Walnussbaum pflanzen – so geht’s

Der Walnussbaum wächst im Laufe der Jahre zu einer eindrucksvollen Schönheit heran - er erreicht eine stattliche Größe, sowohl längen- als auch breitenmäßig. Um die bezaubernde Pflanze vor der Haustür anbauen zu können, brauchen Sie viel Platz im Garten. Mit unseren umfangreichen Informationen gelingt es Ihnen, einen Walnussbaum zu pflanzen, der Ihnen jahrzehntelang Freude bereitet!

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Der Walnussbaum braucht viel Platz

Worauf es bei der Pflanzung eines Walnussbaums ankommt

Möchten Sie einen Walnussbaum pflanzen, müssen Sie mehrere Punkte berücksichtigen:

  • den richtigen Zeitpunkt für die Pflanzung
  • die Eigenschaften des Bodens
  • den benötigten Platzbedarf (inklusive der Abstände)
  • die direkte Vorgehensweise beim Pflanzen

Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen eines Walnussbaums

Prinzipiell können Sie einen Walnussbaum im Frühjahr, Sommer oder Herbst pflanzen – in milden Regionen sogar bis Mitte November oder noch länger. Aber: Junge Walnussbäume sind frostempfindlich, deshalb raten wir Ihnen, den letzten Spätfrösten im Frühjahr sowie den ersten Frühfrösten im Herbst aus dem Weg zu gehen.

Unsere Empfehlung: Pflanzen Sie Ihren Walnussbaum entweder Mitte April oder sonst im September/Oktober.

Wichtig ist, dass Sie den Walnussbaum nur pflanzen, wenn der Boden eine gewisse Wärme mitbringt. Das heißt, dass Sie im Frühjahr nach Kälteeinbrüchen besser noch ein paar Tage warten, es herrscht schließlich keinerlei Stress. Umgekehrt sollten Sie sich im Herbst nicht allzu lange Zeit lassen.

Vorteil der Herbst- gegenüber der Frühjahrspflanzung: Der Walnussbaum bildet bis zu der Zeit, in der Dauerfrost eintritt, noch feine Wurzeln aus. Diese Wurzeln erleichtern es ihm, im nächsten Frühjahr genügend Wasser aufzunehmen. Gerade bei recht früh eintretenden Hitzeperioden fördert die gute Bewurzelung den Wachstumserfolg.

Achtung: Wohnen Sie in einer Gegend, in denen Fröste im September/Oktober eher typisch sind, geben Sie lieber der Frühjahrspflanzung den Vorzug. Dann müssen Sie den Baum aber vor allem in der Austriebsphase ausreichend wässern.

Die für die Pflanzung erforderlichen Bodeneigenschaften

Ein Walnussbaum ist langlebig und anspruchslos – auch in Bezug auf den Untergrund. Er gedeiht in diversen Böden und Landschaften. Dennoch hat er spezifische Vorlieben – und weiß gleichzeitig, was er nicht gut leiden kann.

Der Boden sollte

  • feucht,
  • leicht sandig,
  • tiefgründig sowie
  • leicht sauer bis neutral*

sein.

* Alkalische Böden sind allerdings auch kein Problem für einen Walnussbaum.

Der Boden sollte NICHT

  • übermäßig sandig

sein.

Des Weiteren mag ein Walnussbaum keine Staunässe und/oder schlecht belüfteten Boden. Unter derartigen Bedingungen wächst er sehr langsam und trägt kaum.

Der benötigte Platzbedarf zur Walnussbaum-Pflanzung

Je nachdem, wie der Boden beschaffen ist und um welche Sorte es sich handelt, variieren Platzbedarf und benötigte Pflanzabstände.

Ein nicht veredelter Sämling

  • wächst mehr in die Breite und
  • hat deshalb einen höheren Flächenbedarf.

Ideal sind 15 x 15 Meter Freiraum, vor allem bei tiefgründigem Boden (rasches Wachstum).

Ein veredelter Walnussbaum

  • wächst eher in die Höhe und
  • beansprucht deshalb weniger Fläche.

Ideal sind 12 x 12 Meter Freiraum, bei kargem Boden (langsames Wachstum) reichen auch 10 x 10 Meter.

In den ersten 30 Jahren wächst ein Walnussbaum hauptsächlich in die Höhe. Dann hat er seine Endhöhe größtenteils erreicht. Die Krone beginnt nun, in die Breite zu wachsen.

Hier eine Übersicht zu den empfohlenen Mindestabständen:

  • acht bis zehn Meter zum Haus und zu Mauern
  • sechs bis acht Meter zu Garage oder Carport
  • mindestens zehn, besser 15 Meter zu Obstbäumen
  • acht bis zehn Meter zum nächsten Grundstück

Halten Sie diese Abstände nicht ein, können die Wurzeln und später die Äste gravierende Schäden verursachen, beispielsweise am Mauerwerk.

Die direkte Vorgehensweise beim Pflanzen

  1. Bereiten Sie ein Pflanzloch mit einer Breite von 80 bis 100 Zentimetern und einer Tiefe von mindestens 50 Zentimetern vor. Lockern Sie den Boden noch tiefer auf, wenn es sich um einen sehr festen Untergrund handelt – ansonsten kann sich die wichtige Pfahlwurzel nur langsam ausbreiten.
  2. Reichern Sie das Pflanzloch mit frischer Komposterde oder einem Langzeitdünger an – auf diese Weise stellen Sie die erste Nährstoffversorgung sicher.
  3. Sobald der Walnussbaum solide im Pflanzloch steht, füllen Sie dieses mit hochwertiger Pflanzerde auf. Ist der Aushub humushaltig und mit reifem Kompost gemischt, können Sie ihn statt der Pflanzerde verwenden.
  4. Schwemmen Sie die Erde beim Pflanzen Ihres Walnussbaums unbedingt gründlich ein, um sicherzustellen, dass sie auch in die Wurzelzwischenräume gelangt.
  5. Treten Sie die Erde fest.
  6. Wässern Sie die Erde noch einmal.
  7. Gießen Sie den heranwachsenden Baum in den ersten Wochen reichlich – vor allem bei warmer Witterung.

Wichtig: Der junge Walnussbaum wächst zügig heran. Damit er dem raschen Wachstum auch standhält, ist ein stabilisierender Pfahl essenziell. Setzen Sie den Pfahl an den Rand des Pflanzlochs (am besten noch vor dem Walnussbaum). Optimal ist ein rund 1,5 Meter langer Stützpfahl. Zu mindestens 60 Zentimetern muss der Pfahl eingegraben sein – nur dann steht er sicher und kann den Baum halten. Entscheiden Sie sich von Anfang an für hochwertiges Holz, um nicht genötigt zu sein, den Pfahl über die Jahre auszutauschen. Gute Hölzer sind Eiche und Robinie.

Tipps

Durch einen Weißanstrich in den ersten Jahren schützen Sie Ihren Walnussbaum zuverlässig vor Frostschäden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Viktor Kovtun/Shutterstock
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