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Blüte der Ufopflanze: Klein, aber oho – Wissenswertes

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Die Ufopflanze, bekannt für ihre einzigartigen runden Blätter, kann unter bestimmten Bedingungen auch blühen. Dieser Artikel beleuchtet die Blütezeit, das Aussehen der Blüten sowie die optimalen Bedingungen und Methoden zur Förderung der Blütenbildung bei Ufopflanzen.

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Die Blüte der Ufopflanze ist sehr unscheinbar

Blütezeit und Erscheinungsbild der Blüten

Die Ufopflanze erfreut in den Monaten Mai und Juni mit ihren zarten Blüten. In dieser Zeit können sich kleine, rispenförmige weiße Blütenstände entwickeln. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Pflanze zuvor eine kühlere Phase erlebt hat, wie es beispielsweise bei einer Überwinterung im Freien der Fall wäre. Im Vergleich zu den markanten, runden und sattgrünen Blättern bleiben die Blüten eher unscheinbar.

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Voraussetzungen für die Blütenbildung

Die Ufopflanze stammt ursprünglich aus den chinesischen Bergwäldern und benötigt kühle Perioden, um Blüten auszubilden. In der heimischen Umgebung ist es daher wichtig, die optimalen Bedingungen für die Blütenbildung zu schaffen:

  • Heller Standort: Die Ufopflanze bevorzugt einen hellen Standort, direkte Sonneneinstrahlung sollte jedoch vermieden werden. Dies fördert nicht nur das Wachstum der charakteristischen Blätter, sondern unterstützt auch die Blütenbildung.
  • Angenehme Temperaturen: Ideale Temperaturen für das Gedeihen der Ufopflanze liegen zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Während der Wintermonate kann die Pflanze kühler gestellt werden, idealerweise bei Temperaturen von 5 bis 10 Grad Celsius. Dies imitiert die natürliche Umgebung der Ufopflanze und kann die Blütenbildung positiv beeinflussen.
  • Ausreichende Wasserzufuhr: Achten Sie auf eine ausreichende Wasserzufuhr, vermeiden Sie jedoch Staunässe. In der kühleren Ruhephase im Winter kann die Wassergabe reduziert werden.

Förderung der Blütenbildung

Die Blütenbildung bei Ufopflanzen ist ein seltenes und zugleich faszinierendes Ereignis. Um die Wahrscheinlichkeit einer Blüte zu erhöhen, ist es wichtig, die Pflanze während der Wintermonate kühl zu überwintern. Hier einige Empfehlungen:

  1. Kühle Überwinterung: Wählen Sie einen Standort für die Überwinterung, der Temperaturen zwischen 10 und 14 Grad Celsius bietet. Ein unbeheizter Wintergarten oder eine verglaste Veranda können ideal sein. Auch eine kühle Fensterbank in einem weniger genutzten Raum des Hauses kann als geeigneter Standort dienen, solange die Temperaturanforderungen erfüllt sind.
  2. Reduzierte Wassergabe: Vermeiden Sie während der kühlen Ruhephase eine Überwässerung. Es reicht aus, die Erde leicht feucht zu halten.
  3. Sparsame Düngung: Eine reduzierte Düngung im Winter unterstützt die Pflanze dabei, in eine Ruhephase zu treten und bereitet sie optimal auf die potentielle Blütenbildung im folgenden Frühjahr vor. Düngen Sie daher in dieser Zeit sparsamer, etwa alle vier bis fünf Wochen mit einem schwachen Düngermittel.

Verwechslungsgefahr mit Schädlingen

Die unscheinbaren Blüten der Ufopflanze können leicht mit einem Schädlingsbefall verwechselt werden. Ein aufmerksames Beobachten der Pflanze ist entscheidend, um zwischen den harmlosen Blüten und möglichen Schädlingen zu unterscheiden. Hier sind einige Schädlinge, die häufig vorkommen, und ihre Merkmale:

  • Mehltau: Charakterisiert durch kleine, weiße Flecken, meist auf der Blattoberfläche. Im Gegensatz zu Blüten deutet Mehltau auf eine Erkrankung hin.
  • Blattläuse: Diese kleinen, hellgrünen Insekten sind oft direkt auf den Blättern zu finden. Ein präventives Besprühen der Pflanze kann einen Befall verhindern.
  • Spinnmilben: Bevorzugen trockene Bedingungen und sind an ihrer gelblichen bis rötlichen Färbung sowie feinen Gespinsten erkennbar. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit kann präventiv wirken.
  • Trauermücken: Ihre Larven ernähren sich von den Wurzeln der Pflanze und können mit orangen bis roten Flecken sowie Gespinsten auf den Blättern assoziiert sein.

Bei Verdacht auf einen Schädlingsbefall sollten die betroffenen Pflanzenteile entfernt oder geeignete Behandlungsmethoden angewendet werden. Isolieren Sie infizierte Pflanzen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Fortpflanzung der Ufopflanze

Die Fortpflanzung der Ufopflanze zeichnet sich durch eine einzigartige Methode der Pollenverbreitung aus, die sie an ihre natürliche Umgebung in den Höhen der chinesischen Berglandschaften anpasst. Ihre Blüten sind zwar selten und unscheinbar, doch tragen sie zu einem faszinierenden Phänomen bei: Am Ende ihrer Blütezeit nutzen reifen Staubgefäße eine explosionsartige Mechanik, um Blütenstaub in die Umgebung zu schleudern.

Diese Fortpflanzungsstrategie, die als Windblütigkeit oder Anemogamie bekannt ist, ermöglicht es der Ufopflanze, ihre Pollen über die Luft zu verbreiten und somit die Bestäubung und Reproduktion auch ohne die Anwesenheit von direktem Tierkontakt zu sichern. Dieses Phänomen zeigt, wie Pflanzen sich an ihre Umwelt anpassen können, um Überleben und Fortpflanzung zu gewährleisten.

Vermehrung durch Ableger

Die Ufopflanze lässt sich einfach und erfolgreich mittels Ablegern vermehren. Dieser Prozess kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden, wobei das Frühjahr als optimale Zeit gilt. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Auswahl der Pflanzenteile: Wählen Sie kräftige Pflanzenteile aus, die mindestens fünf Blätter besitzen und etwa vier Zentimeter lang sind.
  2. Abtrennen der Stecklinge: Schneiden Sie die ausgewählten Pflanzenteile vorsichtig ab und achten Sie darauf, die Pflanze nicht zu beschädigen.
  3. Bewurzelung: Platzieren Sie die Stecklinge entweder direkt in feuchter Erde oder in einem Wasserglas, um die Wurzelbildung anzuregen. Sollten Sie sich für die Wassermethode entscheiden, achten Sie darauf, die Wurzeln zu kürzen, bevor Sie den Steckling in die Erde einpflanzen, falls diese zu lang geworden sind.

Indem Sie diesen Prozess befolgen, fördern Sie die Bildung starker, gesunder Wurzeln und vermeiden das Risiko des Wurzelbruchs beim Einpflanzen. Die Vermehrung durch Ableger ermöglicht es Ihnen, die charakteristischen Merkmale der Mutterpflanze zu erhalten und trägt zu weiterem, gesundem Pflanzenwachstum bei.

Bilder: Trygve Finkelsen / Shutterstock