Weißkohl

Weißkohl lagern: So bleibt er lange frisch & knackig

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Weißkohl lässt sich mit verschiedenen Methoden über einen langen Zeitraum lagern. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die besten Methoden, um die Haltbarkeit von Weißkohl zu verlängern, von kurzfristigen Lösungen bis hin zu traditionellen Konservierungstechniken.

Weißkohl aufbewahren
Nur vor der Verarbeitung oder dem Einfrieren wird Weißkohl klein geschnitten

Lagerung im Kühlschrank

Der Kühlschrank ist ideal, um Weißkohl kurzfristig zu lagern. Ein ganzer Kohlkopf bleibt im Gemüsefach bis zu zwei Wochen frisch. Wichtig ist, den Kohl von Obst wie Äpfeln und Tomaten fernzuhalten, da diese Ethylen abgeben und den Reifeprozess beschleunigen.

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Anschnittstellen sollten mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch abgedeckt werden, um Austrocknung und Farbverlust zu vermeiden. So kann der Kohl im Gemüsefach bis zu einer Woche gelagert werden.

Lagerung im Keller

Ein kühler, dunkler Keller eignet sich hervorragend für die langfristige Lagerung von Weißkohl. Bei optimalen Bedingungen kann der Kohl bis zu sechs Monate haltbar sein. Die Luftzirkulation und der Schutz vor Feuchtigkeit sind dabei entscheidend:

  • Hängen Sie die Kohlköpfe kopfüber an einem Bindfaden auf, ohne dass sie sich berühren.
  • Alternativ können Sie den Kohl in Holzkisten lagern, die mit Zeitungspapier ausgelegt sind und mit Jute abgedeckt werden.

Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur (zwischen zwei und sieben Grad Celsius) und die Luftfeuchtigkeit (85 bis 90 Prozent). Außerdem sollten Sie den Kohl regelmäßig überprüfen und wenden, um Fäulnis zu vermeiden.

Lagerung im Garten

Falls Kühlschrank oder Keller keinen Platz bieten, können Sie Weißkohl auch im Garten lagern. Hierfür heben Sie einen etwa 40 Zentimeter tiefen Graben aus und bedecken den Boden mit einer Sandschicht. Setzen Sie die Kohlköpfe kopfüber in den Graben, füllen Sie ihn mit Erde auf und bedecken Sie ihn abschließend mit Stroh. Auch bei Frost ist der Kohl so über viele Wochen haltbar.

Einfrieren

Weißkohl lässt sich problemlos einfrieren und bleibt so bis zu zwölf Monate haltbar. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  1. Waschen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Blanchieren Sie die Kohlstücke etwa vier Minuten in kochendem Salzwasser.
  3. Schrecken Sie den blanchierten Kohl in Eiswasser ab.
  4. Lassen Sie ihn gut abtropfen und verpacken Sie ihn in Gefrierbeuteln oder luftdichten Behältern, wobei Sie so viel Luft wie möglich entfernen.

Diese Methode erhält die Farbe, Textur und Nährstoffe des Kohls.

Fermentieren

Durch Fermentieren kann Weißkohl nicht nur haltbar gemacht, sondern auch geschmacklich bereichert werden. Der wohl bekannteste Vertreter ist das Sauerkraut, reich an Probiotika und Vitamin C. Hierfür wird der Kohl in Streifen gehobelt, mit Salz geknetet und der austretende Saft genutzt. Schichten Sie den Kohl in Einmachgläser oder Keramikgefäße und beschweren Sie ihn mit einem Gewicht, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Diese Behälter werden zunächst fünf bis sieben Tage bei Raumtemperatur dunkel gelagert und später in einem kühleren Bereich für etwa vier bis sechs Wochen weiter fermentiert.

Einlegen

Einlegen ist eine weitere Möglichkeit, Weißkohl haltbar zu machen. Dafür wird der Kohl geputzt, in Streifen geschnitten und in ausgekochte Einmachgläser geschichtet. Bereiten Sie einen Sud aus Essig, Zucker, Salz und Gewürzen vor, den Sie kurz aufkochen. Gießen Sie den heißen Sud über den Kohl in den Gläsern, verschließen Sie diese fest und prüfen Sie die Dichtigkeit. An einem kühlen, dunklen Ort gelagert, ist eingelegter Kohl etwa sechs Monate haltbar.

Anzeichen für verdorbenen Weißkohl

Achten Sie auf bestimmte Anzeichen, um verdorbenen Weißkohl zu erkennen und rechtzeitig auszusortieren:

  • Welke Blätter: Frischer Kohl hat knackige Blätter; welke und schlaffe Blätter deuten auf Verderb hin.
  • Weiche Konsistenz: Eine weiche und matschige Textur ist ein klares Zeichen für Verdorbenheit.
  • Bräunliche Schnittstellen: Frische Schnittstellen am Strunk sollten hell sein; bräunliche oder eingetrocknete Stellen sind verdächtig.
  • Unangenehmer Geruch: Ein fauliger oder stark säuerlicher Geruch weist auf Verderb hin.
  • Schimmel: Schimmelbildung ist ein sicheres Zeichen für Verdorbenheit. Schimmeliger Kohl sollte sofort entsorgt werden.

Das Gartenjournal Frische-ABC

Wie läßt sich Obst & Gemüse richtig lagern, damit es möglichst lange frisch bleibt?

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