Die Amaryllis Blätter sind viel zu lang? – Das ist jetzt zu tun

Bereitet Ihnen ein blühfauler Ritterstern mit deutlich zu langen Blättern Kopfzerbrechen? Mit dem Griff zu Schere werden Sie das Problem nicht lösen. Lesen Sie hier, wie Sie das Manko beheben.

Ritterstern Blätter zu lang
Sehr lange Blätter deuten auf einen ungünstigen Standort hin

Grüne Blätter niemals abschneiden

Im subtropisch geprägten Vegetationszyklus einer Amaryllis nehmen die Blätter eine Schlüsselposition ein. Erst gegen Ende der Blütezeit treibt das Laub aus, um während der sommerlichen Wachstumsperiode die Knospenbildung im Zwiebelinneren zu unterstützen. Schneiden Sie grüne Blätter von einem Ritterstern ab, wird dieser Prozeß so empfindlich gestört, dass die Hoffnung auf eine erneute Blüte unerfüllt bleibt.

Verweigert Ihr Ritterstern die Blüte, locken Sie diese somit nicht hervor, indem das zu lange Laub entfernt wird. Greifen Sie vielmehr erst dann zur Schere, wenn die Blätter vollständig eingezogen und abgestorben sind.

Zu lange Amaryllis-Blätter signalisieren Standortprobleme

Mit einem unnatürlichen Blätterwachstum kommuniziert Ihr Ritterstern, dass er unter Lichtmangel leidet. Ohne genügend Sonnenlicht hält die Amaryllis ihre Blüte unter Verschluss und sendet ihre Blätter als florale Lichtdetektoren aus. So reagieren Sie richtig:

  • Ritterstern mit zu langen Blättern an einen sonnigen Standort tragen
  • Die Pflanze weiterhin von unten gießen
  • Alle 14 Tage flüssig düngen

Unter idealen Lichtverhältnissen steigt die Photosynthese auf das erforderliche Niveau für eine Blüteninduktion. Unterstützt durch das fachgerechte Pflegeprogramm, wird die Blüte nicht lange auf sich warten lassen. Folglich ist es keine Seltenheit, dass Sie sich über einen Ritterstern freuen dürfen, der im Sommer blüht.

Tipps

Welke Blütenblätter einer Amaryllis im Topf und in der Vase werden ausgeputzt, bevor sie abfallen. Andernfalls verursachen die intensiv gefärbten Blütenreste auf Ihrer Fensterbank, an der Wand oder Ihrer Gardine unschöne Flecken, die nur sehr schwer zu entfernen sind.

Text: Paula Jansen
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