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Braune Äste weisen oft auf einen Krankheitsbefall hin

Diese Krankheiten treten am Wacholder auf

Trotz der robusten Eigenschaften wird Wacholder gelegentlich von Krankheiten befallen. Sie werden durch verschiedene Pilze verursacht und können bei früher Erkennung gut bekämpft werden.

Häufige Krankheiten:

  • Triebsterben
  • Wacholderblasenrost inklusive
  • Birnengitterrost und
  • Weißdorngitterrost

Triebsterben

Für diese Erkrankung ist der Pilz Phomopsis juniperivora verantwortlich. Die Sporen besiedeln Nadeln junger Pflanzen. Diese färben sich anfangs braun und später gelbbraun bis grau. Die Nadeln bleiben erhalten und fallen nicht ab. Bereits nach wenigen Tagen sind auf den absterbenden Nadeln und den weichen Trieben schwarze Fruchtkörper erkennbar. Triebsterben ist häufig am Virginischen Wacholder erkennbar. Betroffene Pflanzenteile sollten großzügig entfernt und entsorgt werden.

Wacholderblasenrost

Hinter dieser Erkrankung stecken zwei Arten von Rostpilzen, die verschiedene Wacholder-Arten besiedeln. Rostpilze sind durch einen Wirtswechsel gekennzeichnet. Für eine erfolgreiche Vermehrung werden unterschiedliche Gehölze benötigt. Die Bekämpfung dieser Pilzkrankheiten ist bei beiden Arten gleich.

Birnengitterrost

Die Krankheit wird vom Rostpilz Gymnosporangium sabinae hervorgerufen, der im Frühjahr an Wacholder auftritt. Sie äußert sich durch Verdickungen an den verholzten Trieben. Unter feuchten Bedingungen quellen die Sporenlager zu gallertartigen Blasen auf. Sie entwickeln winzige Sporen, die bei windigem Wetter auf die Blätter von Birnenbäumen übertragen werden.

Birnengitterrost befällt bevorzugt:

  • Juniperus sqamosa
  • Juniperus chinensis
  • Juniperus media

Weißdorngitterrost

Diese Pilzkrankheit wird von der Art Gymnosporangium clavariiforme verursacht. Die Sporen setzen sich zwischen April und September bevorzugt auf Weißdorn nieder. Im Frühjahr kommt es zu einem Wirtswechsel. Der Pilz besiedelt die Triebe von Juniperus communis und entwickelt zungenförmige Sporenlager, die orangefarben leuchten. Bei feuchter Witterung quellen sie auf und zeigen eine gallertartige Konsistenz. Unter trockenen Bedingungen verlieren die Sporenlager Wasser und schrumpfen ein.

Bekämpfung und Vorbeugung

Meist können Sie auf eine Bekämpfung verzichten, denn der Großteil aller betroffenen Ziergehölze übersteht einen Befall durch Rostpilze gut. Betroffene Äste werden herausgeschnitten, sodass sich der Pilz nicht weiter vermehren kann. Wenn sich der Befall von den Trieben auf die Blätter ausbreitet oder Rosen in der Nähe stehen, sollten Sie zu Bekämpfungsmitteln greifen.

Als vorbeugende Maßnahme hat sich eine regelmäßige Spritzung mit Schachtelhalmsud erwiesen. Der Extrakt wird gespritzt, sobald die Blätter austreiben. Auch eine kalibetonte Düngung kann vorbeugend eingesetzt werden.

Text: Christine Riel Artikelbild: Grandpa/Shutterstock

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