Wühlmaus vergiften

Wühlmäuse haben Ihr Gemüse angeknabbert und Sie sind wütend und wollen die Tiere schnellstmöglich loswerden? Eine Wühlmaus zu vergiften ist eine Möglichkeit, jedoch keine gute. Welche Giftköder es gibt, wie diese wirken und welche tierfreundlichen Alternativen Sie haben, erfahren Sie im Folgenden.

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Wühlmaus-Gift ist schädlich für die Umwelt und alle Lebewesen

Wühlmaus vergiften

Im Fachhandel werden verschiedene Giftköder angeboten. Einige Hersteller raten aufgrund der hohen Toxizität der Köder dazu, diese nicht im Garten eingesetzt werden, um das Vergiften anderer Tiere zu verhindern. Andere Köder hingegen sollen trotz ihrer Giftigkeit für Wasserorganismen mit Langzeitwirkung in den Wühlmausgängen platziert werden. Um tödlich zu wirken, müssen die Mäuse das Gift über mehrere Tage hinweg aufnehmen.

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Die Wirkung von Giftködern

Giftköder sind, wie ihr Name schon sagt, giftig – und zwar nicht nur für Wühlmäuse! Giftköder enthalten chemische, toxische Substanzen wie Coumatetralyl oder Zinkphosphid. Coumatetralyl verhindert die Blutgerinnung, sodass das betroffene Tier nach 5 bis 10 Tagen qualvoll an inneren Blutungen stirbt. Während Coumatetralyl praktisch wasserunlöslich ist, reagiert Zinkphosphid heftigst bei Berührung mit Feuchtigkeit. Hierbei entstehen giftige Gase wie Phosphin, Phosphor und Zinkoxid. Diese können auch bei Menschen Atemnot, Übelkeit, Schwindel und viele andere Symptome auslösen.

Diese Stoffe schaden nicht nur Wühlmäusen, sondern auch Ratten, anderen Mausarten und dem geschützten Maulwurf. Sogar bei Haustieren und Menschen kann das Gift zum Tod führen!

Dürfen Wühlmäuse vergiftet werden?

Wühlmäuse stehen nicht unter Naturschutz. Allerdings ist es laut Bundesnaturschutzgesetz, Kapitel 5, Abschnitt 2, § 39 verboten:

„… wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten…“

Daher ist es zu vermeiden, Wühlmäusen unnötig Schmerzen zuzufügen oder sie gar zu foltern.

Wühlmaus-Giftgas

Eine tierfreundlichere Methode, Wühlmäuse zu vertreiben, ist die Verwendung von Giftgas. Das Wühlmaus-Gas wird meist in Tablettenform gereicht. Diese werden in den Gängen platziert, wo sie bei Berührung mit Feuchtigkeit ein Gas entwickeln, das für Wühlmäuse und Maulwürfe unangenehm riecht. Daraufhin ergreifen sie die Flucht. Um eine Rückwanderung zu verhindern, sollte die Maßnahme mehrmals wiederholt werden. Da hier das Tier nicht verletzt wird, kann das Gas auch für Maulwürfe eingesetzt werden. Allerdings ist auch dieses Mittel für Vögel, Wild und andere Tiere äußerst giftig und vergiftet Grundwasser und Boden. Ratsamer ist es daher, ganz auf Gift zu verzichten.

Tier- und umweltfreundliche Alternativen

Wenn Sie der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe ohne Gift arbeiten wollen, kommen verschiedene Maßnahmen infrage:

Text: Sara Müller
Artikelbild: CNGPICTURES/Shutterstock

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