Ist Schwarzer Nachtschatten giftig?

Eigentlich stammt der Schwarze Nachtschatten (bot. Solanum nigrum) aus Südeuropa, ist inzwischen aber in ganz Europa und vielen anderen Teilen der Welt anzutreffen. Das Kraut gilt als giftig für Menschen und Tiere. Allerdings ist die Giftigkeit umstritten.

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Vom Verzehr der Beeren des Schwarzen Nachtschattens ist eher abzuraten

Wie giftig ist Schwarzer Nachtschatten?

Schwarzer Nachtschatten enthält Alkaloide, Gerbstoffe, Solanin und noch einige andere Stoffe. Auf andere Nachtschattengewächse, zum Beispiel unreife Tomaten oder Kartoffeln, enthalten das giftige Solanin. Reife Tomaten sind dagegen eine Köstlichkeit. Auch die reifen Beeren (ohne Kerne!) des Schwarzen Nachtschattens werden in einigen Gegenden verspeist, davon ist jedoch abzuraten.

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In der Landwirtschaft wird dringend vor dem Schwarzen Nachtschatten gewarnt. Wächst er auf dem Acker zwischen den Futterpflanzen für Nutztiere, dann können Früchte und Kraut in die Futtersilage gelangen und im schlimmsten Fall tödlich wirken. Der Tod tritt in der Regel durch Atemlähmung ein. Symptome einer Vergiftung sind unter anderem Benommenheit, Angstzustände, Herzschwäche und Atemnot.

Wo wächst Schwarzer Nachtschatten?

Der Schwarze Nachtschatten wächst gern auf Brachflächen und Schuttplätzen, aber auch an Acker- und Wegrändern. Nach der Blüte entwickelt er kleine schwarze Früchte. Diese sind etwa so groß wie Erbsen. Die darin enthaltenen Samen bleiben im Boden viele Jahre lang keimfähig.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Giftigkeit umstritten, vom Verzehr wird jedoch abgeraten
  • enthält Alkaloide
  • gilt meist als giftig für Menschen und Tiere, vor allem im unreifen Zustand
  • wurde früher als Heilmittel eingesetzt
  • wirkt bei Überdosierung tödlich!
  • Vergiftungssymptome: Benommenheit, roter Kopf, Angstzustände, Herzschwäche, Atemnot, Bewusstlosigkeit, im schlimmsten Fall Tod durch Atemlähmung

Tipps

Vom Verzehr des Schwarzen Nachtschattens wird dringend abgeraten, auch sollte er nicht in einen Familiengarten gepflanzt werden.

Text: Ursula Eggers

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