Wann wird Laub zu Erde?

Erde aus den eigenen Gartenpflanzen zu gewinnen ist nicht schwer. Auch das Laub der Bäume und Sträucher kann dafür verwendet werden und bringt schlussendlich eine fantastische Erde hervor. Doch wie lange dauert das und welche Faktoren beeinflussen das Zersetzen?

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Wann Laub zu Erde wird, hängt von mehreren Faktoren ab

Wie lange dauert es durchschnittlich, bis Laub verrottet ist?

Durchschnittlich dauert es drei Jahre, bis sich Laub zu Erde transformiert hat. Unter Umständen kann das auch schneller oder langsamer vonstattengehen. Sie können also selbst gesammeltes und kompostiertes Laub erst nach etwa drei Jahren als Erde für Ihre Pflanzen im Garten nutzen. Doch das lohnt sich, denn diese Erde ist humos und aufgrund ihres sauren pH-Wertes ideal für Gewächse wie beispielsweise Heidelbeeren, Preiselbeeren, Kartoffeln, Salate und Rhododendren geeignet.

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Wovon ist die Dauer des Verrottens des Laubs abhängig?

Die Dauer der Zersetzung des Laubs hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören unter anderen die Laubart, die klimatischen Bedingungen, die Witterungsverhältnisse sowie die Art und Weise der Kompostierung. So wird Ihr Laub im Garten schneller verrotten, wenn es sich zum Beispiel in einem Plastiksack befindet, der mit Löchern versehen und Hornspänen (12,00€ bei Amazon*) angereichert ist.

Welches Laub verrottet am schnellsten zu Erde?

Am schnellsten verrottet das Laub von Obstbäumen wie Apfel, Birne und Pflaume. Meist dauert es nur wenige Monate, bis sich dieses Laub zu Erde umgewandelt hat. Daneben sind auch andere Laubbäume wie Ahorn, Linde, Esche und Birke dafür bekannt, schnell verrottende Laubblätter zu besitzen.

Welches Laub wird nur langsam zu Erde?

Laubblätter von Kastanien, Eichen, Walnüssen und Platanen, die reichlich Gerbstoffe enthalten, verrotten sehr langsam. Mitunter kann es bis zu 5 Jahre dauern, bis sich deren Laub vollständig zersetzt hat.

Kann man das Verrotten des Laubs beschleunigen?

Die Zersetzung des Laubs können Sie beschleunigen und zwar mithilfe verschiedener Hilfsmittel und Methoden. Sie können dem Laubkompost Naturmaterialien hinzufügen und der Zersetzungsprozess wird dadurch angekurbelt. Es eignen sich:

  • Erde
  • Kalk
  • Gesteinsmehl (12,00€ bei Amazon*) wie Bentonit oder Zeolith
  • Hornmehl
  • Rasenschnitt
  • Bioabfälle
  • Pferdemist
  • Rinderdung

Weiterhin können Sie mit einem Rasenmäher über das Laub fahren und es somit zerkleinern. In zerkleinerter Form können Mikroorganismen im Laub effektiver und schneller arbeiten.

Auch eine schichtweise Kompostierung hilft zum Beschleunigen der Rotte. Das Laub sollte abwechselnd mit anderem Pflanzenabfall 5 bis 10 cm dick geschichtet werden.

Tipp

Feuchtigkeit gibt der Zersetzung Antrieb

Feuchte Laubblätter verrotten schneller als trockene. Daher sollten Sie das Laub am besten nach einem Regenguss zusammenrechen. Zudem ist es ratsam, das Laub im Laufe der Monate und Jahre immer wieder zu begießen.

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Robbie Proctor/Shutterstock