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Sukkulenten gedeihen am besten an sonnigen Standorten

Sukkulenten im Garten pflanzen – wie geht es richtig?

Im Garten geizen Sukkulenten nicht mit ihren extravaganten Reizen. Einige prachtvolle Arten verfügen über eine ausreichende Winterhärte, sodass sie im Beet für Furore sorgen. Die exotische Herkunft und besondere Vorliebe für spartanische Rahmenbedingungen sollten bei der Pflanzung berücksichtigt werden. Wichtige Fragen zum korrekten Pflanzen erhalten hier eine praxiserprobte Antwort.

Welcher Standort ist geeignet?

Sukkulente Pflanzen entstammen Regionen dieser Erde, in denen es Sonne im Überfluss gibt und Regen Mangelware ist. Wählen Sie im Garten daher einen Standort, der diesen Bedingungen ebenbürtig ist. Eine vollsonnige, warme Lage ist ideal. Das darf auch gerne eine geschützte Mauernische mit Südausrichtung sein, die zugleich einen Großteil des Regens von den Sukkulenten fernhält.

Welche Bodenbeschaffenheit ist vorteilhaft für Sukkulenten?

Auf das regenreiche Klima unserer Regionen sind Sukkulenten nicht eingestellt. Der Boden am sonnigen Standort sollte daher bis zu einer Tiefe von etwa 30 cm gut durchlässig sein, damit überschüssiges Wasser rasch abläuft. Die geballte Nährstoffladung normaler Gartenerde behagt den exotischen Überlebenskünstlern ebenfalls nicht. Indem Sie das Erdreich vor der Pflanzung anreichern mit Quarzsand oder feinem Splitt, optimieren Sie die Durchlässigkeit und magern den Boden zugleich Sukkulenten-gerecht ab.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

In Bezug auf die beste Pflanzzeit, ziehen Sukkulenten mit anderen Stauden des Gartens an einem Strang. Wenn ab Anfang/Mitte Mai keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind, öffnet sich das Zeitfenster für die Pflanzung. In Höhenlagen empfehlen wir, bis Anfang Juni abzuwarten, bis die Gefahr der Schafskälte vorüber ist.

Wie gestaltet sich der Ablauf der Pflanzung im Einzelnen?

Eine Schlüsselfunktion stellt die fachgerechte Vorbereitung des Bodens dar. Harken Sie das Beet gründlich durch, bis die Erde feinkrümelig ist. Unkraut, alte Wurzeln und größere Steine werden entfernt. Bestehen Zweifel an der Durchlässigkeit, graben Sie den Boden spatentief um und vermischen den Aushub zu einem Drittel mit Quarzsand oder Splitt. In diesen Schritten verfahren Sie weiter:

  • Für jeden Sukkulenten eine Pflanzgrube ausheben mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens
  • Auf der Grubensohle Quarzsand oder Kieselsteine ausbreiten zum Schutz vor Staunässe
  • Die Pflanzen austopfen und mittig in Pflanzloch positionieren
  • Mit dem angereicherten Aushub auffüllen, sodass die bisherige Pflanztiefe beibehalten wird

Drücken Sie das Substrat mit den (behandschuhten) Händen an, damit ein guter Bodenschluss entsteht ohne Luftlöcher. Zum guten Schluss bedecken Sie die Erde mit einer dünnen Schicht aus Splitt, Kieselsteinen oder Sand. Das anorganische Material verhindert die Bildung von Fäulnis durch einen unmittelbaren Kontakt der sukkulenten Triebe, Blätter oder Rosetten mit dem Substrat.

Tipps

Planen Sie bei der Standortwahl die heikle Überwinterung Ihrer Sukkulenten im Garten gleich mit ein. Ohne einen adäquaten Nässeschutz stehen selbst Ihre winterhärtesten Schmuckstücke auf verlorenem Posten. Pflanzen Sie winterharte Sukkulenten daher idealerweise im Regenschatten einer Mauer oder lassen ausreichend Platz für einen lichtdurchlässigen Überbau zum Schutz vor Schnee und Regen.

Artikelbild: RHMeeks/Shutterstock

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