wacholder-pflege
Junge Wacholder brauchen mehr Pflege

Was Sie bei der Pflege von Wacholder beachten müssen

Wacholder ist eine beliebte Heckenpflanze, die sich als pflegeleicht erweist. Jungpflanzen benötigen mehr Aufmerksamkeit als gut eingewachsene Exemplare. Doch auch bei kräftig entwickelten Prachtexemplaren sollten Sie die Ansprüche berücksichtigen, damit das Gehölz formschön bleibt.

Gießen

Der Wasserbedarf unterscheidet sich je nach Alter der Pflanze. Frisch gesetzte Gehölze benötigen in der Anwachsphase mehr Wasser als ausgewachsene Sträucher. Gießen Sie Jungpflanzen im ersten Jahr regelmäßig und durchdringend. Zwischen den Wassergaben darf die oberste Substratschicht trocknen.

Haben die Sträucher ein verzweigtes Wurzelsystem entwickelt, verringert sich der Wasserbedarf. Mit ihren tief reichenden Wurzeln können die Gewächse Feuchtigkeit aus den unteren Bodenschichten ziehen, sodass sie lang anhaltende Trockenperioden überstehen. Herrscht extreme Trockenheit, sollten Sie gelegentlich zur Gießkanne greifen.

Vorübergehende Ballentrockenheit vertragen die Pflanzen problemlos. Trocknen die Wurzeln häufiger über längere Zeit aus, kommt es zum Trockenstress. Triebe und Blätter sterben ab und die Pflanze wird anfällig für einen Befall durch Krankheitserreger, Schädlinge und Pilze.

Düngen

Wacholder wächst auf sandigen und mageren Standorten. Der Nährstoffbedarf ist gering, sodass eine regelmäßige Düngung überflüssig wird. Wenn Sie das Wachstum beschleunigen möchten, empfiehlt sich eine Düngung mit Kompost. Verteilen Sie diesen rund um den Stamm und arbeiten Sie das Material leicht in den Boden ein. Kompost wird im Frühjahr vor dem Austrieb verabreicht.

Alternativ können Sie die Pflanze mit Wacholder-Dünger aus dem Fachhandel versorgen. Dieser Spezialdünger wird bei Wacholderpflanzen verwendet, die als Bonsai kultiviert werden.

Schneiden

Wacholder erfordert keine regelmäßigen Rückschnitte. Jährliche Schnittmaßnahmen fördern den Neuaustrieb und sorgen dafür, dass der Strauch kompakt wächst und dichte Verzweigungen entwickelt. Sie sollten bereits Jungpflanzen formen und nur grüne Äste entfernen.

Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt ist vor dem Austrieb im Frühjahr. Hecken werden trapezförmig geschnitten, damit die unteren Bereiche genügend Licht abbekommen. Runden Sie die Kanten ab. Dadurch wird der Lichteinfall zusätzlich erhöht. Es gibt spezielle Schablonen, die den Schnitt erleichtern.

So schneiden Sie richtig:

  • zuerst abgestorbene Äste entfernen
  • anschließend Formschnitt durchführen
  • von oben nach unten arbeiten
  • Schere in den Astgabeln ansetzen
  • keine Stümpfe stehen lassen, da diese krankheitsanfällig sind

Text: Christine Riel Artikelbild: Marinodenisenko/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. riji
    kirschbaum
    riji
    Obstbäume & Obstgehölze
    Anrworten: 3
  2. Andreas
    Kirschbaum
    Andreas
    Gartenverein
    Anrworten: 4
  3. Andreas
    Herbst
    Andreas
    Gartenverein
    Anrworten: 3