußen

Kann ich die Amaryllis raus stellen?

Die Amaryllis kann den Sommer über draußen verbringen. Nach ihrer Blütezeit im Februar oder März schneiden Sie zunächst die verwelkte Blütenstiele ab. Ist es warm genug, können Sie sie raus stellen. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass die Pflanze keinen Frost oder eisige Zugluft abbekommt. Den Sommer kann sie im Außenbereich auf dem Balkon oder der Terrasse an einem schattigen Platz bei Temperaturen zwischen 24 und 26 Grad Celsius stehen. Gießen und düngen Sie sie regelmäßig mit Flüssigdünger.

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Darf die Amaryllis im Winter draussen stehen?

Die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, stammt ursprünglich von Hippeastrum vittatum ab, einer Wildart aus den subtropischen Regionen in Südamerika, vor allem Peru, aber auch aus Brasilien, Bolivien, Paraguay, Uruguay, Argentinien. Sie ist dementsprechend nicht winterhart. Schon bei leichtem Frost kann die Pflanze irreparablen Schaden nehmen. Steht Ihre Amaryllis im Sommer an einem geschützten Platz draußen, müssen Sie sie im Herbst noch vor dem ersten Frost wieder rein holen.

Wie kalt dürfen Amaryllis stehen?

Amaryllen sollten ab August nicht mehr gegossen werden. Nach einigen Wochen trocknen die Blätter ein und sie hat ihre ganze Energie in ihre Zwiebel gezogen. Nun können Sie im Herbst die verwelkten Blätter abschneiden und die Knolle an einen kühlen, dunklen Ort für ihre Ruhephase frostsicher bei etwa 16 Grad Celsius stellen. Hier sammelt sie Kraft für die nächste Blühphase. Einige Wochen darauf können Sie sie zur Blüte an einen warmen, hellen Ort bei 20 Grad Celsius stellen.

Kann die Echte Amaryllis den Winter über draußen bleiben?

Die etwas seltener zu bekommende Echte Amaryllis (Amaryllis belladonna), stammt aus Südafrika. Die Belladonnalilie und der Ritterstern ähneln sich optisch sehr stark und wurden früher beide unter der Gattung Amaryllis klassifiziert. Die Echte Amaryllis hat keinen hohen Blütenstiel und blüht von Februar bis April weiß oder rosa. Sie ist jedoch ebenso wie der Ritterstern nicht winterhart und darf keinen Frost bekommen. Im konventionellen Handel gibt es fast ausschließlich den Ritterstern zu erwerben, da dieser zur Weihnachtszeit blüht.

Tipp

Wie Sie einen Frostschaden an der Amaryllis erkennen

Amaryllen sind sehr frostempfindlich. Bereits Temperaturen unter -1 Grad Celsius können der Pflanze den Gar ausmachen. Auch kalte Zugluft durch ein angekipptes Fenster oder eine offene Tür reichen oft schon aus, um die Amaryllis stark zu schädigen. Sie erkennen einen Kälteschaden meist an herabhängenden, bräunlichen und matschigen Blättern. Erkennen Sie den Schaden noch rechtzeitig, kann die Knolle eventuell gerettet werden.

Text: Julia Waack