Ist das Verbrennen von Thuja gefährlich?

Fallen beim Roden einer Thuja-Hecke viele Schnittabfälle an, stellt sich dem Gärtner die Frage, wie er die Lebensbäume am besten entsorgt. Neben dem Kompostieren und der Abgabe an örtlichen Sammelstellen lässt sich Thuja auch verbrennen.

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In vielen Kommunen ist es erlaubt, regelmäßig Schnittreste zu verbrennen

Ist es erlaubt, Thuja zu verbrennen?

Grundsätzlich dürfen Sie Thuja verbrennen, wenn es in der Gemeinde überhaupt erlaubt ist. In manchen Kommunen können Sie einmal im Monat ein Feuer für Gartenabfälle anlegen.

Bedenken Sie aber, dass beim Verbrennungsprozess sehr viel Rauch entsteht, vor allem, wenn der Lebensbaum erst vor Kurzem geschlagen wurde. Das kann zu Problemen mit den Nachbarn führen.

  • Thuja darf verbrannt werden
  • örtliche Vorschriften beachten!
  • Giftstoffe zersetzen sich
  • Verbrennen im Ofen oder Kamin möglich
  • nur abgelagertes Holz im Ofen verbrennen

Thuja trotz Giftstoffen verbrennen?

Da Thuja viele Giftstoffe enthält, befürchten viele Gärtner, dass diese beim Verbrennen freigesetzt werden. Diese Furcht ist unbegründet.

Bei den Giftstoffen handelt es sich um ätherische Öle, die durch die Hitze austreten und dadurch beseitigt werden.

Eine Vergiftungsgefahr durch Lebensbaum besteht nur, wenn Sie Teile der Pflanze essen.

Lebensbaum im Kamin oder Ofen verbrennen

Thuja eignet sich durchaus als Holz für Kamine und Öfen. Allerdings dürfen Sie die Schnittreste erst verbrennen, wenn sie mindestens zwei Jahre abgelagert sind. Dadurch wird dem Holz Feuchtigkeit entzogen und der Kamin oder Ofen raucht nicht so stark.

Viele Kaminbesitzer schwärmen von dem angenehmen Duft, der bei der Verbrennung der Thuja freigesetzt wird. Er entsteht durch das Austreten der ätherischen Öle.

Thuja nicht verbrennen, sondern kompostieren?

Thuja können Sie trotz der Giftigkeit auch auf den Kompost bringen. Dafür sollten Sie die Bäume zuvor aber kleinhäckseln.

Kompostiert werden nur Thujen-Reste, die frei von Krankheiten und Schädlingen sind. Anderenfalls verbreiten Sie die Erreger im ganzen Garten.

Mischen Sie den Thuja-Kompost mit anderen Gartenabfällen. Dann verrottet er wesentlich schneller und der entstehende Humus ist nicht zu sauer. Sie dürfen ihn für alle Gartenpflanzen verwenden, die einen leichten sauren Gartenboden mögen.

Tipps

In vielen Orten werden im Frühjahr Osterfeuer abgehalten. Dort können Sie die Reste nach Absprache mit den Veranstaltern abliefern. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Lebensbaum-Abfälle zur örtlichen Sammelstelle für Grünabfälle zu bringen.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: LaineN/Shutterstock

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