So pflegen Sie Solanum richtig – Tipps und Tricks

Mit wenigen Worten ist die Pflege des Nachtschattens (bot. Solanum) nicht beschrieben, immerhin handelt es sich hier um eine Pflanzengattung, nicht eine einzelne Art oder Sorte. Solanum gehört zur großen Familie der Nachtschattengewächse (bot. Solanaceae).

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Die Familie der Nachtschattengewächse ist groß, aber Wasser und Sonne brauchen sie alle

Verschiedene Arten des Nachtschattens

Zur Gattung Solanum gehören etwa 1400 zum Teil sehr unterschiedlich Arten, unter anderem bekannte Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen und weniger bekannte wie die Tamarillo. Andere Arten werden als Zierpflanzen kultiviert, wie zum Beispiel der Sommerjasmin (bot. Solanum jasminoides oder Solanum laxum) und der Bittersüße Nachtschatten (bot. Solanum dulcamara). Der Schwarze Nachtschatten gilt dagegen als Unkraut.

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Die Standortwahl und der richtige Boden

Die verschiedenen Nachtschatten sind fast auf der ganzen Welt zu finden. Sie haben sich den Gegebenheiten und dem Klima der jeweiligen Region angepasst. Viele von ihnen lieben die Wärme und gedeihen gut im Wintergarten. Der Sommerjasmin fühlt sich im Sommer auch auf der Terrasse oder im Garten sehr wohl, vorausgesetzt er ist dort vor Regen und Wind geschützt.

Leicht feuchter aber trotzdem lockerer Boden eignet sich gut für die Pflanzung eines Nachtschattens. Der Nährstoffbedarf ist allerdings recht hoch. Ist die Erde nicht humos genug, dann sollten Sie diese mit einer Portion gut verrottetem Stallmist oder reifem Kompost anreichern. Für die Lockerung und als Drainage können Sie Kies, Tongranulat und/oder Sand einarbeiten. Damit vermeiden Sie gleichzeitig die Bildung von Staunässe.

Richtig gießen und düngen

Als Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf sollte Nachtschatten regelmäßig gedüngt werden. Die Art des Düngers richtet sich nach der Verwendung. Für Nutzpflanzen verwenden Sie nur spezielle Dünger (zum Beispiel Tomatendünger), für andere Arten reicht handelsüblicher Flüssigdünger. Ebenso wichtig ist regelmäßiges Gießen, in Sommer sogar täglich.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Standort: am besten warm und sonnig, eventuell auch leicht schattig
  • Boden: nährstoffreich, locker und durchlässig
  • Platzbedarf: sehr individuell
  • Kletterpflanzen brauchen Rankhilfe
  • oft nicht winterhart
  • viel Arten giftig!

Tipps

Die meisten Arten der Gattung “Nachtschatten” gelten als mehr oder weniger giftig. Über eine Pflanzung im Familiengarten sollten Sie daher sorgfältig nachdenken.

Text: Ursula Eggers

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