Wacholder als Hecke – Sorten, Pflege- und Pflanztipps

Wacholder hat eine besondere Ausstrahlung, die in der Heckenpflanzung in den Vordergrund tritt. Viele Arten und Sorten eignen sich zur Gestaltung einer Sichtschutzhecke. Dabei müssen Sie einige Aspekte berücksichtigen, damit die Hecke schön dicht wächst.

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Wacholder lässt sich auch als Hecke ziehen

Eignung für die Heckengestaltung

Wacholder eignet sich hervorragend für die Gestaltung einer Sichtschutzhecke, denn das Gehölz ist gut schnittverträglich und toleriert sandige und trockene Standorte in vollsonniger Lage. Durch das langsame Wachstum muss die Hecke nur einmal pro Jahr geschnitten werden. Diese Eigenschaften machen den Wacholder zu einer pflegeleichten Heckenpflanze.

Geeignete Arten und Sorten

Einige Juniperus-Arten wie der Säulenwacholder (Juniperus scopulorum) entwickeln formschöne Hecken. Durch den aufrechten Wuchs formt das Gehölz in der Gruppenpflanzung eine gleichförmige Hecke. Für die Gestaltung von quaderförmigen Hecken ist Juniperus communis ungeeignet, denn die Art neigt unter Lichtmangel zur Verkahlung im unteren Bereich. Besser ist ein trapezförmiger Schnitt mit abgerundeten Kanten, damit die unteren Äste genügend Licht abbekommen.

Sorten, die schöne Hecken formen:

  • Juniperus virginiana ‘Helle’ (Synonym: Juniperus chinensis ‘Spartan’)
  • Juniperus scopulorum ‘Wichita Blue’
  • Juniperus communis ‘Gold Cone’

Pflanzung

Setzen Sie Wacholdersträucher in einer weiten Reihe nebeneinander. Achten Sie auf einen Abstand von 70 bis 100 Zentimeter zum nächsten Exemplar. Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Dieser wird vor dem Einpflanzen ausgiebig gewässert.

Vermischen Sie den Aushub mit Torf und füllen Sie das Gemisch in das Pflanzloch, nachdem Sie den Wacholder eingesetzt haben. Er sollte nicht tiefer gesetzt werden, als er im Topf stand. Treten Sie das Substrat um den Ballen fest und gießen Sie die Pflanze an.

Pflege

Damit die Pflanzen schnell eine Hecke bilden, müssen sie regelmäßig gegossen werden. Nach Frühjahrspflanzungen haben die Gehölze einen höheren Wasserbedarf. Gießen Sie durchdringend und lassen Sie die oberste Erdschicht zwischen den Bewässerungseinheiten abtrocknen. Ausgewachsene Exemplare müssen nicht regelmäßig gegossen werden.

Schneiden Sie die Jungpflanzen in den Astgabeln zurück, damit der Neuaustrieb gefördert wird. So bilden die Gehölze eine dichte und kompakte Wuchsform. Schneiden Sie immer von oben nach unten. Das erleichtert Ihnen die Gestaltung einer Trapezform.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Gulya D/Shutterstock

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