Trachycarpus fortunei – diese Pflege bekommt der Hanfpalme

Obwohl die Chinesische Hanfpalme ein exotisches Gewächs ist, braucht sie erstaunlich wenig Pflege. Wichtig ist ihr ein stimmiger Standort und eine sichere Überwinterung. Doch wie ist es mit Gießen und Düngen? Und muss die Schere bei ihr zum Einsatz kommen?

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Die Trachycarpus fortunei sollte mit Vorsicht gegossen werden

Zurückhaltend gießen, da nässeempfindlich

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt gründet darauf, dass die Hanfpalme in durchlässiger Erde wurzelt. Nur so kann das Gießen optimal gesteuert werden. Dafür gelten folgende Regeln:

  • Wurzelballen darf nie komplett austrocknen
  • daher regelmäßig und durchdringend gießen
  • jedoch erst wenn Erdoberfläche angetrocknet ist
  • Pflanze darf Staunässe nicht ausgesetzt werden
  • überschüssiges Gießwasser zeitnah weggießen
  • nur weiches Wasser verwenden
  • zum Beispiel Teichwasser oder Regenwasser

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Düngen nur in der Vegetationsphase

Sowohl Kübelexemplare als auch solche, die im Garten ausgepflanzt sind, dürfen Sie nur während der Vegetationsphase düngen. Dabei ist weniger mehr, denn eine Überdüngung schadet.

  • im Beet reicht im Frühjahr eine Düngung mit reifem Kompost
  • ggf. bis Juli nachdüngen, falls der Boden karg und sehr sandig ist
  • Topferde von April bis September düngen
  • mit Langzeitdünger, Düngestäbchen (7,90€ bei Amazon*) oder Flüssigdünger
  • Menge und Häufigkeit den Herstellerangaben entnehmen

Tipps

Auch verdünnte Brennnesseljauche ist ein natürlicher Dünger, der für die Hanfpalme viele Nährstoffe für ihr Wachstum bereithält. Um den unangenehmen Geruch zu neutralisieren, können Sie etwas Gesteinsmehl (15,53€ bei Amazon*) zufügen, welches noch wichtige Spurenelemente beisteuert.

Gelegentliches Schneiden für die Optik

Eine Hanfpalme verzweigt sich nicht, stattdessen treibt sie ihre Blätter immer aus der Mitte heraus. Deswegen müssen Sie sie auch nicht schneiden. Wenn gelegentlich einzelne Palmwedel eintrocknen oder von Wind umknicken, dürfen sie jedoch aus optischen Gründen jederzeit mit einer Gartenschere oder Säge entfernt werden.

Winterschutzmaßnahmen sind unverzichtbar

Eine Hanfpalme benötigt Winterschutz, denn sie ist ausgepflanzt nur bis – 10 °C winterhart, im Kübel sogar nur bis – 5 °C. Abhängig davon, wo sie den Winter verbringen muss, fällt der Winterschutz etwas anders aus. Das sind die Maßnahmen im Überblick:

  • um ausgepflanzte Exemplare eine 30 cm Mulchschicht verteilen
  • aus Laub, Stroh oder Tannenzweigen
  • Palmwedeln nach oben locker mit Kokosstrick festbinden
  • anschließend mit hellem Vlies umwickeln
  • während sehr nassen Perioden eine Tüte drüber stülpen
  • Kübelexemplare im Haus frostfrei überwintern
  • Temperatur und Lichtverhältnisse sind zweitrangig
  • sie kann sogar bei 20 ° C im Wohnzimmer stehen
  • alternativ draußen nah an einer Hauswand überwintern
  • Topf mit Vlies umwickeln und auf Styropor stellen
  • Krone genauso anbinden und umwickeln wie ausgepflanzte Palmen

Auch während der Überwinterung muss jede Hanfpalme mit Wasser versorgt werden. Je wärmer die Überwinterung, umso höher ist ihr Bedarf.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Dusan UHRIN/Shutterstock

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