Einfacher Anbau – Zwiebeln stecken

Zwiebeln im eigenen Garten anbauen lohnt sich immer. Mit relativ wenig Arbeit und einem gut vorbereiteten Boden erhält man in der Regel eine schöne Ernte. Eine gute Alternative zur Zwiebelaussaat, ist die Zwiebeln zu stecken.

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Zwiebeln werden je nach Sorte im Frühjahr oder im Herbst gesteckt

Voraussetzungen für den Steckzwiebelanbau

Steckzwiebeln benötigen zum guten Gedeihen sehr viel Sonne, daher sollte immer ein sonniger Platz im Beet ausgesucht werden. Der Boden ist idealerweise leicht sandig, gut durchlässig und nährstoffreich. Es muss darauf geachtet werden, dass sich im Beet keine Staunässe bildet, da dies zum Faulen der Zwiebeln führt. Außerdem ist es von Vorteil, wenn am ausgewählten Platz der Wind gut durchziehen kann. Dadurch wird dem Befall von Mehltau vorgebeugt.
Eine weitere Voraussetzung ist die regelmäßige Bewässerung. Obwohl Steckzwiebeln auch eine Trockenperiode gut überstehen, sollte immer darauf geachtet werden, dass der Boden eine stetige Feuchte besitzt.

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Wann und wie werden Zwiebeln gesteckt?

Beim Zwiebelanbau mittels Steckzwiebeln ist eine Aussaat im Frühling und eine im Spätherbst möglich. Man unterscheidet

  • Frühjahrssteckzwiebeln und
  • Wintersteckzwiebeln

Der Frühjahrsanbau

Zwischen den Monaten März und April können die ersten Steckzwiebeln im Beet ausgesät werden. Hier sollten zwei bis drei Jahre lang keine Zwiebeln angebaut worden sein, damit für die neue Aussaat genügend Nährstoffe vorhanden sind. Wer sicher gehen möchte, arbeitet vor der Saat noch eine Gabe Kompost in den Boden ein.

  1. Lockern Sie zunächst den Boden gründlich auf.
  2. Entfernen Sie das Unkraut.
  3. Halten Sie zwischen den Reihen einen Abstand von 20 cm ein.
  4. Stecken Sie die Zwiebeln in den Reihen mit einem Abstand von 10 cm in die Erde. Dabei ragt das obere Drittel der Zwiebel noch aus dem Boden.
  5. Damit die Reihen gerade verlaufen, nehmen Sie eine Pflanzschnur zur Hilfe.
  6. Achten Sie darauf, dass die Zwiebeln ausreichend Feuchtigkeit bekommen, Staunässe ist aber zu vermeiden.

Wintersteckzwiebeln

Gute und bekannte Sorten der Wintersteckzwiebeln sind zum Beispiel:

  • Presto, gelbschalig
  • Radar, gelbschalig
  • Piroschka, rotschalig
  • Romy, rotschalig

Diese werden im Herbst, in den Monaten September oder Oktober, in eine gut gelockerte, krümelige Erde gesteckt. Der Boden sollte vorab mit einer Gabe Kompost gedüngt werden. Stickstoffhaltiger Dünger ist nicht zu empfehlen, da die Steckzwiebeln zu schnell austreiben und dann der winterlichen Kälte nicht mehr Stand halten können.
Stecken Sie auch die Winterzwiebeln in Reihen mit einem Abstand von 10 cm in den Boden. Das obere Drittel der Zwiebel schaut heraus. Die Reihen sollten auch hier 20 cm von einander entfernt sein.

Die Versorgung der Zwiebeln im Winter

Die Zwiebelchen keimen gut und sind in der Regel frosthart. Sie entwickeln in den Wintermonaten zusätzliche Wurzeln. Eine Schneedecke macht den jungen Zwiebelpflanzen nichts aus. Bei Kahlfrösten (starker Frost ohne Schnee) allerdings sollten die jungen Pflanzen geschützt werden. Es empfiehlt sich, sie mit Reisig oder Tannengrün abzudecken.
Sobald der Schnee getaut ist, können die Zwiebelreihen mit einer Vliesauflage gewärmt werden. Im März ist eine Gabe Volldünger nicht verkehrt, denn dadurch wird das Wachstum der Zwiebeln noch einmal kräftig unterstützt. Die Ernte kann dann meist schon Mitte Mai erfolgen.

Tipps zur Verwendung von Steckzwiebeln

Wenn Sie Ihre Steckzwiebeln einkaufen, achten Sie darauf, nur Exemplare in Größe einer Haselnuss zu kaufen. Kleine Zwiebeln schießen nicht so schnell. Im Handel sind meist Säckchen mit 250 g Steckzwiebeln erhältlich. Lagern Sie die Zwiebeln bis zur Aussaat in einem dunklen Raum mit höchstens 20 Grad Zimmertemperatur, sodass möglichst keine Keimung eintreten kann.
Damit die Steckzwiebeln im Freiland gut angehen, können sie vor der Aussaat eine Nacht lang in lauwarmem Wasser eingelegt werden. Die Zwiebeln saugen sich voll mit Wasser und bilden dann im Beet schneller Wurzeln aus.

Wann sind Steckzwiebeln reif?

Die Frühjahrszwiebeln sind in der Regel schneller reif für die Ernte als ausgesäte Zwiebeln. Bereits Ende Juli/Anfang August beginnt das Laub gelb und trocken zu werden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Zwiebelernte gekommen.
Die Ernte der Wintersteckzwiebeln kann, je nach Sorte schon im Mai erfolgen. Auch hier erkennt man den Reifezeitpunkt daran, dass das Laub verwelkt.
Frühjahrs- und Wintersteckzwiebeln müssen nach der Ernte einige Zeit an einem trockenen und luftigen Ort nachtrocknen. Dann können sie eingelagert werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: yuris/Shutterstock

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