Winterheide im eigenen Garten pflanzen

Im Gegensatz zur Besenheide (Calluna vulgaris) wächst die Schneeheide oder auch Winterheide (Erica carnea) auch auf nicht moorigen und eher kalkhaltigen Böden, außerdem ist sie aufgrund ihrer alpinen Herkunft sehr frosthart. Wie der Name schon sagt, blüht die Winterheide von Februar bis April zu einer Zeit, in der ansonsten kaum andere Freilandpflanzen blühen.

Schneeheide pflanzen
Die Winterheide: Eine besondere Attraktion für das Gartenbeet

Wann und woher bekommt man gesunde Pflanzen?

Die Winterheide wird in den Gartenfachmärkten meistens im Frühjahr in verschiedenen Sorten und Blütenfarben angeboten. Das mag auch daran liegen, dass das Frühjahr die absolut beste Pflanzzeit für die Winterheide ist.

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Welche Standorte bevorzugt die Winterheide?

Die Winterheide liebt möglichst sonnige oder maximal halbschattige Standorte. Der Boden sollte eher kalkhaltig sein und es werden auch karge Böden mit hohem Kies- oder Felsanteil gut vertragen.

Was ist beim Einpflanzen der Winterheide zu beachten?

Die Topfballen der Pflanzen sind beim Kauf meist schon sehr intensiv durchwurzelt. Nehmen Sie die Winterheide daher aus dem Topf und lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig etwas auf, bevor Sie diesen an Ort und Stelle etwa 1 cm tiefer als zuvor in das Erdreich einsetzen.

Kann die Winterheide umgepflanzt werden?

Wenn überhaupt, dann sollte die Winterheide nur im Frühjahr umgepflanzt werden. Grundsätzlich können die winterharten und mehrjährigen Pflanzen über viele Jahre hinweg an einem Standort bleiben. Ältere Exemplare überstehen ein Umpflanzen an einen neuen Standort mitunter nicht sehr gut.

Wie wird die Schneeheide vermehrt?

Da die Anzucht aus Samen bei der Schneeheide eher zu vernachlässigen ist, kommen in der Regel die drei folgenden Vermehrungsmethoden in Frage:

  • durch Teilung
  • mit dem Bewurzeln halb verholzter Stecklinge
  • durch Bildung von Absenkern

Für die Anzucht von Stecklingen werden im Sommer etwa 25 bis 35 mm lange Stücke von halb verholzten Zweigen der Winterheide abgeschnitten. Diese werden im unteren, etwa 10 mm langen Bereich entlaubt und in Anzuchterde gesteckt. Werden die Stecklinge etwa 40 Tage lang gleichmäßig feucht gehalten, sollte in den meisten Fällen nach diesem Zeitraum eine Bewurzelung der Stecklinge erfolgt sein.

Wann blüht die Schneeheide?

Die Schneeheide blüht üblicherweise ungefähr zwischen Februar und April.

In welchem Abstand sollte die Winterheide als Bodendecker gepflanzt werden?

Die Winterheide eignet sich nicht nur als winterliche Bepflanzung für Balkonkästen, sondern auch als reizvoller Bodendecker im Heidegarten. Dafür werden die Jungpflanzen in einem Abstand von etwa 20 bis 30 cm zueinander eingepflanzt.

Tipps

Damit die Winterheide auch nach mehreren Jahren an einem Standort nicht verkahlt, sollte sie nach der Blüte jährlich kräftig zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt ist auch für eine üppige Blütenbildung im Folgejahr wichtig.

Text: Alexander Hallsteiner

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