Eignet sich die Weigelie für eine Hecke?

Eine Hecke sollte idealerweise nicht nur als Abgrenzung zwischen Beeten oder Gärten dienen, sondern gleichzeitig als schmückendes Element in Ihrem Garten. Besonders dekorativ sind dabei blühende Sträucher oder buntblättrige Sorten. In beiden Kategorien punktet die pflegeleichte Weigelie.

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Die Weigelie wächst dicht und bunt

Ursprünglich stammt die Weigelie aus Asien, aber inzwischen ist sie auch hierzulande eine beliebte Zier- und Heckenpflanze. Pflanzen Sie aber nicht einfach irgendeine Weigelie in Ihre Hecke, denn diese Gattung ist sehr vielfältig was die Wuchshöhe und die Blütenfarbe angeht.

Wie pflanze ich Weigelien in einer Hecke?

Für eine formelle (= in Form geschnittene) Hecke eignet sich die Weigelie weniger gut als für eine so genannte informelle Hecke. Diese wird nicht in eine geometrische und dadurch oft starre Form gebracht, sie wächst eher locker. Dadurch bietet sie aber auch nicht immer einen optimalen Sichtschutz.

Der große Vorteil einer informellen Hecke mit Weigelien ist jedoch, dass der Rückschnitt dieser Hecke so gestaltet werden kann, dass die Blüte der Weigelie nicht behindert beziehungsweise eingeschränkt wird. Schneiden Sie ihre Knospen nämlich im Herbst versehentlich alle ab, dann blüht die Weigelie nicht in der nächsten Saison.

Welche Weigelien eignen sich besonders gut für eine Hecke?

Mit ihren attraktiven Blüten und der guten Bodenverträglichkeit sind nahezu alle Weigelien eine Zierde in jeder Hecke. Für einen harmonischen Gesamteindruck sollten Sie jedoch die Wuchshöhe nicht aus dem Auge verlieren. Eine Zwerg-Weigelie erreicht kaum die Höhe von einem Meter während die besonders beliebte Bristol Ruby mehr als zwei Meter groß wird. Wählen Sie also Weigelien, die zu den übrigen Sträuchern in der Hecke passen.

Wie pflege ich eine Hecke mit Weigelien?

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist auch für Weigelien in einer Hecke sehr wichtig, sonst werden sie leicht blühfaul. Ebenso wichtig für die Blütenfülle ist ein sonniger Standort. Sorgen Sie dafür, dass der Boden immer leicht feucht bis frisch ist.

Eventuell ist dafür eine Mulchschicht unter der Hecke anzulegen. Das spart Ihnen allzu häufiges Gießen. Dünger geben Sie vor allem im Frühjahr bis zum Beginn der Blütezeit. Nach der Blüte ist der ideale Zeitpunkt für einen Rückschnitt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • gut für informelle Hecken geeignet
  • nicht zu dicht pflanzen
  • winterhart
  • wirft das Laub im Herbst ab, dadurch im Winter nicht blickdicht
  • beim Rückschnitt auf die Knospenbildung achten

Tipps

Die Weigelie ist zwar winterhart, verliert im Herbst aber ihr Laub. Die Hecke ist im Winter also nicht blickdicht. Daran sollten Sie schon vor dem Pflanzen denken.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Nick Pecker/Shutterstock
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