Was sind Thripse?

Thripse sind kleine, nur wenige Millimeter große Insekten, die unter verschiedenen Namen bekannt sind. Der Volksmund nennt sie zum Beispiel Gewittertierchen oder Fransenflügler, wegen ihrer Haftblasen an den Füßen auch Blasenfüße. Sie vermehren sich sehr schnell.

Fransenflügler bekämpfen
Mit bloßem Auge sind die Fransenflügler kaum zu erkennen

Da Thripse fliegen können, breiten sie sich recht schnell aus und befallen schon bald andere Pflanzen. Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Thripsen, aber nicht alle Thripse schädigen die Pflanzen nachhaltig.

Wie stelle ich einen Befall mit Thripsen fest?

Thripse treten gelegentlich bei Orchideen auf, die harte Blätter haben, zum Beispiel an der Cattleya. Hier durchbohren sie die Zelloberfläche der Blätter und saugen einzelne Zellen aus. Das typische Schadbild sind silbrige helle Punkte auf den Blättern, vorzugsweise an der Blattunterseite.

Später können dunkle Flecken auftreten. Meistens ist dies ein „kosmetisches“ Problem, nur bei starkem Befall werden die Blätter nachhaltig geschädigt. Um dies zu verhindern, sollten Sie alles tun, damit Sie die Thripse schnell loswerden.

Wann treten Thripse auf?

Thripse mögen es gern warm und trocken. Daher treten sie vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft auf. Aber auch im Frühjahr, wenn es langsam wieder warm wird, sollten Sie Ihre Orchideen auf diese Schädlinge untersuchen. Bleiben die Thripse unentdeckt, dann kann es zu Folgeschäden kommen. Pilze oder Bakterien nisten sich ein und breiten sich aus.

Wie kann ich Thripse bekämpfen?

Stellen Sie erst einmal sicher, dass keine anderen Pflanzen von den Thripsen befallen sind und bringen Sie die befallene Pflanze in Quarantäne. Bei einem geringen Befall greifen Sie zu einem Hausmittel. Ein Tee aus Knoblauch oder Wasser mit Spüli sind gut geeignet, um damit die befallenen Blätter abzuwaschen.

Bei einem starken Befall mit Thripsen reicht das Abwaschen der Blätter eventuell nicht aus. Hier sollten Sie die ganze Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl abduschen. Dabei sollten die Schädlinge nicht an die Erde gelangen, sonst sitzen sie auch schnell wieder an der Pflanze. Eine Plastiktüte, die Sie über den Blumentopf ziehen und gut befestigen, kann dies verhindern.

Thripse haben einige Fressfeinde, die Sie durchaus auch zur Bekämpfung einsetzen können. Diese Methode gilt als besonders natürlich und schonend für befallen Pflanzen. Verschieden Nützlinge wie Florfliegen oder Raubmilben bekommen Sie im Fachhandel.

Das Wichtigste in Kürze:

  • winzig kleine Insekten
  • saugen die Blattzellen aus
  • Blüten nur selten befallen
  • erkennbar an silbrigen Punkten
  • später eventuell dunkle Flecken auf den Blättern
  • ernsthafter Schaden nur bei starkem Befall
  • Infektion durch Pilze oder Bakterien möglich

Tipps

Bevor Sie zur chemischen Keule greifen, versuchen Sie, die Thripse mit Hausmitteln wie Knoblauch oder einer Spülmittellösung zu bekämpfen. Das bekommt der Pflanze besser und ist gut für die Umwelt.

Text: Ursula Eggers
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