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Vom Triebsterben befallene Triebe müssen großzügig entfernt werden

Wenn der Wacholder unter Pilzbefall leidet

Es kommt häufiger vor, dass der Wacholder Schadbilder wie braune Triebspitzen und vertrocknete Äste zeigt. Als Ursache können ein suboptimaler Standort, falsche Pflegemaßnahmen oder verschiedene Pilze in Frage kommen.

Diese Pilzkrankheiten können auftreten:

  • Birnengitterrost
  • Triebsterben
  • Wurzelfäule

Birnengitterrost

Ist ein Wacholder betroffen, sind an den inneren Zweigen längliche Auswüchse erkennbar. In diesen Fruchtkörpern entwickeln sich die Sporen, die im Frühjahr mit dem Wind verbreitet werden. Sie können mehr als 500 Meter zurücklegen und andere Gehölze in der Umgebung infizieren. Bevorzugt setzen sie sich auf den Blättern von Birnenbäumen nieder.

Behandlung und Vorbeugung:

  • Pflanzenstärkungsmittel spritzen: Sud aus Schachtelhalm und Brennnessel
  • keulenartige Verdickungen abschneiden
  • betroffene Zweige entfernen
  • stark befallene Gehölze roden
  • resistente Sorten pflanzen

Widerstandsfähige Sorten

Der heimische Wacholder (Juniperus communis) wird nicht vom Birnengitterrost befallen und sollte daher bevorzugt gepflanzt werden. Der Kriechwacholder (Juniperus horizontalis) und der Schuppen-Wacholder (Juniperus squamata) gelten ebenfalls als resistent gegenüber dem Birnengitterrost.

Triebsterben

Wenn sich die Triebspitzen am Wacholder plötzlich braun verfärben, kann ein Schadpilz verantwortlich sein. Doch auch andere Ursachen können zu diesem Symptom führen. Einen Pilzbefall erkennen Sie durch schwarze Punkte auf den Trieben. Als vorbeugende Maßnahme gegen einen Befall durch Pilze sollten Sie auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten, um die Pflanzen zu stärken und widerstandsfähiger zu machen. Stärkungsmittel aus gesammelten Kräutern verbessern die Vitalität der Pflanzen.

Entfernen Sie regelmäßig beschädigte Triebe und entsorgen Sie diese über den Hausmüll. Schneiden Sie die Triebe mindestens drei Zentimeter zurück. Es kann vorkommen, dass Sie bis in das alte Holz zurückschneiden müssen. Das ist wichtig, damit keine Pilzfäden zurückbleiben und der Erreger vollständig entfernt wird. Zusätzlich sollten Sie die Pflanzen mit einem Fungizid behandeln.

Wurzelfäule

Unter falschen Standortbedingungen und Pflegemaßnahmen kann es zur Wurzelfäule kommen. Grund hierfür ist ein zu nasses Substrat und eine unzureichende Belüftung der Wurzeln. Sie sterben ab und fangen an zu faulen. Verschiedene Pilzsporen siedeln an den verrottenden Pflanzenteilen und beschleunigen die Verfaulungsprozesse zusätzlich. Achten Sie daher auf einen gut durchlässigen Boden mit hohem Sandanteil und verhindern Sie Staunässe. Zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich wird häufig bei Kübelpflanzen oder Bonsais zum Problem.

Text: Christine Riel Artikelbild: Grandpa/Shutterstock

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