Ahorn vernichten – so bekämpfen Sie den Baum mit Erfolg

Hat sich ein Ahorn frech im Garten eingenistet, wo er mit seinen flachen, weitreichenden Wurzeln Schaden anrichtet? Dieser Ratgeber informiert Sie über eine ebenso schonende, wie effektive Methode, wie Sie den Eindringling erfolgreich bekämpfen.

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Für das Entfernen großer Bäume ist eine Genehmigung vonnöten

Ringeln vernichtet jeden Baum – Funktionsprinzip in Kurzfassung

Wenn die Rodung des unerwünschten Ahorns nicht möglich ist, hilft Ihnen eine bewährte Methode aus der Forstwirtschaft für die Lösung des Problems. Ringeln unterbricht den Saftstrom im Baum. Die im Rahmen der Photosynthese gebildeten Stoffe werden nicht mehr von der Krone zu den Wurzeln transportiert. Da sich im Gegenzug der Fluss von Wasser und Nährstoffen fortsetzt, ziehen bis zu 3 Jahre ins Land, bis der Ahornbaum eingeht.

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Diese Vorgehensweise überzeugt mit verschiedenen Vorteilen:

  • Kein Einsatz schwerer Maschinen
  • Keine Gefahr von Stockausschlag, wie nach einer Baumrodung
  • Keine Beeinträchtigung von Mauerwerk, Steinplatten oder benachbarter Pflanzen

Baumschutzsatzung bitte beachten

Sofern Sie einen Ahorn mittels Ringeln bekämpfen, darf der Baum noch nicht in eine schutzwürdige Größe gewachsen sein. Konsultieren Sie daher im Vorfeld bitte die Baumschutzsatzung, die sich von Region zu Region deutlich unterscheiden kann. In der Regel bedarf es ab einem Stammdurchmesser von 50 cm einer Sondergenehmigung, um einen Ahorn zu vernichten.

Anleitung zum Ringeln – so gehen Sie fachgerecht vor

Um einen Ahorn durch Ringeln zu vernichten, benötigen Sie ein Ziehmesser (zweigriffig), eine Drahtbürste, einen Reißhaken sowie Arbeitshandschuhe. Bester Zeitpunkt für die Maßnahme ist im Sommer, wenn der Baum voll im Saft steht. So gehen Sie Schritt für Schritt sachkundig vor:

  • Ziehmesser im unteren Stammbereich ansetzen und einen 5 cm breiten Streifen an der Rinde abschälen
  • Mithilfe des Reißhakens nach innen gewölbte Rindenteile entfernen
  • Das nunmehr sichtbare Kambium mit der Drahtbürste abkratzen
  • Wichtig: nicht das Holz unter der Kambium-Schicht beschädigen

Die Prozedur war erfolgreich, wenn in der Folgezeit die Blätter kleiner werden, zuerst die kleinen und später die größeren Äste abfallen. Innerhalb von 12 bis 36 Monaten fällt der gesamte Ahorn in sich zusammen.

Tipps

Werden Ahornsämlinge zwischen Steinplatten und Mauerfugen nicht konsequent ausgezogen, bilden sich im Handumdrehen kräftige Wurzeln. Regelmäßiges Schneiden hält die Plage lediglich im Zaum, kann die Ahornstümpfe indes nicht dauerhaft bekämpfen. Weiträumig abgedeckt mit schwarzer Unkrautfolie, unterbinden Sie in den Bäumen die Photosynthese, sodass sie innerhalb von 2 bis 3 Jahren absterben.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Sebastien Cottinet/Shutterstock

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