Ritterstern Blätter abschneiden
Das Abschneiden der Blätter regt die Amaryllis nicht zur Blüte an

Amaryllis Blätter abschneiden zur rechten Zeit – So geht es richtig

Im Vegetationszyklus einer Amaryllis fungieren die Blätter als wichtige Signalgeber. Fernerhin leistet das Laub einen zentralen Beitrag zur Versorgung von Knospen und Blüten. Wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Blätter am Ritterstern unbesorgt abzuschneiden, lesen Sie hier.

Grüne Blätter unbehelligt lassen

Solange sich die Blätter am Ritterstern in sattem Grün präsentieren, bleiben sie von der Schere verschont. Am Ende der Blütezeit schneiden Sie daher lediglich die verwelkten Blüten vom Hauptstängel ab. Den hohlen Blütenstandsschaft selbst entfernen Sie erst, wenn dieser vergilbt und vertrocknet ist. Die Blätter bleiben von diesen Schnittmaßnahmen unberührt.

Bis zum Beginn der herbstlichen Wachstumsruhe obliegt es dem Laub, die Knospe im Zwiebelinneren mit Nährstoffen zu versorgen. Im Verlauf des Sommers durchläuft der Ritterstern seinen Wachstumszyklus, sodass sich das Pflegeprogramm bis August ununterbrochen fortsetzt, ergänzt mit 14-tägigen Düngergaben.

Abschneiden der Blätter regt keine Blüte an

Mitunter treibt ein Ritterstern lediglich lange Blätter aus und verweigert konsequent seine Blütenpracht. Auf diese Weise signalisiert eine Amaryllis Lichtmangel. Statt das lebenswichtige Laub abzuschneiden, behebt der Wechsel an einen sonnigen Standort das Problem.

Zu diesem Zeitpunkt müssen Amaryllis-Blätter weichen

Neigt sich der Sommer dem Ende zu, möchte ein Ritterstern für 6 bis 8 Wochen ruhen. Diesen Wunsch signalisiert ein Hippeastrum, indem die Nährstoffe aus dem Laub sukzessive eingezogen werden. Jetzt naht der Zeitpunkt für den Rückschnitt der Blätter. So machen Sie es richtig:

  • Ab Juni/Juli die Menge des Gießwassers schrittweise reduzieren
  • Ab August eine Amaryllis nicht mehr gießen und düngen
  • Im September/Oktober die eingezogenen Blätter erst abschneiden, wenn sie vollkommen verdorrt sind

Bitte führen Sie alle Schnittarbeiten am Ritterstern mit schützenden Handschuhen aus. Die gesamte Pflanze ist durchströmt von hochtoxischen Alkaloiden, die bei Hautkontakt fatale gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen können. Das Schnittgut entsorgen Sie daher nicht auf dem Kompost oder an anderen Stellen in Reichweite von Haustieren. Knabbern Ihre Lieblinge daran herum, drohen tödliche Folgen.

Tipps

Lagern Sie Amaryllis-Zwiebeln im Keller nicht in der Nähe von Äpfeln, Birnen oder anderen klimakterischen Früchten. Diese geben das Reifegas Ethylen an die Raumluft ab, das einen Ritterstern zum vorzeitigen Austrieb animiert, längst bevor die Phase der Regeneration abgeschlossen ist.

Text: Paula Jansen

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