Pflanzung und Pflege der zarten Akelei

Mit ihren filigranen Blüten setzt die Akelei im frühsommerlichen Garten nostalgische Akzente. Die traditionelle Bauerngartenstaude besticht durch eine Fülle von Farben und verschiedenen Blütenformen und passt, locker zwischen andere Blühpflanzen gesetzt, auch sehr gut in modern gestaltete Grünanlagen.

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Akelei im Garten ist ein echter Hingucker

Pflanzung der Akelei

Die beste Pflanzzeit für die Gartenschönheit liegt zwischen Anfang Mai und Mitte Juni. Gesetzt wird die Blütenstaude in kleinen Gruppen von zwei bis sechs Pflanzen.

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Beachten Sie den auf dem Topf angegebenen Pflanzabstand, der von Sorte zu Sorte variieren kann und setzen Sie die Akelei keinesfalls zu dicht. Die Blühstaude breitet sich willig von alleine aus und bedrängt, findet sie optimale Bedingungen vor, rasch andere Gewächse.

Standort und Substrat

Akeleien lieben den lichten Schatten unter Gehölzen, wo Sie das wandernde Sonnenlicht nur stundenweise umspielt. Einige Zuchtformen kommen auch in einem vollsonnigen Beet gut zurecht. Die genügsamen Pflanzen eignen sich sogar zur Begrünung von Trockenmauern und Steingärten, vorausgesetzt sie werden hier ausreichend gewässert.

Der Boden sollte nährstoffreich sein und die Feuchtigkeit gut speichern können. Staunässe muss jedoch durch eine Drainageschicht vermieden werden, da die zarte Blühpflanze auf diese recht empfindlich reagiert.

Pflege der Akelei

Die Pflege der Akelei gestaltet sich erfreulich unkompliziert:

  • Schneiden Sie die abgeblühten Blütenstände heraus.
  • Versorgen Sie die Staude im Anschluss mit Blühpflanzendünger.(12,85€ bei Amazon*) Dies sorgt dafür, dass sich die Akelei im Herbst ein zweites Mal mit Blüten schmückt.
  • Wässern Sie immer dann, wenn sich die oberen Zentimeter der Erde trocken anfühlen.
  • Auch unter schattierenden Gehölzen muss während längerer Trockenperioden gewässert werden.
  • Gießen Sie rund um den Wurzelstock und benetzen Sie die Blätter nicht.

Vermehrung

Die Akelei lässt sich durch Aussaat problemlos vermehren. Schneiden Sie Abgeblühtes nicht vollständig heraus, geschieht dies meist von ganz alleine.

Dabei ist zu beachten, dass die Akelei ein Kaltkeimer ist. Das heißt: Die Samen müssen einem Kältereiz ausgesetzt werden, damit sie aufgehen. Möchten Sie die Staude aus selbst gesammeltem Saatgut im Haus vorziehen, sollten Sie die Anzuchtgefäße direkt nach der Aussaat für drei bis vier Wochen in den Kühlschrank stellen.

Winterschutz

Trotz ihrer Zartheit ist die Akelei vollständig winterhart. Es genügt, wenn Sie die Stauden mit etwas Reisig oder Laub abdecken. Lassen Sie zusätzlich die abgestorbenen Blätter bis zum Frühjahr an der Pflanze, sie dienen als natürlicher Winterschutz.

Tipps

Leider zählt die zauberhafte Akelei zu den Giftpflanzen. Der Verzehr der Blätter kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot und Herzbeschwerden führen. Die Pflanze enthält zudem hautreizende Stoffe, die Rötungen, Brennen und Blasenbildung auslösen können. Tragen Sie deshalb bei allen Arbeiten an der Akelei Handschuhe.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Dajra/Shutterstock

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