Walnussbaum-Knospen – alles Wissenswerte

Nach der Walnussernte im frühen Herbst beginnt der Blütenkreislauf des Walnussbaumes bereits im späten Winter wieder von vorne: In der kühlen Saison bildet die Pflanze schon neue Knospen aus, aus denen im Frühling dann die Blüten austreiben. Unser ausführlicher Ratgeber erklärt Ihnen, wie sich aus den kleinen Walnuss-Knospen letzten Endes die edel anmutenden Blüten und leckeren Früchte entwickeln.

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Die Kätzchen sind die männlichen Blüten des Walnussbaums

Von den Knospen zu den Blüten

Beim sommergrünen Walnussbaum handelt es sich um eine zwittrige beziehungsweise einhäusige (monözische) Pflanze. Das bedeutet nichts anderes, als dass sich im Winter sowohl männliche als auch weibliche Knospen auf dem Baum bilden.

Hinweis: Im jungen Alter kann es durchaus vorkommen, dass der Walnussbaum lediglich männliche oder stattdessen nur weibliche Blüten hervorbringt. Mit den Jahren und der zunehmenden Reife des Baumes passt sich die Verteilung in der Regel jedoch an, sodass beide Geschlechter vertreten sind.

Männliche Blüten

Die männlichen Blüten setzen sich gemeinhin zu mehreren recht dicken, walzenförmigen Blütenständen zusammen. Man bezeichnet diese Blütenstände als Kätzchen. Sie werden etwa sechs bis zwölf Zentimeter lang und enthalten ein bis vier Millionen Pollenkörner.

Weibliche Blüten

Die weiblichen Blüten wachsen am Ende der frischen Triebe. Sie sitzen entweder allein, zu zweit, zu dritt oder auch in kleinen Ähren von etwa 18 bis 20 Stück zusammen.

Blütezeit

Die Blütezeit beim Walnussbaum ist gemeinhin zwischen April und Juni. Dabei tritt eine Besonderheit auf: Die männlichen Blüten erscheinen in der Regel drei bis vier Wochen vor den weiblichen Blüten.

Nur selten tritt eine Vorweiblichkeit (im Fachjargon Protogynie genannt) auf, bei der die weiblichen Blüten also noch loslegen, ehe die männlichen Blüten geschlechtsreif sind.

Selbstbefruchtender Wildblütler

Die Echte Walnuss ist ein selbstbefruchtender Windblütler – das heißt nichts anderes, als dass die Bestäubung des Walnussbaumes durch den Wind erfolgt.

Hinweis für Interessierte: Die Windblütigkeit wird als Anemophilie bezeichnet.

Durch Pollenflug werden die weiblichen Blütenstände der Walnuss befruchtet, sodass sie sich nach und nach zu kugelförmigen, grünschaligen Früchten entwickeln, unter deren Hülle schließlich die Hauptattraktion des Walnussbaumes heranwächst: der essbare Kern, der so viele gesunde Inhaltsstoffe aufweist.

Hinweis: Bei wenigen Sorten des Walnussbaumes liegt eine Apomixis vor, bei der die Walnüsse ganz ohne Befruchtung Früchte entwickeln.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Yulia Plekhanova/Shutterstock

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