Zitronenbaum aus Kern

Aus einem Samenkern ein Zitronenbäumchen ziehen – So gelingt es

Gehören auch Sie zu den Menschen, die aus allerlei Samen und Kernen gern Pflanzen ziehen? Wenn ja, dann versuchen Sie sich ruhig einmal an einer Zitrone. Der aus der subtropischen Klimazone stammende Zitronenbaum lässt sich recht einfach aus einem Kern ziehen - und dank der Wuchsfreudigkeit der Pflanze haben Sie im Handumdrehen ein hübsches, buschiges Bäumchen.

Beschaffung der Samen

Für das Anzüchten können Sie ganz einfach die Samenkerne einer gekauften Zitrone verwenden. Diese sollte möglichst reif sein, da dann die Keimfähigkeit des Kerns am höchsten ist. Entnehmen Sie die Kerne aus der Zitrone und waschen Sie sie vorsichtig unter fließendem Wasser ab. Durch das Abwaschen wird eventuell vorhandenes Fruchtfleisch entfernt, das die Ansiedlung von schädlichen Pilzen begünstigen könnte. Nun pflanzen Sie die frischen Kerne sofort in ein Töpfchen mit Anzuchterde oder einem speziellen Kokos-Substrat. Trocknen Sie die Samen nicht, sie verlieren dadurch Ihre Keimfähigkeit. Sie können sie allerdings, abgewaschen, abgetrocknet und in ein leicht feuchtes Tuch geschlagen, noch bis zu vier Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Einzeltopf oder Mini-Gewächshaus?

Ob Sie Ihre Zitronenkerne einzeln jeder für sich in einem kleinen Topf oder aber gemeinsam in einem Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank heranziehen, bleibt ganz Ihrem Geschmack und dem Ihnen zur Verfügung stehenden Platz überlassen. Allerdings bietet die Anzucht im Einzeltopf den Vorteil, dass Sie später keine ineinander verwachsenen Wurzelstränge lösen müssen bzw. nicht Gefahr laufen, die empfindlichen Wurzeln zu verletzen.

Den Kern einpflanzen

Setzen Sie nun den Samenkern etwa einen Zentimeter tief in das Substrat und befeuchten Sie dieses. Die Anzuchterde muss immer schön feucht gehalten werden, jedoch nicht nass. Die Erde sollte zudem insgesamt mindestens sechs Zentimeter tief sein, da Zitronen zunächst eine Pfahlwurzel nach unten bilden. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen warmen (ideal sind Temperaturen um die 25 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit) und eher dunklen Ort. Zum Keimen braucht der Kern noch kein Licht, aber dafür später als Pflanze umso mehr. Die Sämlinge werden ungefähr im Alter von einem Jahr in größere Töpfe mit entsprechender Zitruserde umgepflanzt.

Einen Sämling pflegen

Der frische Zitronensämling braucht viel Wasser, Licht und Wärme – auf einer sonnigen Fensterbank ist er am besten aufgehoben. Sie sollten ihn am besten alle ein bis zwei Tage gießen, allerdings erst, wenn das Substrat bereits an der Oberfläche abgetrocknet ist. Besprühen Sie das Pflänzchen von Zeit zu Zeit mit handwarmem Wasser. Düngen müssen Sie die kleine Zitrone noch nicht, denn sie ernährt sich bis zu einem Alter von etwa sechs Monaten noch aus dem Kern. Aus Samen gezogene Zitronenbäume haben meistens Dornen.

Tipps & Tricks

Zitronenbäume durchlaufen eine sehr lange Jugendphase. Deshalb blühen Sämlinge in der Regel erst nach frühestens acht bis zwölf Jahren – wenn die Bedingungen stimmen. Durch Veredelung können Sie diese Zeit jedoch um etwa die Hälfte verkürzen.

Beiträge aus dem Forum

  1. Ochs vorm Berg, verunsichert

    Habe ein 5mx3m Gemüsebeet den Herbst/Winter hindurch ausgehoben und bin nun fast fertig. Der ausgehobene Schotter füllt inzwischen die Schlaglöcher auf dem Weg über die Felder.

    Jetzt fehlt noch das mit am Wichtigste: die Erde.

    Nur da bin ich etwas ratlos.

    Ein Teil des Beetes ist bereits gefüllt, aber die Konsistenz dieser Erde erscheint so etwas von unpassend: wenn naß so zäh und naßgetränkt, dass da sicherlich keine Luft durchkommt. Habe mich beim Anpflanzen von Kartoffeln beim händischen Graben schon schwer getan (zu hoher Ton-Anteil).

    Tatsächlich ist das eine mir in ihren Anteilen nicht weiter bekannte Mischung aus Humus, Erde, die für den Rasen vorgesehen war (daher mit vielen Sandanteilen?) sowie Erde, die ich bei Süderde gezielt für 's Beet gekauft hatte. Die hatten mir dort damals zwei unterschieldiche Erden zur Auswahl gestellt und ich hab'e eine genommen. Die Rechnungen hab' ich natürlich nicht mehr. :-)

    Kann ich meine bestehende Erde analysieren lassen und mit einer richtig gemischten Erde ergänzen? Wäre schade sie zu entsorgen ohne verlässlich zu wissen, das sie das unbedingt sein muss.

    inkatron

  2. Was ist das?

    Hallo, ich habe ein strauchartige Pflanze gekauft und leider den Namen vergessen, der mir genannt wurde. Sie blüht gelb und soll eine Heilpflanze sein. Weiß wer, wie sie heißt? Vielen Dank!

  3. Minze oder Pfefferminze?

    Ist das (Foto unten) eine Minze oder eine Pfefferminze? Ich habe mich schon immer gefragt, wo die Unterschiede liegen. Weiß das jemand? Welche Merkmale unterscheiden die beiden und woran kann man sie erkennen?

  4. Was hat meine Minze?

    Hallo,
    meine Minze hat weiße Flecken auf den Blättern und zwar schon eine ganze Weile. Was ist das und woran kann das liegen? Was kann ich dagegen tun?
    Lieben Dank im Voraus!

  5. Zitronenbäumchen gießen

    Liebe Gartengemeinde,
    um unsere sonnige Loggia zu schmücken, haben wir uns ein Zitronenbaümchen zugelegt.
    Auf mehreren Internetseiten habe ich gelesen, dass diese nur mit kalkfreiem Wasser gegossen werden sollen.
    Auf dem Begleitzettel an der Pflanze steht jedoch genau das Gegenteil:
    "Tipp vom Gärtner: Verwenden Sie kein zu weiches Wasser (Regenwasser), da Zitruspflanzen durchaus auch Kalk benötigen! Mittelhartes Wasser ist ideal (mind. 15 Grad deutscher Härte)"
    Laut unserer Wasserversorgung haben wir weiches Wasser (5 Grad Härte).
    Kann ich also Leitungswasser zum Gießen verwenden???
    Wer weiß Rat?