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Stauden im Herbst schneiden: Praktische Tipps & Anleitung

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Stauden bereichern jeden Garten mit ihrer Vielfalt an Farben, Formen und Blütezeiten. Gezielte Schnittmaßnahmen fördern die Gesundheit, Blühfreudigkeit und Langlebigkeit dieser Pflanzen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Schnittarten und deren optimale Zeitpunkte für unterschiedliche Staudenarten.

Stauden Rückschnitt
Nicht alle Stauden werden im Herbst zurückgeschnitten

Gründe für den Staudenschnitt

Es gibt verschiedene Gründe, Stauden zu schneiden, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Der Zeitpunkt des Schnitts spielt eine wesentliche Rolle und variiert je nach Schnittart.

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Remontierschnitt

Der Remontierschnitt regt Stauden zu einer zweiten Blüte an. Er erfolgt direkt nach der ersten Blüte. Dabei wird die Pflanze etwa 5 bis 15 cm über dem Boden zurückgeschnitten. Nach 6 bis 8 Wochen zeigen sich erneut Blüten.

Stauden, die vom Remontierschnitt profitieren, sind unter anderem:

Pflegeschnitt nach der Blüte

Der Pflegeschnitt erfolgt direkt nach dem Abblühen. Die Pflanze wird bis auf die unteren zwei Blattstiele zurückgeschnitten, um Samenbildung zu verhindern und die Pflanze zur Bildung neuen Laubs anzuregen.

Einige Stauden, die diesen Schnitt benötigen, sind:

Vorblüteschnitt

Der Vorblüteschnitt findet im Frühjahr statt, bevor sich Blütenknospen bilden. Die Triebspitzen werden um etwa 10 bis 15 cm eingekürzt, was die Verzweigung fördert und die Pflanze kompakter und blütenreicher macht.

Nutzen aus diesem Schnitt ziehen folgende Stauden:

Ausputzen

Beim Ausputzen entfernt man während der Blütezeit kontinuierlich die verblühten Blütenstände. Dies verlängert die Blütezeit und verhindert die Versamung.

Stauden, die vom Ausputzen profitieren, sind:

  • Schafgarbe (Achillea)
  • Bergflockenblume (Centaurea montana)
  • Mädchenauge (Coreopsis)
  • Stauden-Sonnenblumen (Helianthus)
  • Sommer-Margerite (Leucanthemum)
  • Taglilie (Hemerocallis-Hybriden)
  • Pfingstrose (Paeonia officinalis, Paeonia lactiflora)
  • Ehrenpreis (Veronica longifolia)

Frühjahrsschnitt

Der Frühjahrsschnitt erfolgt vor dem ersten Austrieb. Er ist besonders für Stauden geeignet, deren abgestorbene Pflanzenteile im Winter einen ökologischen oder ästhetischen Wert haben oder deren Standfestigkeit durch das Stehenlassen erhöht wird.

Beispiele für Stauden, die im Frühjahr geschnitten werden sollten:

  • Ziergräser
  • Artemisia-Arten
  • Geißbart (Aruncus)
  • Prachtspieren (Astilbe)
  • Fetthenne (Sedum telephium)
  • Salbei-Arten (Salvia)
  • Ziest (Stachys)
  • Currykraut (Helichrysum italicum)
  • Fackellilie (Kniphofia praecox)
  • Schwertlilien (Iris)
  • Heiligen- sowie Olivenkraut (Santolina)
  • Sommer-, Berg- und Kissenastern (Aster)

Schnittblumen-Ernte

Für die Schnittblumen-Ernte sollten die Blütenstiele knapp oberhalb einer Blattachsel abgeschnitten werden, damit die Pflanze dort wieder austreiben kann.

Stauden, die sich gut als Schnittblumen eignen, umfassen:

  • Bergflockenblume (Centaurea montana)
  • Entenschnabel-Felberich (Lysimachia clethroides)
  • Färberkamille (Anthemis tinctoria)
  • Gefülltes Schleierkraut (Gypsophila paniculata)
  • Großblütiges Mädchenauge (Coreopsis grandiflora)
  • Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii ‘Arendsii’)
  • Herz-Zittergras (Briza media)
  • Kugeldistel (Echinops ritro)
  • Margeriten (Leucanthemum)
  • Pfingstrose (Paeonia lactiflora)
  • Schafgarbe (Achillea)
  • Sonnenauge (Heliopsis helianthoides var. scabra)
  • Sonnenbraut (Helenium-Hybride)
  • Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis)

Verjüngungsschnitt/Teilung

Der Verjüngungsschnitt erfolgt im Herbst in der Ruhephase der Pflanze, um neues, junges Wachstum zu fördern und das Vergreisen zu verhindern.

Ein Verjüngungsschnitt sowie das Teilen der Pflanze sind bei folgenden Stauden sinnvoll:

  • Stauden oder Halbsträucher mit verholzten Trieben
  • Polsterbildende Stauden

Nach 3 bis 5 Jahren sollten kurzlebige Stauden geteilt werden, während langlebigere Stauden erst nach 6 bis 10 Jahren eine Teilung benötigen.

Bilder: Krotnakro / Shutterstock