Trachycarpus fortunei – ohne Winterschutz geht es nicht!

Obwohl es so gar nicht zu unseren Vorstellungen einer Palme passt, ist Trachycarpus fortunei, auch Chinesische Hanfpalme genannt, tatsächlich winterhart. Doch klirrende Kälte und Dauernässe hält sie ohne unsere Unterstützung dennoch nicht aus. Welche Maßnahmen helfen, hängt davon ab, ob sie im Beet oder Kübel steht.

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Die Wurzeln der Chinesische Hanfpalme sollten vor Kälte im Winter geschützt werden

Winterschutz bei ausgepflanzten Palmen

Hoffentlich haben Sie schon beim Auspflanzen der Hanfpalme daran gedacht, dass sie im Freien nur bis – 10 °C winterhart ist. Folglich gehört sie nur in milden Regionen des Landes dauerhaft ins Gartenbeet. Ein Boden, der zu Staunässe neigt, müsste zuvor mit reichlich grobem Sand aufgelockert werden.

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Den besten Winterschutz bietet ihr ein Platz in der Nähe einer Südwand, der zusätzlich windgeschützt ist. Vom ersten bis zum letzten Frost kommen noch diese Winterschutzmaßnahmen dazu:

  • eine 30 cm dicke Mulchschicht im Wurzelbereich verteilen
  • aus Stroh, Laub oder Tannenzweigen
  • alle Palmwedel locker mit einem Kokosstrick nach oben anbinden
  • Lücken mit trockenem Stroh ausfüllen
  • Krone mit hellem Pflanzenvlies umwickeln
  • bei Dauerregen zusätzlich Folienbeutel drüber stülpen
  • unten nicht verschließen, damit Luft hineinkommt
  • Beutel an trockenen Tagen wieder entfernen
  • bei Kahlfrost und an milden Tagen etwas gießen

Kübelexemplare im Haus überwintern

Trachycarpus fortunei im Kübel ist am besten in einem Winterquartier aufgehoben. Dieses muss eine einzige Bedingung erfüllen: Frostfreiheit! Ob es hell ist oder dunkel, kalt oder warm, kümmert es die Palme nicht. Sie passt sich allen Umständen an und kommt sicher in den Frühling. Sie jedoch müssen bei der Pflege auf dieses Punkte achten:

  • je wärmer es im Raum ist, umso höher ist der Wasserbedarf
  • in der Wachstumsruhe nicht düngen
  • dunkel überwinterte Exemplare im Frühjahr nur langsam an Licht gewöhnen

Die Dauer der Überwinterung richtet sich nach dem Wetter und ist meist von Ende September/Mitte Oktober bis April erforderlich. Wenn Spätfröste drohen, muss die Chinesische Hanfpalme noch bis Mitte Mai im Haus bleiben.

Alternativ draußen schützen

In milden Gegenden und in milden Wintern darf eine im Topf wachsende Hanfpalme auch draußen überwintern. Auch ihre Krone profitiert von Schutzmaßnahmen, die zuvor für die Freilandpalme aufgezählt wurden. Mit dem Rest der Palme und dem Kübel verfahren Sie wie folgt:

  • Wurzeln im Kübel vor dem ersten Frost schützen
  • dafür Kübel mit Kokosmatten (22,00€ bei Amazon*) oder Pflanzenvlies umwickeln
  • auf isolierendes Styropor stellen
  • Wurzelbereich der Pflanze mit Tannenzweigen bedecken
  • ideal ist ein geschützter Winterstandort an einer Hauswand

Tipps

Achten Sie auch im Winter darauf, dass die Erde im Kübel nicht ganz austrocknet. Gießen Sie die Hanfpalme jedoch nur an milden Tagen und mit kleinen Wassermengen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Peter Turner Photography/Shutterstock

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