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Wacholder wird am besten regelmäßig ein bisschen geschnitten

Was ist beim Formschnitt vom Wacholder zu beachten?

Der Wacholder gilt als gut schnittverträglich, wenn Sie nicht zu viele Äste einkürzen. Formschnitte regen die Pflanze zur Bildung dichter Verzweigungen an. Dabei sollten Sie nicht zu viel auf einmal kürzen, sondern besser mehrmals zur Schere greifen.

Zeitpunkt

Beginnen Sie mit dem Formschnitt im ersten Jahr nach der Pflanzung, um eine attraktive Form zu gestalten. Da der Wacholder äußerst robust ist, kann er jederzeit in der Wachstumsphase geschnitten werden. Das bezieht sich auf den Formschnitt. Radikale Rückschnitte sollten Sie beim Wacholder vermeiden, da das Gehölz nicht mehr aus dem alten Holz austreibt.

Wählen Sie für intensivere Schnittmaßnahmen einen kühlen und bedeckten Tag im Frühjahr oder Herbst. Wacholder wird vor dem Austrieb oder der Winterpause zwischen September und Oktober geschnitten. Bei Frostgefahr sollten die Äste nicht mehr gekürzt werden, da sie schnell Frostschäden davontragen.

Hecken

Beim Heckenschnitt wird eine Trapezform angestrebt, denn der Wacholder neigt unter Lichtmangel schnell zum Verkahlen. Daher ist das Gehölz nicht für quaderförmige Heckenschnitte geeignet. Durch eine trapezförmige Wuchsgestalt bekommen die unteren Triebe genügend Licht ab. Um den Lichteinfall zu erhöhen, werden Kanten abgerundet. Für eine bessere Orientierung können Sie Schnüre spannen. Es gibt spezielle Schablonen aus dem Gartenmarkt, die den Formschnitt erleichtern

Vorgehensweise:

  • kahle und abgestorbene Triebe entfernen
  • von der Krone zur Basis schneiden
  • Heckenschere parallel zur Pflanze führen
  • nach Formschnitt im Frühjahr kann im Herbst erneut geschnitten werden

Bonsai

Wenn ein Wacholder von Innen verkahlt, kann er durch gezielte Schnittmaßnahmen in einen Bonsai verwandelt werden. Entfernen Sie vereinzelte Zweige an ihrer Basis. Sie können kranke und abgestorbene Äste fokussieren. Entfernen Sie auch weitere Zweige, die das Gesamtbild stören. Schneiden Sie alle kahlen Triebe an den übrigen Ästen ab, sodass diese in einer kleinen Krone enden. Diese Zweige werden gedrahtet und in eine waagerechte Form gebogen. Für mehr Stabilität können Sie besonders dicke Äste mit einem Drahtseil im Boden verankern. Die kleinen Kronen erinnern an Plateaus.

Darauf müssen Sie achten:

  • obere Plateaus kleiner halten als die unteren
  • kontinuierlicher Formschnitt erforderlich
  • bevorzugt an der Spitze schneiden, da die Bäume dort verstärkt wachsen

Text: Christine Riel Artikelbild: JPL Designs/Shutterstock

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