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Birnengitterrost am Wacholder bekämpfen: Effektive Methoden

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Der Birnengitterrost befällt sowohl Birnbäume als auch Wacholder, wobei letzterer als Zwischenwirt dient. Dieser Artikel beschreibt die Symptome des Pilzes am Wacholder und stellt effektive Maßnahmen zu seiner Bekämpfung vor.

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Häufig reicht ein großzügiger Rückschnitt bei Birnengitterrost am Wacholder

Lebenszyklus des Birnengitterrosts

Der Birnengitterrost (Gymnosporangium sabinae) ist ein Rostpilz, der zwei verschiedene Pflanzenarten für seinen Lebenszyklus benötigt: Birnbäume und Wacholder. Auf jeder Wirtspflanze verursacht der Pilz unterschiedliche Symptome.

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Wacholder als Zwischenwirt

Am Wacholder, dem Zwischenwirt, führt der Pilz zu gallertartigen Verdickungen an den Trieben. Diese Verdickungen enthalten Sporen, die vom Wind zu Birnbäumen getragen werden können.

Birnbaum als Hauptwirt

Bei Birnbäumen, dem Hauptwirt, äußert sich der Befall in Form von orangefarbenen Flecken auf den Blättern. An der Blattunterseite entstehen warzenartige Wucherungen, die später aufplatzen und eine gitterartige Struktur freilegen. Der Birnengitterrost kann Birnbäume schwächen und Ernteausfälle verursachen.

Birnengitterrost am Wacholder erkennen

Ein Befall des Wacholders mit Birnengitterrost zeigt sich durch folgende Symptome:

  • Gallertartige Verdickungen an den Trieben: Im Frühjahr bilden sich zunächst braune, später gelb bis orange gefärbte Verdickungen an den befallenen Wacholdertrieben.
  • Orangefarbene Sporenlager: Diese Verdickungen dienen als Sporenlager des Pilzes. Sie können bis zu zwei Zentimeter groß werden.
  • Sporenverbreitung: Die Sporen des Pilzes werden durch den Wind verbreitet und können Birnbäume im Umfeld infizieren.

Bekämpfung des Birnengitterrosts am Wacholder

Die Bekämpfung des Birnengitterrosts am Wacholder stellt eine Herausforderung dar, da der Pilz im Inneren der Pflanze lebt und chemische Bekämpfungsmittel meist wirkungslos sind. Folgende Maßnahmen können helfen, die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern:

Entfernen befallener Triebe

Um die Ausbreitung des Birnengitterrosts zu minimieren, sollten befallene Triebe am Wacholder frühzeitig entfernt werden. Dies geschieht am besten im Winter. Die abgeschnittenen Triebe müssen vernichtet werden.

Verzicht auf anfällige Wacholderarten

Um das Risiko eines Befalls zu verringern, sollten keine anfälligen Wacholderarten wie Sadebaum (Juniperus sabina) und Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis) gepflanzt werden. Stattdessen eignen sich weniger anfällige Arten wie der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) oder robuste Arten wie Juniperus hetzii.

Entfernung von Wacholder in der Nähe von Birnbäumen

Da die Sporen des Birnengitterrosts über den Wind verbreitet werden, ist es ratsam, in der Nähe von Birnbäumen keine Wacholderpflanzen zu haben. Bereits vorhandene Wacholder sollten entfernt werden, um das Infektionsrisiko zu senken.

Bilder: Nikolay Kurzenko / Shutterstock