So pflanzen Sie die Akelei in Garten oder Topf

Das Hahnenfußgewächs Akelei (Aquilegia) gehört in jeden Bauerngarten. Die Blütenglocken mit den charakteristischen kurzen oder langen Sporen kommen in vielen verschiedenen Farben daher. Lesen Sie, wohin und wie Sie Akeleien am besten pflanzen, damit sie lange und reichhaltig blühen.

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Die Akelei kann ab Mitte Mai in den Garten

An welchen Standort sollte man die Akelei pflanzen?

Pflanzen Sie die Akelei möglichst in feuchtem, humusreichem Boden. Hier gedeihen die anmutigen Blumen am besten. Doch Vorsicht: Staunässe mögen sie gar nicht, weshalb in schweren Böden sowie in Töpfen eine Drainage unverzichtbar ist.

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Akeleien lieben es zudem licht halbschattig, blühen aber auch in der Sonne. Die Blumen lassen sich im Garten kultivieren, wachsen aber auch problemlos in Töpfen und sehen schön auf naturnah gestalteten Balkonen aus.

Welche Pflanzzeit ist für die Akelei ideal?

Ab Februar können Sie Jungpflanzen selbst auf der Fensterbank vorziehen. Ab Mitte Mai können diese schließlich, sofern schon groß und kräftig genug, ins Beet bzw. ins Freie. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass Sie die jungen Pflanzen vor dem Auspflanzen langsam an ihren neuen Standort gewöhnen.

Erst einmal im Beet kultiviert, samen sich die Blumen leicht von selbst aus. Auf diese Weise lassen sich Akeleien übrigens auch am besten vermehren, denn teilen lässt sich die Staude nicht.

Wie sollte man die Akelei am besten pflanzen?

Pflanzen Sie die vorgezogenen Akeleien wie folgt ins Beet:

  • Pflanzabstand von 30 Zentimetern einhalten
  • etwas reifen Kompost ins Pflanzloch geben
  • Erde gut andrücken
  • kräftig angießen

Alternativ können Sie Akeleien auch gut ab April direkt in vorbereitete Beete oder Töpfe aussäen. Bei letzteren verwenden Sie ein hochwertiges Substrat auf Kompostbasis, das Sie mit Blähton (19,00€ bei Amazon*) vermischen. Die obligatorische Drainageschicht auf dem Topfboden sollte ebenfalls nicht fehlen.

Wie pflegt man die Akelei nach der Pflanzung richtig?

Nach rechtzeitiger Pflanzung blüht die Akelei zwischen Mai und Juni. Ein zweiter Blütenflor im späten Sommer bzw. zeitigen Herbst kann angeregt werden, indem Sie verblühte Stängel nicht ausreifen lassen. Schneiden Sie sie im Frühsommer stattdessen ab und düngen Sie die Blumen anschließend.

Außerdem sollten Sie auf eine ausreichende Wasserversorgung auch an schattigeren Standorten, beispielsweise unter höheren Gehölzen, achten. Da Akeleien mit Wurzeldruck nur schlecht zurechtkommen, ist das Gießen an trockenen Tagen notwendig.

Mit welchen Pflanzen kann man die Akelei kombinieren?

Die blau blühende Naturform Aquilegia vulgaris eignet sich gut für Wildstaudenpflanzungen mit Farnen. Schön sehen beispielsweise kombinierte Pflanzungen mit Storchenschnabel und Elfenblumen aus. Eine ebenfalls attraktive (und in Bauerngärten altbewährte!) Kombination ist zudem die Vergesellschaftung von Akelei und Tränendes Herz. Schöne Kontraste ergeben auch Akeleien-Tuffs inmitten von

  • Rosen
  • Glockenblumen
  • Purpurglöckchen
  • Kaukasus-Vergissmeinnicht

Achten Sie aber immer darauf, Akeleien nicht großflächig zu pflanzen: Nach der Blüte sehen die Pflanzen wenig ansprechend aus, weshalb sie durch andere Stauden kaschiert werden sollten.

Tipp

Ist die Akelei mehrjährig?

Tatsächlich sind Akeleien winterharte und mehrjährige Stauden, die allerdings nicht älter als maximal vier bis fünf Jahre werden. Daher sollten Sie rechtzeitig für Nachkommenschaft sorgen bzw. einige Stängel nach der Blüte ausreifen lassen. Die Akelei sät sich zuverlässig selbst aus.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Helga_foto/Shutterstock