Ist die Akelei ausreichend winterhart?

Ob vorwiegend von Kälte oder Nässe geprägt - der Winter kann vielen Pflanzen schwer zu schaffen machen. Doch wie sieht es mit der Akelei aus? Ist sie ausreichend winterhart oder braucht sie einen Frostschutz?

Akelei im Winter
Die meisten Sorten der Akelei sind im Freiland extrem winterhart

Eine beneidenswerte Winterhärte

Der Großteil der Akeleiarten und -sorten ist gut winterhart. Temperaturen von -20 °C bereiten ihnen im Winter keine nennenswerten Probleme. An geschützten Plätzen überstehen sie sogar Temperaturen von -25 °C. Einige Arten, die ursprünglich aus Höhenlagen und nördlich gelegeneren Regionen stammen, sind bis -40 °C winterhart!

Lesen Sie auch

Aufgrund dieser beachtlichen Winterhärte ist es nicht notwendig, die Akelei im Beet bzw. Freiland mit einem Winterschutz zu versehen. Lediglich wenn sie erst im späten Herbst gepflanzt wurde (nicht genug Zeit zum Einwurzeln), kann es empfehlenswert sein, sie mit einer schützenden Schicht beispielsweise aus Laub und Reisig zu bedecken.

Akeleien im Topf schützen

Eine Akelei, die beispielsweise in einem Topf auf dem Balkon steht, sollten Sie den Winter über schützen, da ansonsten ihr Wurzelballen durchfriert:

  • mit Vlies, Jutesack (6,99€ bei Amazon*) oder Luftpolsterfolie ummanteln
  • Topf auf Styroporblock oder Holzblock stellen
  • in die Nähe der Hauswand platzieren
  • nicht düngen
  • Substrat regelmäßig auf mäßigen Feuchtigkeitsgehalt kontrollieren

Akelei vor dem Wintereinbruch zurückschneiden

Vor dem Wintereinbruch ist es ratsam, die Akelei bis kurz über den Boden herunterzuschneiden. Der Schnitt muss nicht zwangsweise erst im Herbst erfolgen. Er kann schon nach der Blütezeit im Juli durchgeführt werden. Wer die Staude direkt nach der Blütezeit herunterschneidet, riskiert nicht, dass sie sich selbstaussät.

Manchmal erscheint die Akelei nicht wieder…

Die Akelei hat nur eine kurze Lebensdauer. Im Durchschnitt wird sie 4 Jahre alt. Danach geht sie ein. Wenn Ihre Akelei also nach dem Winter im Frühjahr nicht wieder austreibt, muss kein Frostschaden daran Schuld sein. Womöglich war die Akelei bereits zu alt und ist eingegangen.

Tipps & Tricks

Wenn die Akelei an einem Standort steht, der im Winter zu Nässe bzw. viel Schnee neigt, sollte die Pflanze lieber mit Laub, Stroh oder Reisig über dem Wurzelbereich versehen werden. Somit wird die Gefahr von Staunässe und gefrierender Nässe verringert.

Text: Anika Gütt

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.